Die Ergotherapie des Sport- und Rehazentrums Berlin

Für die Förderung der funktionellen Entwicklung bei orthopädisch-chirurgischen, rheumatologischen, neurologischen und pädiatrischen Erkrankungen stehen unseren Patienten erfahrene Ergotherapeuten für die ambulante Ergotherapie zur Verfügung. Unser Ziel ist die maximale Selbstständigkeit unserer Patienten im Alltag. So ist eine ergotherapeutische Behandlung bei Handverletzungen unerlässlich. Für die ambulante Ergotherapie wird eine Heilmittelverordnung oder ein Privatrezept benötigt, die der Hausarzt oder Facharzt ausschreibt.

Unsere Behandlungsschwerpunkte der Ergotherapie liegen in folgenden Bereichen:

Orthopädie, Handchirurgie, Traumatologie

  • Handverletzungen, Armverletzungen, Schulterverletzungen (z. B. nach operativen Eingriffen, Frakturen, Nerven- oder Sehnenverletzungen)
  • angeborene oder erworbene Schädigungen der Wirbelsäule
  • Arthrose

Rheumatologie

  • entzündliche oder degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates (z. B. rheumatoide Arthritis)
  • nach operativen Eingriffen (z. B. Gelenkersatz)

Neurologie

  • angeborene oder erworbene Schädigungen des Nervensystems (z. B. nach Schlaganfall, bei Multipler Sklerose oder Morbus Parkinson)

Pädiatrie/ Kinderheilkunde

  • Verzögerungen der motorischen Entwicklung
  • Verhaltensauffälligkeiten/ Verhaltensstörungen (z. B. ADHS)
  • angeborene oder erworbene Schädigungen des Bewegungsapparates oder Nervensystems

Ergonomisch Arbeiten

Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements beraten unsere Ergotherapeuten Unternehmen bei der ergonomischen Gestaltung von Arbeitsplätzen. Dazu nehmen wir Arbeitsplatzbegehungen vor und richten unseren Blick auf ergonomisches Arbeiten. Die Arbeitsplatz-Check-up's können über die Berufsgenossenschaften finanziert werden.

Überblick über ergotherapeutische Behandlungen

Die motorisch-funktionelle Behandlung dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der motorischen Funktion mit und ohne Beteiligung des peripheren Nervensystems und der daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen. Sie umfasst insbesondere folgende Maßnahmen:

  • Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster
  • Aufbau und Erhalt physiologischer Funktionen
  • Entwicklung oder Verbesserung der Grob- und Feinmotorik
  • Entwicklung oder Verbesserung der Koordination von Bewegungsabläufen und der funktionellen Ausdauer
  • Verbesserung von Gelenkfunktionen, einschließlich Gelenkschutz
  • Vermeidung der Entstehung von Kontrakturen
  • Narbenabhärtung
  • Desensibilisierung bzw. Sensibilisierung einzelner Sinnesfunktionen
  • Schmerzlinderung
  • Erlernen von Ersatzfunktionen
  • Verbesserung der eigenständigen Lebensführung, auch unter Einbeziehung technischer Hilfen

Bei Verletzungen, Frakturen, nach Arbeits-, Schul- und Wegeunfällen im Rahmen der BG-Behandlung, bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises kommen folgende Maßnahmen zum Einsatz:

  • Feinmotorik- und Schreibtraining
  • Arm- und Handfunktionstraining
  • Sensibilitäts- und Wahrnehmungstraining
  • Alltagstraining
  • Hilfsmittelberatung und Ergonomietraining
  • Einsatz von Handwerk und/ oder funktionellen Spielen

Die Behandlung wird als Einzelbehandlung verordnet.

Die sensomotorisch-perzeptive Behandlung dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der sensomotorischen und perzeptiven Funktionen mit den daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen. Sie umfasst insbesondere folgende Maßnahmen:

  • Desensibilisierung bzw. Sensibilisierung einzelner Sinnesfunktionen
  • Koordination, Umsetzung und Integration von Sinneswahrnehmungen
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • Hemmung und Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster und Bahnung normaler Bewegungen
  • Stabilisierung sensomotorischer und perzeptiver Funktionen mit Verbesserung der Gleichgewichtsfunktion
  • Kompensation eingeschränkter praktischer Möglichkeiten durch Verbesserung der kognitiven Funktionen, Erlernen von Ersatzfunktionen
  • Entwicklung und Verbesserung im situationsgerechten Verhalten und der zwischenmenschlichen Beziehung
  • Erlangen der Grundarbeitsfähigkeiten
  • Verbesserung der Mund- und Essmotorik
  • Verbesserung der eigenständigen Lebensführung (Aktivitäten des täglichen Lebens = ADL), auch unter Einbeziehung technischer Hilfen (z. B. Nahrungsaufnahme, Anziehen usw.)

Die sensomotorisch-perzeptive Behandlung kommt bei neurologischen Erkrankungen, Apoplex, Parkinson, ADHS, Entwicklungsverzögerung bei Kindern und Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises zum Einsatz und umfasst folgende Bereiche:

  • Feinmotorik- und Schreibtraining
  • Arm- und Handfunktionstraining
  • Sensibilitäts- und Wahrnehmungstraining
  • Alltagstraining
  • Hilfsmittelberatung und Ergonomietraining
  • Einsatz von Handwerk und/ oder funktionellen Spielen

Die Behandlung wird als Einzelbehandlung verordnet.

Das Hirnleistungstraining bzw. die neuropsychologisch orientierte Behandlung dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der neuropsychologischen Hirnfunktionen, insbesondere der kognitiven Störungen und der daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen. Sie umfasst insbesondere folgende Maßnahmen:

  • Verbesserung und Erhalt kognitiver Funktionen wie Konzentration, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit, Orientierung, Gedächtnis sowie Handlungsplanung und Problemlösung
  • Erlangen der Grundarbeitsfähigkeiten
  • Verbesserung der eigenständigen Lebensführung, auch unter Einbeziehung technischer Hilfen

Folgende Verfahren kommen bei kognitiven Störungen, Demenz, Apoplex zum Einsatz:

  • Konzentrations- und Gedächtnistraining
  • Memory
  • PC-Programme

Die Behandlung wird als Einzelbehandlung verordnet.

Zur Unterstützung der verschiedenen Therapieformen:

  • Wärme
  • Kälte

Eine psychisch-funktionelle Behandlung dient der gezielten Therapie krankheitsbedingter Störungen der psychosozialen und sozio-emotionalen Funktionen und den daraus resultierenden Fähigkeitsstörungen. Sie umfasst insbesondere folgende Maßnahmen:

  • Verbesserung und Stabilisierung der psychischen Grundleistungsfunktionen wie Antrieb, Motivation, Belastbarkeit, Ausdauer, Flexibilität und Selbständigkeit in der Tagesstrukturierung
  • Verbesserung eingeschränkter körperlicher Funktionen wie Grob- und Feinmotorik, Koordination und Körperwahrnehmung
  • Verbesserung der Wahrnehmungsverarbeitung
  • Verbesserung der Realitätsbezogenheit, der Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Verbesserung des situationsgerechten Verhaltens, auch der sozio-emotionalen Kompetenz und Interaktionsfähigkeit
  • Verbesserung der kognitiven Funktionen
  • Verbesserung der psychischen Stabilisierung und des Selbstvertrauens
  • Verbesserung der eigenständigen Lebensführung und der Grundarbeitsfähigkeiten

Bei schwerstbetroffenen Patienten dient die psychisch-funktionelle Behandlung der Erhaltung des Ist-Zustandes und kommt bei Demenz und verhaltensauffälligen Kindern zum Einsatz. Sie umfasst eine Auswahl von geeigneten Techniken aus dem Gesamtangebot zum alltagsorientierten Training. Die Behandlung wird als Einzelbehandlung verordnet.

Kontakt

Sport- und Rehazentrum

Stadtrandstraße 555

13589 Berlin

Tel.: 030 3702-29025/ -29026

Fax: 030 3702-29027

 
Sie finden uns in den Häusern 3 und 16a:
Geländeplan

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Haus 3 und 16a:
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Freitag
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Kraftraum Haus 16a:
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Freitag
9:00-16:00 Uhr

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