Unser Newsletter: Leben im Hospiz

Alle bisher erschienenen Ausgaben können Sie im Folgenden nachlesen.

Ehrenamt als wichtige Stütze der Hospizarbeit

Am Lebensende nicht allein sein – das wünschen sich die meisten Menschen. Für die Gäste des Paul Gerhardt Diakonie Hospizes wird dieser Wunsch Wirklichkeit. Neben den Mitarbeitern kommen auch viele Ehrenamtliche Tag für Tag in unsere Einrichtung. Sie helfen in der Küche und im Garten oder packen bei besonderen Anlässen mit an. Im intensiven Kontakt mit den Hospizgästen sind dabei vor allem unsere ehrenamtlichen Hospizhelfer. Rüdiger von Sanden ist einer von ihnen. In diesem Newsletter erzählen wir Ihnen daher von seiner Tätigkeit. Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen

Andrea Chuks, Leiterin des Paul Gerhardt Diakonie Hospizes

Wenn plötzlich alles andere unwichtig wird

Das Loslassen sei oft das Schwierigste für Menschen, die unheilbar krank sind. Alles, womit sie sich identifi ziert haben, wird plötzlich unwichtig; die Endlichkeit rückt in den Mittelpunkt. Als ehrenamtlicher Hospizbegleiter des ambulanten Paul Gerhardt Diakonie Hospizdienstes möchte Rüdiger von Sanden beim Loslassen helfen und die Angst nehmen.

Rüdiger von Sanden ist 69 Jahre alt. Kurz nach seinem Eintritt in den Ruhestand bildete er sich zum Hospizbegleiter weiter. Mehrmals monatlich traf er sich ein Jahr lang mit anderen späteren Ehrenamtlichen und lernte von Psychologen, Ärzten und Palliativmedizinern. Das Wichtigste: „Menschen verändern sich im Laufe ihres Lebens und auch im Sterbeprozess. Manche werden aggressiv, dement, wehmütig oder bleiben einfach nur in sich gekehrt. Es ist wichtig, dass wir ihnen trotzdem mit Würde und Demut begegnen“, fasst von Sanden zusammen. Die Praxis lehrte ihn außerdem, dass die eigene Persönlichkeit wichtiger ist als auswendig gelernte Sätze. „Man geht hinein in die Situation und schaut. Ich muss sein können, wie ich bin. Anders geht es nicht. Die Zusammenarbeit mit den Menschen ist individuell und nie wie im Lehrbuch.“

Zuletzt besuchte Rüdiger von Sanden den 74-jähren Werner Lohrengel. Die Treffen fanden kurz nach der Krebsdiagnose vor einem Jahr zuerst zu Hause, später in verschiedenen Krankenhäusern, dann wieder zu Hause und am Schluss im Hospiz statt. Was hat Werner Lohrengel diese Zeit bedeutet? „Wir sind Freunde geworden. Das hätte ich nicht gedacht bei Männern in unserem Alter“, sagte er noch wenige Tage vor seinem Tod Mitte Juni 2017.

Am Anfang ging es um viele praktische Dinge: Kleine Einkäufe, das Testament, der Autoverkauf. Später wurden dann aber mehr und mehr die großen Dinge des Lebens thematisiert, sein Sinn. Rüdiger von Sanden hat Werner Lohrengel dabei geholfen, diese Dinge wiederzuentdecken.

Rüdiger von Sanden ist einer von 66 ehrenamtlichen Hospizhelfern des ambulanten Hospizdienstes der Paul Gerhardt Diakonie. Der Hospizdienst koordiniert die Ausbildung und die Einsätze der Helfer. Nach der Weiterbildung werden die Ehrenamtler in monatlichen Supervisionstreffen praktisch unterstützt. Die Begleitung durch den Hospizdienst ist für die schwerstkranken Menschen kostenfrei und wird durch Krankenkassen gefördert und durch Spenden ermöglicht.

Haben Sie Interesse an einem Ausbildungskurs für ehrenamtliche Hospizbegleitung? Dann wenden Sie sich an die Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes der Paul Gerhardt Diakonie Annett Morgenstern: annett.morgenstern(at)pgdiakonie.de oder Telefon 030 8955-5038.

Hilfe in der Küche und im Garten gesucht

Im Paul Gerhardt Diakonie Hospiz freuen wir uns nicht nur über die Ehrenamtlichen Einsätze im Hospizdienst, sondern auch sehr über Helfer, die im Alltag mit anpacken.

Der Garten ist für viele Bewohner des Hospizes sehr wichtig. Damit er schön bleibt, muss gepfl anzt, gewässert, Unkraut gejähtet und Laub geharkt werden. Unterstützung wird auch in der Küche benötigt. Wer gerne kocht, backt und Speisen zubereitet, kann bei der Vorbereitung der Mahlzeiten beispielsweise an einem festen Abend pro Woche helfen. Ehrenamtliche werden auch für Veranstaltungen wie Konzerte oder Weihnachtsmärkte gebraucht: Haben Sie etwas Zeit und Lust, sich zu engagieren? Dann melden Sie sich bei uns!

Gerne können Sie uns unterstützen:

Der Paul Gerhardt Diakonie Förderverein e. V. unterstützt viele Projekte der Hospiz- und Palliativarbeit.
Wenn auch Sie helfen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende:
Spendenkonto des Paul Gerhardt Diakonie Förderverein e.V.
Commerzbank
IBAN: DE51 1004 0000 0642 9989 00
BIC: COBADEFFXXX
Stichwort: Hospiz- und Palliativarbeit

Wenn Sie den Newsletter in anderer Form erhalten möchten (postalisch oder per E-Mail möglich) oder andere Nach fragen zum Thema haben, stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Vielen Dank für Ihre Unterstützung in 2016!

In 2016 wurden der Hospiz- und Palliativarbeit der Paul Gerhardt Diakonie insgesamt 94.000 Euro gespendet. Das Geld verwenden wir im Hospiz und den Krankenhäusern der Paul Gerhardt Diakonie unter anderem für die Ausbildung von ehrenamtlichen Helfern des ambulanten Hospizdienstes, für eine Vollzeitstelle im Bereich Hauswirtschaft, für die Musik- und Kunsttherapie, für die Ausbildung im Palliativbereich sowie für die wohnliche Gestaltung der Zimmer.
Mit der zweiten Ausgabe unseres Newsletters sagen wir ganz herzlich „Danke“ und blicken auf das Jahr 2016 zurück. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre.

Herzliche Grüße
Andrea Chuks, Leiterin des Paul Gerhardt Diakonie Hospizes

26. Februar und 17. November | Konzerte mit Peer Fritze und Jochen Horvath

Peer Fritze und Jochen Horvath bringen mit Gitarre und Akkordeon Klänge aus der ganzen Welt ins Hospiz.

9. März | Frühjahrsputz

Das Hospizteam und ehrenamtliche Hospizhelfer machen den Hospizgarten gemeinsam flott. Laub und Unrat werden beseitigt, Pflanzen beschnitten und die Flächen geharkt – der Frühling kann kommen.

27. Mai | Paul Gerhardt Gedenktag

Mit einer kleinen Feier anlässlich des Todestages von Paul Gerhardt gedenken Gäste, Angehörige und Mitarbeiter dem Namensgeber des Hospizes. In gemütlicher Runde erfahren alle etwas über das Leben und die Stücke des Kirchenlieddichters.

Ganzjährig | „Café der kleinen Schritte“

Im „Café der kleinen Schritte“ können sich die Angehörigen der Gäste des Paul Gerhardt Diakonie Hospizes begegnen. Menschen, die mit der Begleitung eines unheilbar kranken Nahestehenden in einer ähnlichen Lebenssituation sind, geben ihrer Trauer und ihren Fragen Raum und Zeit. Das Hospizteam berät gern. Das Café für Angehörige gibt es bereits seit Anfang 2015 14tägig.

Regelmäßig | Arbeit mit Schülern

Schüler der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege der Paul Gerhardt Diakonie besichtigen das Hospiz im Rahmen der Themenbereiche onkologische Pflege sowie Pflege von Schwerstkranken und Sterbenden regelmäßig. Auch aus externen Ausbildungseinrichtungen kommt Besuch – zum Beispiel von Schülern der Ausbildung Sozialassistenz. Außerdem besucht Andrea Chuks den Religionsunterricht der Potsdamer Marienschule. Siebent- und Neuntklässler erfahren im Projekt „Hospiz macht Schule“ etwas über Hospize.

Erste Adventswoche | Plätzchen backen

Mitarbeiterinnen läuten mit Hospizgästen und deren Angehörigen die Weihnachtszeit ein. Gemeinsam werden Plätzchen gebacken – und selbstverständlich verspeist.

27. November | Weihnachtsmarkt der Grunewaldgemeinde

Das Hospiz und der Hospizdienst der Paul Gerhardt Diakonie präsentieren sich am 1. Advent auf dem Weihnachtsmarkt der Grunewaldgemeinde. Mitarbeiter und ehrenamtliche Hospizhelfer informieren dort u.a. über die Ausbildung zum ehrenamtlichen Trauerbegleiter. Die Ausbildung wird bisher nicht öffentlich gefördert. Damit der Hospizdienst auch 2017 wieder 13 Ehrenamtliche ausbilden kann, sammelt die Gemeinde in ihrem Jahresspendenprojekt. Den ersten Durchlauf der Ausbildung in 2016 begleiteten zwei hauptamtliche Mitarbeiterinnen – so war der Kontakt zwischen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern gleich intensiv.

3. Dezember | Miniadventsmarkt

Mit einem Spaziergang über den Miniadventsmarkt und bei Glühwein und warmer Suppe können unsere Hospizgäste ein weihnachtliches Gefühl bekommen. Die MitarbeiterInnen bieten selbstgemachte Wollsocken und Handtaschen an. Ein Quartett der Potsdamer Marienschule sorgt im vorweihnachtlichen Trubel mit einem kleinen Konzert für die passende Stimmung.

15. Dezember | Auslosung der Tombola

Bei der 5. Tombola des Fördervereins der Paul Gerhardt Diakonie wurden mit dem Verkauf von 3.637 Losen insgesamt 9.092,50 Euro für die Hospiz- und Palliativarbeit gesammelt. „Wir danken allen Loskäufern und Preisspendern herzlich für die Unterstützung“, so die für den Förderverein der PGD zuständige Dr. Karin Barnard.

Gerne können Sie uns unterstützen:

Der Paul Gerhardt Diakonie Förderverein e.V. unterstützt viele Projekte der Hospiz- und Palliativarbeit im musikalischen Bereich. Wenn auch Sie helfen möchten, können Sie das mit einer Spende tun:
Spendenkonto des Paul Gerhardt Diakonie Förderverein e.V.
Commerzbank | IBAN: DE51 1004 0000 0642 9989 00 | BIC: COBADEFFXXX
Stichwort: Hospiz- und Palliativarbeit

Wenn Sie den Newsletter in anderer Form erhalten möchten (postalisch oder per E-Mail möglich) oder andere Nachfragen zum Thema haben, stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Wie Musik helfen kann

Seit der Eröffnung unseres Paul Gerhardt Diakonie Hospizes im Jahr 2013 werden bei uns Menschen am Ende ihres Lebens durch Pflegende und ehrenamtliche Helfer Tag und Nacht professionell und fürsorglich betreut. Eine geborgene und häusliche Atmosphäre, die Integration der Familien, kulturelle und geistliche Angebote und auch die Begleitung von Angehörigen über den Tod des Hospizgastes hinaus sind wichtige Bestandteile des Lebens im Hospiz. Besondere Bedeutung hat die Musik in unserem Hospiz – sichtbar bereits durch unseren Schirmherren, den Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle Christian Thielemann. In der ersten Ausgabe unseres Infoblattes „Leben im Hospiz“ wollen wir Ihnen daher die musikalischen Angebote im und für das Hospiz vorstellen.

Herzliche Grüße, Andrea Chuks, Leiterin des Paul Gerhardt Diakonie Hospizes

Den Gefühlen in der Musik Ausdruck verleihen

Die Veeh-Harfe mit NotenmusterGefühle können mit Musik und Kunst besonders gut zum Ausdruck gebracht werden. Künstlerische Therapien helfen deshalb auch dabei, die Themen Sterben, Tod und Trauer zu verarbeiten. Einmal wöchentlich musiziert die Musiktherapeutin Martina Zahn mit den Gästen des Paul Gerhardt Diakonie Hospizes und setzt hierbei die sogenannte Veeh-Harfe ein. Diese ermöglicht auch musikalisch ungeübten Menschen, vertraute Lieder selbst zu spielen oder Gefühlen einen Ton zu geben.
„Musik kann als Türöffner wirken“, so Martina Zahn. Regelmäßig geben die Musiktherapeutin, Schulklassen oder Ehrenamtliche Mitmachkonzerte im Gemeinschaftsraum des Hospizes.

Live Music Now Berlin e.V. zu Gast im Hospiz

Konzert mit Ksenia Fedoruk und Arthur Rusankovsky im Juni 2016. Foto: Charlene Rautenberg (Berliner Morgenpost)Das Ziel des Vereins Live Musik Now Berlin e.V. geht auf die Grundidee des Dirigenten Yehudi Menuhin zurück: „Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude“. Live Music Now möchte Konzerte deshalb zu den Menschen bringen, die nicht selbstständig große Veranstaltungshäuser besuchen können. Seit vergangenem Jahr organisiert der Verein deshalb auch Konzerte im Paul Gerhardt Diakonie Hospiz. Zweimal jährlich spielen junge talentierte Künstler, die durch den Verein gefördert werden, für Hospizgäste. Das nächste Konzert, zu dem wir Sie noch einladen werden, findet im Herbst statt.

Sibelius Orchester spielt für Hospizarbeit der Paul Gerhardt Diakonie

Sopranistin Anna Smith mit dem Sibelius Orchester beim Konzert im Juni 2016Regelmäßig spielt das Sibelius Orchester zugunsten der Hospiz- und Palliativarbeit in der Paul Gerhardt Diakonie. Neben den Musikern des Orchesters – meist keine Profis – setzen sich auch der Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf und das Schillergymnasium für die Konzerte in der einhundertjährigen Aula der Schule ein. In den Konzerten, die das Orchester oft als Generalproben nutzt, wurden insgesamt schon mehr als 3.000 Euro erspielt. „Die Spenden leisten einen wichtigen Beitrag zur Musik- und Kunsttherapie in unserem Hospiz, den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen“, so Dr. med Karin Barnard, die in der Paul Gerhardt Diakonie für die Förderprojekte zuständig ist und die Fachgruppe Palliativmedizin leitet.

Britisches Jugendorchester spielt für das Projekt „Ein Hospiz in Wittenberg“

Konzert des Suffolk Youth Orchestra im Juli 2016Die Paul Gerhardt Diakonie möchte ein zweites Hospiz in der Lutherstadt Wittenberg bauen und sammelt dafür Spenden. Unterstützung kam dabei ganz überraschend vom Lions Club Wittenberg, der ein Konzert zugunsten des neuen Hospizes mit Unterstützung des Suffolk Youth Orchestra veranstaltet hat. Knapp 400 Zuhörer durften den jungen Musikern lauschen, die Veranstalter waren sehr zufrieden: „Das Konzert zeigt, wie viele Menschen sich für Schwerstkranke und Sterbende einsetzen, alte und junge, Briten und Deutsche, Musiker und Interessierte – ein toller Erfolg, zu dem so viele Menschen beigetragen haben“, so Dr. med Karin Barnard. Das Suffolk Youth Orchestra tritt regelmäßig in Großbritannien aber auch ganz Europa auf. Die 106 jungen Musiker im Alter zwischen 13 und 21 Jahren musizierten auch schon bei zahlreichen Anlässen zu Ehren der Queen. Der britische Botschafter Sir Sebastian Wood war Schirmherr des Konzertes.

Gerne können Sie uns unterstützen:

Der Paul Gerhardt Diakonie Förderverein e.V. unterstützt viele Projekte der Hospiz- und Palliativarbeit im musikalischen Bereich. Wenn auch Sie helfen möchten, können Sie das mit einer Spende tun:
Spendenkonto des Paul Gerhardt Diakonie Förderverein e.V.
Commerzbank | IBAN: DE51 1004 0000 0642 9989 00 | BIC: COBADEFFXXX
Stichwort: Hospiz- und Palliativarbeit

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Kontakt

Paul Gerhardt Hospiz

Auguste-Viktoria-Straße 10

14193 Berlin

Tel.: 030 8955-5300

Fax: 030 8955-5305

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