Die Klinik für Kardiologie stellt sich vor

In der Klinik für Kardiologie versorgt ein hochspezialisiertes Team von Kardiologen Patientinnen und Patienten mit akuten und chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Je sorgfältiger die Diagnostik, desto erfolgreicher die Therapie

Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems gehören zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland. Am Herzen zu erkranken, kann dabei jede und jeden von uns treffen. Oft ist das mit körperlichen Einschränkungen und Ängsten verbunden. Entscheidend für den Verlauf und die schnelle Genesung sind eine genaue Diagnostik und eine zielgerichtete Therapie.

In der neuen Klinik für Kardiologie im Martin Luther Krankenhaus sind Sie jederzeit bestens aufgehoben! Als erfahrenes Team von Kardiologen behandeln wir ein breites Spektrum an akuten und chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hierfür steht uns ein moderner OP-Bereich zur Verfügung, in dem wir Diagnostik und Therapie minimalinvasiv durchführen, unterstützt mit neuesten bildgebenden Verfahren.

Unsere Behandlungsschwerpunkte

Bei Herzrhythmusstörungen kommt das Herz aus dem Takt: Es schlägt schneller oder langsamer als es sollte, oder es treten zusätzliche Herzschläge auf (Extrasystolen).

Besonders häufig ist das Vorhofflimmern, bei dem das Herz unregelmäßig und zu schnell schlägt. Patientinnen und Patienten spüren zum Beispiel Herzrasen, Herzstolpern, Luftnot, Brustschmerzen oder Schwindel. Unbehandelt ist das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall stark erhöht. Durch das Veröden (Ablation) bestimmter Zellen des Herzmuskels durch Kälte oder Wärme kann die Rhythmusstörung beseitigt werden.

Ebenfalls verbreitet sind sogenannte AV-Blockierungen, auch atrioventrikuläre Überleitungsstörung genannt. Hier ist die Reizübertragung zwischen den Vorhöfen und der Herzkammer gestört. Die Folge: Der Puls fällt stark ab, was zu Schwindel oder Bewusstlosigkeit führen kann, im Extremfall zum Herzstillstand. Durch das Einsetzen eines Herzschrittmachers kann dem vorgebeugt werden. Zudem können auch schnelle (maligne) Herzrhythmusstörungen entstehen, die durch die Therapie mit einem Defibrillator beendet werden können.

Bei der Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Herzrhythmusstörungen verfügt unser Team über langjährige Erfahrung in leitenden Funktionen in der Universitätsmedizin und damit in der Behandlung von komplexen Fällen, misslungenen Eingriffen sowie risikoreichen Prozeduren.

Um den Herzschlag aufrecht zu erhalten, muss der Herzmuskel permanent mit sauerstoffreichem Blut versorgt werden. Dies übernehmen die Herzkranzgefäße (Koronararterien). Wenn sich hier Ablagerungen bilden, verengen sich die Gefäße („verkalken“) und es gelangt weniger Blut zum Herzmuskel. Das Herz wird immer weniger belastbar. Betroffene merken dies anhand eines Engegefühls im Brustkorb (Angina Pectoris) und Schmerzen in der Herzgegend, oft zunächst nur unter körperlicher Anstrengung.

Die koronare Herzkrankheit kann Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche bis hin zum Herzinfarkt verursachen. Erhöhte Blutfette, Diabetes, Bluthochdruck, Bewegungsmangel und Rauchen erhöhen das Krankheitsrisiko. Die Therapie besteht darin, die Engstellen in den Koronararterien zu beseitigen, etwa durch die Aufdehnung des Gefäßes mit einem Ballonkatheter oder das Einsetzen von Stents.

Schafft es das Herz nicht mehr, den Körper ausreichend mit Blut und damit Sauerstoff zu versorgen, liegt eine Herzinsuffizienz vor. Der Herzmuskel hat dann nicht mehr die Kraft, die ein gesundes Herz hat. Ursachen können zum Beispiel eine koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen sein.

In der Regel entwickelt sich die Herzschwäche langsam über Monate und Jahre. Patientinnen und Patienten merken dies an verminderter Leistungsfähigkeit und Müdigkeit, insbesondere nach körperlicher Belastung. Später können schon kleinere Anstrengungen oder sogar Ruhephasen Atemnot und Husten auslösen. Häufig kommt es auch zu Wassereinlagerungen in den Beinen und Füßen sowie zu ausgeprägtem nächtlichem Harndrang. Elektrische Stimulationstherapien, etwa über Schrittmacher, können die Beschwerden deutlich verbessern und Patientinnen und Patienten wieder spürbar Lebensqualität zurückgeben.

Vier Herzklappen sorgen dafür, dass das Blut im Herzen immer nur in eine Richtung fließt. Sie fungieren dabei als Ventile zwischen den beiden Herzkammern. Ist eine Herzklappe undicht (Klappeninsuffizienz) oder verengt (Klappenstenose), liegt ein Herzklappenfehler (Klappenvitium) vor. Dieser kann angeboren oder erworben sein, zum Beispiel durch eine bakterielle Infektion oder einen Herzinfarkt.

Herzklappenerkrankungen verlaufen zunächst meist beschwerdefrei, da das Herz sie eine Zeit lang ausgleichen kann. Erst im fortgeschrittenen Stadium zeigen sich Symptome wie eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Atemnot, Brustschmerz, kurze Bewusstlosigkeit oder Wassereinlagerungen. Viele Herzklappenfehler lassen sich mit schonenden, minimalinvasiven Eingriffen behandeln, ohne den Brustkorb öffnen zu müssen.

Kommt es zu einer „schlagartigen“ Unterversorgung des Gehirns mit Blut (in selteneren Fällen einer Blutung im Gehirn), liegt ein Schlaganfall vor, auch als Hirnschlag oder Hirninfarkt bezeichnet. Dabei handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der sofort behandelt werden muss, um langfristige Schäden zu verhindern und einzudämmen. Denn die Durchblutungsstörung führt dazu, dass Hirnzellen nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden, sodass sie drohen abzusterben. Das kann Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen, in schweren Fällen auch den Tod zur Folge haben.

Häufigste Ursache für einen Schlaganfall, wie auch beim Herzinfarkt, ist ein verstopftes Blutgefäß. Patientinnen und Patienten, die unter Vorhofflimmern (einer Herzrhythmusstörung) oder einem Herzklappenfehler leiden, gehören zur Risikogruppe, da diese Erkrankungen die Bildung von Blutgerinnseln begünstigen. Gelangen diese über die Blutbahn ins Gehirn, können sie einen Schlaganfall auslösen. Wichtig sind daher eine genaue Diagnostik des Herzens und vorbeugende Maßnahmen.

Mit jedem Herzschlag pumpt das Herz Blut in die Blutgefäße und übt so ständig von innen Druck auf die Gefäßwände aus. Dabei ist es normal, dass unser Blutdruck schwankt – er ist höher bei Aufregung und niedriger im Schlaf. Ist der Blutdruck jedoch dauerhaft zu hoch, können das Herz und andere Organe Schaden nehmen.

Unbehandelter Bluthochdruck begünstigt Herzrhythmusstörungen, koronare Herzkrankheit, Herzschwäche bis hin zum Herzinfarkt oder Schlaganfall. Er kann zudem Gefäßschäden in der Niere hinterlassen, sodass diese in ihrer Filterfunktion eingeschränkt wird und es zur chronischen Niereninsuffizienz kommt. Eine schlecht durchblutete Niere wiederum lässt den Blutdruck steigen, um die Durchblutung zu verbessern – ein Teufelskreis. Einengungen in den Nierenarterien können durch Ballonaufdehnung und Einsetzen von Stents beseitigt werden. Schrittmacher können das autonome Nervensystem stimulieren und auch auf diese Weise den Blutdruck regulieren.

Neben der kompetenten medizinisch-technischen Versorgung stehen die fürsorgliche Zuwendung und die individuelle Betreuung im Mittelpunkt unserer Arbeit.

Das Leistungsspektrum

  • Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen
  • Ablationstherapie (Veröden oder Vereisen) aller möglichen Herzrhythmusstörungen mit allen modernsten Verfahren (konventionelle Radiofrequenzablation, 3D Mapping, Kryoablation, Kryoballonablation, epikardiale Ablation)
  • Individualisierte Ablationstechnik bei der Behandlung von Vorhofflimmern entsprechend der Anatomie und des Krankheitsverlaufs
  • Persönliche Beratung und Aufklärung vor und nach der Behandlung durch den behandelnden Arzt in unserer Rhythmologischen Sprechstunde
  • Abklärung plötzlicher Bewusstlosigkeit (Synkopen) und Schwindelattacken
  • Implantation ausschließlich von hochwertigen MRT-fähigen Herzschrittmachern, Defibrillatoren und Ereignisrekordern
  • Herzkatheter-Untersuchung
  • Ausmessung von Engstellen mittels Ultraschall oder Licht und Messung des Blutflusses
  • Beseitigung von Einengungen in den Herzkranzgefäßen durch Ballonaufdehnung und Einsetzen von Stents
  •  individuelle medikamentöse Kombinationstherapie zur Verbesserung der Herzleistung
  • Therapie mit neuartigen Stimulationsgeräten
  • minimalinvasive Reparatur von defekten Herzklappen ohne Eröffnung des Brustkorbes
  • spezifische Implantate zur Verhinderung eines Schlaganfalls
  • individuelle medikamentöse Kombinationstherapie zur Verbesserung des Behandlungserfolgs und Minimieren der Nebenwirkungen
  • Stimulation des autonomen Nervensystems durch spezielle Schrittmacher

Das Ärzte-Team der Klinik für Kardiologie der Johannesstift Diakonie

Unser Ärzte-Team ist an verschiedenen Standorten tätig.

Unser Ärzte-Team

Prof. Dr. med. Dietrich Andresen

Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Notfallmedizin

Dr. med. Ivan Diaz Ramirez

Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin

PD Dr. med. Michael Laule

Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Angiologie

Prof. Dr. med. Heinz Theres

Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin

Dr. med. Thomas Schulz

Facharzt für Innere Medizin, Kardiologe und Notfallmediziner

thomas.schulz(at)pgdiakonie.de

Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Notfallmedizin

Unsere Assistenzärzte

  • Dr. med. Sophia-Helena Löble

Sprechstunden:

  • Herzschrittmacher-/ ICD- und CRT-Sprechstunde
    Dienstag (12:30 – 14:00 Uhr) und Donnerstag (9:00 – 10:00 Uhr)
    Termine für die Sprechstunde können telefonisch vereinbart werden.

In unseren Sprechstunden beraten wir Sie gern ausführlich und persönlich. Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter der Telefonnummer 030 8955-3611.

Kontakt

Martin Luther Krankenhaus

Klinik für Kardiologie

Caspar-Theyß-Straße 27-31

14193 Berlin

Sekretariat:

Tel.: 030 8955-3611

Fax: 030 8955-3613

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