Myomembolisation

Myome in der Gebärmutter (siehe Abbildung 1) können neben einer Operation auch organerhaltend mit einem gezielten Gefäßverschluss, der sogenannten Myomembolisation, behandelt werden. Blutungen werden vermindert oder gestoppt und das Wachstum der Myome wird aufgehalten, meist schrumpfen sie.

Die Indikation zu dieser Behandlung wird im Martin-Luther-Krankenhaus gemeinsam von Gynäkologen und Radiologen gestellt. So wird gewährleistet, dass Sie einen umfassenden Überblick über alle zur Verfügung stehenden Therapiemethoden und deren Vor- und Nachteile erhalten. Die Embolisation selbst wird durch die interventionellen Radiologen der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin des Martin-Luther-Krankenhauses durchgeführt.

Der Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung und dauert ca. 1 Stunde. Nach einem Einstich in der Leistengegend, vergleichbar einer Blutentnahme, führt der Arzt einen dünnen Katheter in Ihre Leistenarterie ein. Der Katheter wird bis in die Gebärmutter und Myome versorgende Uterusarterie vorgeschoben (siehe Abbildung 2). Durch den Katheter (Mikrokatheter ≤ 1mm im Durchmesser) werden unter Röntgenkontrolle winzig kleine Kügelchen (Mikropartikel) gezielt bis zum kompletten Gefäßverschluss eingebracht (siehe Abbildung 3). Damit werden die Myome nicht mehr mit Blut versorgt, die Gebärmutter selbst bleibt aber durchblutet und erhalten (siehe Abbildung 4). Direkt im Anschluss erfolgt eine individuell auf Sie abgestimmte schmerzstillende und krampflösende Therapie, für die Sie 1-2 Tage in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe bleiben.

Abbildung 1: Es gibt fünf verschiedene Arten von Uterusmyomen, die je nach Lage im Uterus unterschieden werden.
Abbildung 2: Bei diesem Verfahren wird ein kleiner Katheter durch die Leiste in die Oberschenkelarterie eingeführt und dann in die Gebärmutterarterie vorgeschoben. Durch den Katheter werden winzige Kügelchen injiziert.
Abbildung 3: Über die Blutgefäße gelangen die Kügelchen zum Myom, wo sie die Blutversorgung des Myoms blockieren.
Abbildung 4: Ohne ausreichende Blutversorgung schrumpft das Myom. In der Regel klingen dadurch allmählich die Beschwerden in Verbindung mit dem Uterusmyom ab.

Termine für eine interdisziplinäre Beratung hinsichtlich einer Myomembolisation und Therapiealternativen für Ihren individuellen Fall erhalten Sie über die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe unter der Telefonnummer 030 8955-3344 oder per E-Mail unter gyn.martin-luther(at)pgdiakonie.de.

Zu dem Termin bringen Sie bitte einen Überweisungsschein und wenn vorhanden radiologische Aufnahmen des Unterbauches (z. B. MRT) oder auch Arztbriefe/ OP-Berichte vorausgegangener Eingriffe mit.

Prof. Dr. med. Uwe Andreas Ulrich

Chefarzt
Prof. Dr. med. Uwe Andreas Ulrich

Kontakt

Martin Luther Krankenhaus

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Caspar-Theyß-Straße 27-31

14193 Berlin

Sekretariat:
Anja Schleumann

Tel.: 030 8955–3311

Fax: 030 8955–3366

Sprechstunde

Anmeldung für die Sprechstunden und Operationen

Montag bis Freitag
9:00-15:00 Uhr

Tel.: 030 8955-3344 / 030 8955-3311

Anfahrt