Spezialisierung Kniegelenkersatz

Mit zunehmendem Lebensalter kommt es häufig zu Schmerzen im Kniegelenk. Häufigste Ursache dafür ist der Gelenkverschleiß, infolge dessen es auch zu Bewegungseinschränkungen kommt.

Die Implantation eines Kunstgelenkes steht am Ende der Behandlung des Gelenkverschleißes. Es sollte immer überprüft werden, ob zunächst andere Maßnahmen zur Therapie (beispielsweise durch Physiotherapie oder Medikamente) in Frage kommen. Das Kniegelenk kann durch verschiedene Erkrankungen (z. B. Arthrose, Rheuma) jedoch soweit zerstört werden, dass nur durch einen Ersatz eine weitgehend normale Funktion wiederherzustellen ist.

Dabei besteht die Möglichkeit durch Teilersatz (Schlittenprothese, Ersatz des Kniescheibengelenks) nur den betroffenen Teil des Gelenks zu ersetzen. In den meisten Fällen muss jedoch das gesamte Gelenk ausgetauscht werden (Vollprothese). Neue Operationstechniken und Prothesenmaterialien sowie Fortschritte beim Infektionsschutz haben dazu geführt, dass Patienten heute von Kunstgelenken eine effektive Schmerzlinderung und Wiederherstellung ihrer früheren Mobilität erwarten können.

Ergebnisse

Bei den meisten Patienten sind nach der Operation die Schmerzen weitgehend gelindert. Sie können das Knie wieder bis 100° beugen und uneingeschränkt ihren täglichen Aktivitäten nachgehen. Da es sich bei dem neuen Kniegelenk um eine Prothese handelt, kann es jedoch gelegentlich zu Missempfindungen in der Knieregion und Taubheitsgefühle in der Hautpartie um die Operationsnarbe kommen.

Das künstliche Kniegelenk

Zur Behandlung  der Ursachen von Arthrose stehen verschiedene konservative und operative Verfahren zur Verfügung. Wir haben die Behandlungsmethoden hier für Sie zusammengestellt.

Ist nur die Innenseite des Kniegelenkes beschädigt, kann diese durch eine Schlittenprothese ersetzt werden. Bei jüngeren oder sehr aktiven Patienten sollte jedoch immer überprüft werden, ob auch eine Korrektur der Beinachse in Frage kommt (Umstellungsosteotomie). Ein Vorteil der Schlittenprothesen ist, dass sie mit Hilfe schonender minimalinvasiver Verfahren über einen kleinen Hautschnitt implantiert werden können. Dadurch ist die Rehabilitationsdauer wesentlich geringer.

Wenn nur das Kniescheibengelenk beschädigt ist, kann dieses durch eine Kniescheibenprothese ersetzt werden. Bei jüngeren oder sehr aktiven Patienten sollte jedoch immer überprüft werden, ob auch eine Korrektur des Kniescheibengleitweges mit lokaler Behandlung des Gelenkknorpels in Frage kommt.

Moderate sportliche Betätigung hat positive Auswirkungen auf die Lebensdauer der Endoprothese. Wir beraten Sie gerne bei der Wahl einer geeigneten Sportart.

Bereits im Krankenhaus wird mit einer individuell abgestimmten Physiotherapie begonnen. Wir organisieren für Sie einen nahtlosen Übergang in eine stationäre oder ambulante Rehabilitation. Im Anschluss an die Rehabilitationsmaßnahme bieten wir spezielle Trainingsgruppen für die Träger von Hüft- und Knieendoprothesen in unserer Rehablilitationsabteilung an.

Weiterführende Informationen

Die wichtigsten Fragen rund um Arthrose und Gelenkersatz beantworten wir in unserem Patientenratgeber Gelenkverschleiß.

Dr. med. Karl Schmoranzer

Leitender Oberarzt
Dr. med. Karl Schmoranzer

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