Spezialisierung Hüftgelenkersatz

Die Implantation eines Kunstgelenkes steht am Ende der Maßnahmen zur Therapie des Gelenkverschleißes. Auch beim Absterben des Hüftkopfes (Hüftkopfnekrose) oder bei Brüchen des Schenkelhalses kann diese Operation angezeigt sein.

Neue Operationstechniken und Prothesenmaterialien sowie Fortschritte beim Infektionsschutz haben dazu geführt, dass Patienten heute von Kunstgelenken eine effektive Schmerzlinderung und Wiederherstellung ihrer früheren Mobilität erwarten können. Die Haltbarkeit eines Kunstgelenkes ist jedoch nicht unbegrenzt. Sie liegt heute zwischen 10 und 20 Jahren. Aus diesem Grunde sollte die Indikation zur Implantation eines Kunstgelenkes bei jüngeren Patienten sehr sorgfältig überdacht werden.

Minimalinvasive Operationstechniken

Wann immer es medizinisch möglich ist, wenden wir minimalinvasive Operationstechniken an. Dadurch können Endoprothesen am Hüftgelenk über kleine Schnitte muskelschonend eingebracht werden. Dies ist weniger belastend für den Körper und die Rehabilitation nach der Operation verläuft schneller.

Ergebnisse

Bei den meisten Patienten sind nach der Operation die Schmerzen weitgehend gelindert. Sie können das Gelenk besser bewegen und uneingeschränkt ihren täglichen Aktivitäten nachgehen. Da es sich bei dem neuen Gelenk um eine Prothese handelt, kann es gelegentlich zu Missempfindungen wie Taubheitsgefühlen in der Hautpartie um die Operationsnarbe kommen.

Informationen rund um den Ablauf der Operation und das Leben mit dem künstlichen Gelenk finden Sie hier.

Das Martin-Luther-Krankenhaus ist Vertragspartner verschiedener Krankenkassen zur „Integrierten Versorgung“ mit Hüftendoprothesen.

Das künstliche Hüftgelenk

Die Haltbarkeit des Kunstgelenks hängt von vielen Faktoren ab: vom Gewicht des Patienten, von seiner Aktivität, davon, ob Erkrankungen in anderen Gelenken der unteren Gliedmaßen vorliegen usw. Das Kunstgelenk kann zehn bis zwölf Jahre oder noch länger halten. Neue Operationstechniken ermöglichen es, die Prothese zu entfernen und durch ein neues Implantat zu ersetzen. Idealerweise sollte sie jedoch möglichst ein Leben lang halten, ohne dass eine Wechseloperation erforderlich ist.

Der neue Kopf und die neue Pfanne können auf verschiedene Weisen im Knochen verankert werden. Hat der Knochen noch eine gute Qualität können beide Komponenten ohne Zement verankert werden. Das ist oft bei jüngeren Patienten der Fall. Ein Vorteil der Verankerung ohne Zement ist, dass bei einer später notwendigen Wechseloperation nur wenig Knochen geopfert werden muss.

Bei weichem Knochen empfiehlt sich zur sicheren Verankerung jedoch die Verwendung von Knochenzement. Dabei handelt es sich um einen Kunststoff, der die Verzahnung mit dem Umgebungsknochen verbessert. Das ist oft bei älteren Patienten mit Osteoporose der Fall. Am Hüftgelenk wird zum Fixieren der Prothese meist ein Acrylzement, auch Polymethylmetacrylat (PMMA) genannt, verwendet. Er weist eine hohe Festigkeit auf und wird vom Körper gut vertragen.

Auch sportliche Betätigungen sind nach Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes wieder möglich. Von Vorteil sind Sportarten mit „weichen" Bewegungsabläufen wie Schwimmen, Fahrradfahren, Langlauf oder Nordic Walking. Wir beraten Sie gerne bei der Wahl einer geeigneten Sportart.

Die meisten Patienten verbringen etwa zehn Tage im Krankenhaus. Wir organisieren für Sie einen nahtlosen Übergang in eine stationäre oder ambulante Rehabilitation.

Weiterführende Informationen

Die wichtigsten Fragen rund um Arthrose und Gelenkersatz beantworten wir in unserem Patientenratgeber Gelenkverschleiß.

Dr. med. Karl Schmoranzer

Leitender Oberarzt
Dr. med. Karl Schmoranzer

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