Häufig gestellte Fragen zur Behandlung des diabetischen Fußsyndroms

Fragen und Antworten zum Krankheitsbild

Was passiert, wenn ich Hinweise für eine Durchblutungsstörung/Nervenschädigung bei mir feststelle?

In diesem Fall ist dringend eine weiterführende Diagnostik erforderlich, um das Ausmaß zu überprüfen. Hierzu können Sie sich in unserer Fußambulanz vorstellen. Wir werden eine Basisuntersuchung durchführen und Sie dann beraten.

Wie ist der Behandlungsablauf beim Diabetischen Fußsyndrom, wenn eine stationäre Behandlung erforderlich ist?

Nach der stationären Aufnahme wird der Schwerpunkt neben der lokalen Wundbehandlung auf die Ursachendiagnostik gelegt. So werden wir die Durchblutung (arterielle Verschlusskrankheit) und das Ausmaß der Nervenschädigung (Neuropathie) überprüfen und die notwendige Therapie nach einer interdisziplinären Fallbesprechung einleiten.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es, wenn ich bereits eine Fußläsion habe?

Ist die Ursache für die Wunde am Fuß eine Schädigung der Nerven, liegt der Schwerpunkt der Behandlung auf der Wundbehandlung und auf der konsequenten Druckentlastung.

Ist die Ursache eine Durchblutungsstörung, werden Behandlungsmaßnahmen zur Verbesserung der Durchblutung eingeleitet. Wir verfügen im Diabetischen Fußzentrum über alle Möglichkeiten, Gefäßverengungen im Rahmen einer radiologischen Untersuchung minimalinvasiv mit Hilfe einer Ballondilatation/ Stenteinlage wieder zu erweitern. Alle notwendigen gefäßchirurgischen Maßnahmen können ebenfalls durchgeführt werden.

Die lokale Wundversorgung wird der Wundsituation entsprechend festgelegt und bei Veränderungen immer wieder neu angepasst.

Unabhängig von der Ursache der Fußläsionen erfolgt eine Überprüfung und gegebenenfalls Verbesserung der Stoffwechseleinstellung.

In Diabetesschulungen beraten wir Sie zur Prophylaxe und Früherkennung von erneuten Wunden.

Wann ist ein stationärer Aufenthalt notwendig?

Bei einer Entzündung der Wunden oder bei nicht voranschreitender Wundheilung ist ein stationärer Aufenthalt sinnvoll, da eine Behandlung der Ursachen erforderlich ist.

Wer passt meinen Spezialschuh an?

In unserem Auftrag wird die Schuhversorgung von Orthopädietechnikern/ Ortopädieschuhmachern angefertigt und vor der Entlassung zur Verfügung gestellt.

Fragen und Antworten zum stationären Aufenthalt

Welche Unterlagen muss ich mitbringen?

Bitte bringen Sie alle Unterlagen von Voruntersuchungen und bereits vorhandene Schuhversorgungen mit. Auch die Dokumentation Ihrer Blutzuckerwerte ist für uns interessant.

Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?

In der Regel dauert der Krankenhausaufenthalt 7 bis 14 Tage.

Wann kann ich nach der Behandlung wieder normal laufen?

Nach der Anfertigung einer druckentlastenden Schuhversorgung können Sie Ihre Füße wieder normal belasten. Die Dauer der empfohlenen täglichen Belastung wird im Einzelfall festgelegt. Wenn die Wunden zum Zeitpunkt der Entlassung geschlossen sind, kann in der Regel eine normale Alltagsbelastung durchgeführt werden.

Wird eine Rehabilitationsmaßnahme notwendig sein? Wie lange wird diese dauern?

Eine spezielle Rehabilitationsmaßnahme ist nach dem stationären Aufenthalt in der Regel nicht erforderlich. Jedoch müssen Sie im Anschluss zu regelmäßigen Kontrolluntersuchungen bei Ihrem Hausarzt, um das Auftreten neuer Wunden an den Füßen zu verhindern. Allen Patienten, die bei uns stationär behandelt wurden, bieten wir eine Verlaufskontrolle nach sechs Monaten an. Dabei erfolgt nicht nur eine Beurteilung des Heilungsverlaufes, sondern auch eine erneute Kontrolle der Durchblutung und der Nervenfunktion.

Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Hubert Mönnikes

Chefarzt
Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Hubert Mönnikes

Heiko Kritzel

Pflegerischer Koordinator
Heiko Kritzel

Kontakt

Martin-Luther-Krankenhaus

Diabetisches Fußzentrum

Caspar-Theyß-Straße 27-31

14193 Berlin

Heiko Kritzel
Pflegerischer Koordinator

Tel.: 030 8955-74533


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Tel.: 030 8955-3111

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