01.03.2018

Darmkrebsmonat März: Vorsorge rettet Leben!

Prof. Dr. med. Hubert Mönnikes informiert zur Vorsorge und Früherkennung von Darmkrebs.

In Deutschland erkranken jährlich etwa 70.000 Menschen an Darmkrebs. Wird der Krebs im Frühstadium entdeckt, liegen die Heilungschancen heute zwischen 90 bis 100 Prozent. „Nutzen Sie die Möglichkeiten der Früherkennung und gehen Sie zur Darmspiegelung. Sie kann Ihr Leben retten“, appelliert Prof. Dr. med. Hubert Mönnikes, Darmkrebsexperte und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Martin-Luther-Krankenhaus anlässlich des Darmkrebsmonats März. „Die Darmspiegelung ist die wirksamste Vorsorgemaßnahme, denn mit ihr lassen sich Polypen und damit Vor- und Frühstadien von Darmkrebs zuverlässig erkennen und beseitigen.“

Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, steigt ab dem 50. Geburtstag. Ab dem 55. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Darmspiegelung (Koloskopie). Der Krebs kann aber auch bereits in jüngeren Jahren auftreten. Dies ist insbesondere der Fall, wenn es gehäuft zu Erkrankungen in der engeren Familie kommt. Risikogruppen sollten sich bei ihrem Arzt deshalb über die Möglichkeiten der Darmspiegelung bereits vor dem 55. Geburtstag informieren.

Darmkrebs gilt als „stille“ Erkrankung und macht lange Zeit keine Beschwerden. Machen sich Darmsymptome wie Bauchschmerzen, Veränderungen des Stuhlgangs oder Blut im Stuhl bemerkbar, sollte man kurzfristig eine Darmspiegelung anstreben. Aber auch andere Probleme, wie ungewollte Gewichtsabnahme und Abgeschlagenheit, können die Folge einer Darmkrebserkrankung sein.

Die Klinik für Innere Medizin im Martin-Luther-Krankenhaus bietet im Bereich der Gastroenterologie ein breit gefächertes Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Verfahren an. Darmkrebspatienten werden im Martin-Luther-Krankenhaus fachübergreifend von Experten aus der Onkologie, der Inneren Medizin, der Allgemeinchirurgie und der Radiologie behandelt. Zudem arbeiten die Ärzte eng mit der am Standort angesiedelten Strahlentherapiepraxis und den niedergelassenen Ärzten zusammen. „Mit Hilfe von Gentestung lassen sich heute verschiedene molekulargenetische Unterformen unterscheiden. Mit diesem Wissen können wir unsere Patienten immer differenzierter und individueller therapieren“, erklärt Dr. med. Olaf Hopfer, Krebsexperte und Oberarzt der Klinik für Innere Medizin. Je nach Tumorbeschaffenheit, Lage des Tumors und Stadium der Erkrankung wird der Tumor mit einem endoskopischen Eingriff oder einer Operation entfernt und mit einer Chemo-, Strahlen-, Antikörper- oder zukünftig Immuntherapie – oder einer Kombination mehrerer Therapieansätze – behandelt.

Anlässlich des Darmkrebsmonats März informiert Prof. Dr. Hubert Mönnikes in drei Infovideos über die Entstehung von Darmkrebs, Vorsorgeuntersuchungen wie die Darmspiegelung sowie Behandlungsmöglichkeiten bei Darmkrebs.

Über das Martin-Luther-Krankenhaus

Das Martin-Luther-Krankenhaus in Berlin-Wilmersdorf, ein Unternehmen der Paul Gerhardt Diakonie, ist ein Akut- und Unfallkrankenhaus sowie Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Das 1931 gegründete Haus verfügt über 260 Betten. Jährlich werden in den acht Kliniken und zehn Zentren circa 14.500 Patienten stationär und 19.500 Patienten ambulant versorgt.

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Über die Paul Gerhardt Diakonie gAG

Die Paul Gerhardt Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Seit dem Zusammenschluss mit dem Evangelischen Johannesstift ist die Paul Gerhardt Diakonie in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in folgenden Sparten vertreten:

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