Die Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie stellt sich vor

In der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie werden unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Rudolf Ott jährlich mehr als 2.300 Patienten stationär behandelt. Die Klinik gewährleistet die chirurgische Grund- und Regelversorgung für die Bevölkerung in Spandau, Falkensee und Umgebung.

Der Bereich der Viszeralchirurgie umfasst die operative Behandlung der Bauchorgane einschließlich des gesamten Verdauungstraktes. Dazu gehören chirurgische Eingriffe aller Schweregrade an Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse, Magen, Dick- und Mastdarm, Enddarm, Leber, Pankreas und Milz sowie die operative Behandlung des Leistenbruchs und der Schilddrüse.

Ein weiterer Schwerpunkt der Klinik ist die Gefäßmedizin. In der zahlenmäßig drittgrößten Gefäßchirurgie in Berlin, integriert in das Gefäßzentrum Berlin-Brandenburg, werden sämtliche konventionellen, endovaskulären (im Gefäßinneren) sowie konservativen Therapieverfahren durchgeführt.

In der Thoraxchirurgie werden Operationen an Lunge, Brustwand, Brustfell und Mittelfellraum (Mediastinum) durchgeführt. Diagnose und Behandlung erfolgen in enger Kooperation mit der Klinik für Innere Medizin (Pneumologie und Onkologie) und für diagnostische Radiologie, bei Tumorerkrankungen im Rahmen der Tumorkonferenz des Onkologischen Zentrums. Bei komplexen Erkrankungen kooperieren wir mit den Experten der Evangelischen Lungenklinik Berlin.

Minimalinvasive Chirurgie

Weitere Spezialisierungen bestehen in der minimalinvasiven Chirurgie, insbesondere bei Bauchwandbrüchen, in der Proktologie, in der Schilddrüsenchirurgie und in der operativen Behandlung der krankhaften Schweißneigung (Hyperhidrosis). 

Die sogenannte Schlüssellochchirurgie hält die Wunden so klein wie möglich. Über minimale Zugänge wird mit speziellen Instrumenten unter Videoüberwachung operiert. Aufgrund der vergleichsweise kleinen Wundflächen sind eine schnellere Genesung, ein kürzerer Krankenhausaufenthalt und geringere Schmerzen nach der Operation zu erwarten. 



Ambulante Operationen

Nicht alle chirurgischen Eingriffe machen einen stationären Klinikaufenthalt notwendig. Das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau verfügt über ein modernes Ambulantes Operationszentrum, in dem zahlreiche Operationen durchgeführt werden können. Nach einem ersten Vorstellungstermin beim Chirurgen erfolgt am Operationstag eine Vor- und Nachbetreuung auf der Station. Patienten können dann am selben Tag in die häusliche Umgebung entlassen werden.

Diagnostik

Die operationsvorbereitende Diagnostik erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für bildgebende Diagnostik, interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin und der Klinik für Innere Medizin. Durch die Verfügbarkeit moderner Untersuchungsverfahren, wie Magnetresonanztomografie (MRT), Computertomografie (CT), digitale Substraktionsangiografie (DSA, Gefäßdarstellung) und alle endoskopischen Verfahren (Gastroskopie, Rektoskopie, Koloskopie usw.) ist eine exakte Diagnosestellung in kurzer Zeit möglich.

Zentrale Notaufnahme

In der neu gestalteten Zentralen Notaufnahme ist eine Versorgung aller chirurgischen Notfälle durch erfahrene ärztliche und pflegerische Mitarbeiter rund um die Uhr gewährleistet.

Qualität und partnerschaftliche Zusammenarbeit

Die enge Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen ist für den chirurgischen Bereich besonders wichtig. Ein transparentes Qualitätsmanagement sowie die partnerschaftliche Einbindung von Patienten, Angehörigen und niedergelassenen Ärzten in die Behandlungsprozesse unterstützen den Behandlungserfolg.

Die Spezialisten der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Visceralchirurgie bringen ihre Expertise in interdisziplinären Zentren des Evangelischen Waldkrankenhauses Spandau ein: in das durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifizierte Darmzentrum, in das Onkologische Zentrum und in das Gefäßzentrum Berlin-Brandenburg.

Die Schwerpunkte der Klinik

Die operative Entfernung ist bei vielen Tumoren, wie beim Schilddrüsenkarzinom oder beim Dickdarmkrebs die Therapie der Wahl, wobei die Chirurgie nur einen Teil einer komplexen Behandlung darstellt. Die onkologischen Chirurgen sind in ein Netzwerk eingebunden, zu dem Anästhesisten, Pathologen, Strahlentherapeuten, Onkologen sowie der niedergelassene Haus- und Facharzt gehören. In regelmäßigen Tumorkonferenzen berät dieses Team über die bestmögliche individuelle Therapie des Patienten. Der Austausch in der Operationsvorbereitung ist für den onkologischen Chirurgen von großer Bedeutung.

Grundsätzlich lassen sich Karzinome, Metastasen und die umgebenden Lymphknoten bei Krebserkrankungen entfernen. Einige operative Eingriffe im Bauchraum können auch minimalinvasiv erfolgen.

Die Gefäßmedizin (Angiologie) umfasst die Untersuchung und Behandlung von Erkrankungen, Verletzungen und Missbildungen der Blutgefäße, also der Schlagadern (Aorta und Arterien), Venen und Lymphgefäße.

Nur ein intakter Blutkreislauf sichert eine ausreichende Versorgung unseres Organismus. Das Gefäßsystem transportiert frischen Sauerstoff aus den Lungen zum Gewebe und leitet Kohlenstoffdioxid zurück. Das Gewebe wird mit Nährstoffen aus dem Verdauungstrakt versorgt und von Stoffwechselprodukten über die Ausscheidungsorgane (Niere und Darm) befreit. Gefäßverengungen oder -erweiterungen beeinträchtigen den Blutkreislauf und können zu Schlaganfall oder einer Gefäßruptur (Gefäßriss) führen.

Im Gefäßzentrum können alle konventionellen, endovaskulären (im Gefäßinneren) und konservativen Therapieverfahren durchgeführt werden. Dazu gehört das Anlegen von Gefäßbypässen bei peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten, Protheseneinlagen bei Aneurysmen oder das Anlegen von Shunts, z. B. als Voraussetzung für eine Dialyse. Die Gefäßchirurgie des Evangelischen Waldkrankenhauses Spandau ist integriert in das dreifach zertifizierte Gefäßzentrum Berlin-Brandenburg.

Der Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie Prof. Dr. med. Rudolf Ott ist auf die Untersuchung und Behandlung von proktologischen Erkrankungen spezialisiert. Darunter verstehen sich alle Erkrankungen des Enddarms – den letzten 16 Zentimetern im Verdauungskanal. Eine Diagnose erfolgt durch die Betrachtung des Afters (Inspektion), einer Austastung des Enddarmes mit dem Finger (Palpation) sowie durch eine Enddarmspiegelung mit einem starren Rohr (Rektoskopie), eine Afterspiegelung (Proktoskopie) oder Endosonografie. Dabei können Entzündungen, Tumore, Polypen, Hämorrhoiden, Fisteln, Abszesse oder Defekte am Schließmuskel untersucht und anschließend behandelt werden.
Die Klinik ist als Beratungsstelle der Deutschen Inkontinenzgesellschaft anerkannt.

Weiterführende Informationen zur Proktologie

Schilddrüsenerkrankungen sind weit verbreitet. Ihre Diagnose und Behandlung erfordert langjährige Erfahrung und ein enges Zusammenspiel von Experten verschiedener Fachdisziplinen, insbesondere von Endokrinologen, Schilddrüsenchirurgen, Pathologen und Nuklearmedizinern (Radiojodtherapie), um für den Patienten individuell die optimale Behandlungsstrategie festzulegen.

Zur Diagnostik von Schilddrüsenerkrankungen werden klinische Untersuchungen mittels Ultraschall durchgeführt, häufig ergänzt durch eine Szintigrafie, einem nuklearmedizinischen bildgebenden Verfahren sowie Blutuntersuchungen vorgenommen. Die Behandlung kann operativ in unserem Hause erfolgen.

Weiterführende Informationen zur Schilddrüsenchirurgie

Die Operation von Bauchwandbrüchen (Hernien) ist der häufigste Eingriff in der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie. Jährlich werden mehr als 300 Hernienoperationen durchgeführt. Dazu gehören u.a. Nabelbruch, Leistenbruch, Narbenbruch (nach früherer Operation) oder Zwerchfellbruch. Die Operationen werden je nach Ausgangssituation minimalinvasiv oder konservativ durchgeführt.

Weiterführende Informationen zu Bauchwandbrüche

Unter Hyperhidrosis versteht man eine krankhafte Schweißneigung, die generalisiert oder nur an bestimmten Körperstellen auftreten kann. Am häufigsten sind die Hände, Achselhöhlen, Fußsohlen oder die Stirn betroffen. 

Die Klinik ist auf die chirurgische Behandlung der primären Hyperhidrosis spezialisiert. Sie beginnt meist bereits im Kindes- und Jugendalter und tritt häufig in den Familien wiederholt auf. Die primäre Hyperhidrosis wird nicht durch andere Erkrankungen, hormonelle Veränderungen oder Medikamente hervorgerufen. Bei der Behandlung arbeitet die Klinik eng mit niedergelassenen Dermatologen und dem Zentrum für Plastische, Hand- und Mikrochirurgie im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau zusammen. Die Behandlung der primären Hyperhidrosis erfolgt anhand der aktuellen S1-Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft.

Weiterführende Informationen zur Hyperhidrosis

Wir sprechen Ihre Sprache

Alle Behandlungen und Untersuchungen können in englischer, russischer und arabischer Sprache durchgeführt werden. Für weitere Sprachen stehen unseren Patienten die Dolmetscher unseres Hauses gern zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie dafür über den behandelnden Fachbereich oder die Station einen Termin.

Prof. Dr. med. Rudolf Ott, FACS

Chefarzt
Prof. Dr. med. Rudolf Ott, FACS

Kontakt

Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau

Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie

Stadtrandstraße 555

13589 Berlin

Sekretariat:
Ramona Harnoth

Tel.: 030 3702-1102

Fax: 030 3702-1180

Telefonisch erreichbar wochentags 8:00 bis 15:00 Uhr

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