Priv.-Doz. Dr. med. Frank Jochum, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD)

19.04.2018

Berlins Gesundheitssenatorin besucht Rettungsstelle und Geburtshilfe im Waldkrankenhaus

Dilek Kolat thematisiert mit Vertretern verschiedener Berufsgruppen unter anderem den Fachkräftemangel in der Pflege

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) besuchte im Rahmen ihrer Krankenhaus-Tour heute das Evangelische Waldkrankenhaus in Spandau. Im Fokus standen dabei die Rettungsstelle und der Bereich Geburtshilfe und Neugeborenenmedizin, den das Waldkrankenhaus künftig auch mithilfe von Fördermitteln des Senates im Rahmen des Aktionsprogramms „Für eine gute und sichere Geburt“ in Berlin erweitern möchte. „Die Themen Rettungsstelle und Geburtshilfe sind derzeit zentrale bundespolitische Themen. Für mich ist es deshalb wichtig, zu sehen, was Sie in den Bereichen anbieten und für die Zukunft planen“, so Dilek Kolat. 

Die Zahl der Geburten im Waldkrankenhaus erhöht sich stetig. Von 2.149 Geburten im Jahr 2014 stieg die Zahl im Jahr 2017 auf 2.379. Die Umbaumaßnahmen sind unter anderem ein Resultat des rasanten Geburtenanstiegs. „Bis 2020 sollen aus vier Kreißsälen fünf werden, die Zahl der Familienzimmer soll von sechs auf zehn erhöht werden“, erläuterte Waldkrankenhaus-Geschäftsführer Carsten Schaulinski. Die Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Dr. med. Martina Dombrowski ergänzte: „In Berlin ist die Geburtenrate stark angestiegen. Daher sind wir sehr froh über die zusätzlichen Kreißsaalkapazitäten. Auch die Familienzimmer sind wichtig. Die junge Familie von heute möchte den Start zunehmend gemeinsam in Ruhe genießen.“ Auch im Bereich der Neugeborenenmedizin werden die Räumlichkeiten vergrößert: „Wir bekommen mehr Platz für Eltern, Kinder und unser Equipment“, erklärte Priv.-Doz. Dr. med. Frank Jochum, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Der Betrieb sei natürlich weiterhin gesichert, so Carsten Schaulinski. Das Geburtszentrum und die Neugeborenenmedizin des Waldkrankenhauses können als Perinatalzentrum Level I auch Frauen mit Mehrlingsschwangerschaften, Frühgeborene und kranke Neugeborene professionell betreuen. Dilek Kolat zeigte sich begeistert von den Erweiterungsplänen des Waldkrankenhauses: „Das ist sehr gut angelegtes Geld.“

In der Zentralen Notaufnahme kam die Senatorin unter anderem auf die Wartezeiten und das System der Priorisierung medizinischer Hilfeleistung in Zeiten hohen Patientenaufkommens zu sprechen. Im Waldkrankenhaus kommt es für Patienten, die nicht so schwer erkrankt sind, zwar manchmal auch zu Wartezeiten von mehreren Stunden. Aber zumindest wird den Patienten hier gesagt, wie lange sie voraussichtlich warten müssen, erklärten die Verantwortlichen. Auch für die Rettungsstelle des Waldkrankenhauses sind Umbauten geplant. „Wir legen den Empfangsbereich der Rettungsstelle näher an den Wartebereich. So haben die Mitarbeiter die Wartenden im Blick und sehen auch, wenn sich deren Zustand verändert“, so Carsten Schaulinski. In der Rettungsstelle im Waldkrankenhaus wurden im Jahr 2017 47.312 Patienten behandelt. Zur Notaufnahme des Waldkrankenhauses gehören auch eine pädiatrische Rettungsstelle sowie eine Gynäkologische Erste Hilfe. 

Im Rahmen eines Gesprächs mit Vertretern verschiedener Berufsgruppen wurde außerdem das Problem des Fachkräftemangels im Bereich der Pflege und des Hebammenberufes thematisiert. „Als positiv möchte ich auf jeden Fall die hohen Ausbildungszahlen in Ihrem Haus erwähnen“, so Dilek Kolat. „Wenn wir nicht säen, können wir auch nicht ernten“, begründete Pflegedirektorin Andrea Lemke. Dilek Kolak stellte ihre Unterstützung für den Fall, dass das Waldkrankenhaus auch weiterhin seine Ausbildungskapazitäten erhöhen würde, in Aussicht.

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Über das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau

Das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau, ein Unternehmen der Johannesstift Diakonie, ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin. In den acht Fachabteilungen und zwölf medizinischen Zentren des 1947 gegründeten Krankenhauses sowie 493 Betten werden jährlich rund 22.000 Patienten stationär und weitere 53.000 Patienten ambulant versorgt.

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Über die Johannesstift Diakonie gAG

Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. 8.850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten moderne Medizin und zugewandte Betreuung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:

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