Dritte Zertifizierung des Traumazentrums erfolgreich

28.05.2019

Schwerverletzte in besten Händen

Das Traumazentrum am Paul Gerhardt Stift überzeugt erneut externe Prüfer

Im Traumazentrum am Paul Gerhardt Stift werden Schwerverletzte optimal versorgt – das haben externe Prüfer dem Wittenberger Krankenhaus zum dritten Mal in Folge bestätigt. Alle drei Jahre unterzieht sich die Klinik einem Zertifizierungsverfahren der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), dessen Ziel es ist, dass Schwerverletzte an jedem Ort in Deutschland zu jeder Zeit die gleichen Überlebenschancen haben.

Ein schwerer Verkehrsunfall, ein Brand mit verletzten Personen oder ein Kind, das lebensgefährlich stürzt – Unfälle können jeden zu jeder Zeit und an jedem Ort treffen. Um die Qualität und Sicherheit der Schwerverletzten-Versorgung flächendeckend zu sichern und weiter zu verbessern, wurde im Jahr 2007 das Konzept eines Trauma-Netzwerkes ins Leben gerufen. Im sogenannten „ Weißbuch“ geben Experten zahlreicher Institutionen, Fachgesellschaften und Verbände dazu Empfehlungen für die Struktur, Ausstattung, Organisation sowie die Sicherheit und Qualität in der Versorgung von Schwerverletzten jeden Alters. Kliniken, die einem Trauma-Netzwerk angehören, müssen die im Weißbuch hinterlegten Anforderungen erfüllen und werden regelmäßig durch die DGU überprüft.

Schwerverletzte Patienten optimal versorgt

„Für uns war es schon die dritte Überprüfung – und wir sind sehr stolz, dass wir auch dieses Mal wieder zeigen konnten, dass wir schwerverletzte Patienten optimal versorgen können“, freut sich Dr. med. Stephan David, Leiter des Traumazentrums und Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Paul Gerhardt Stift. Im Traumazentrum am Wittenberger Krankenhaus arbeiten Ärzte verschiedener Fachrichtungen mit weiteren Institutionen wie Notärzten und Rettungsdiensten reibungslos zusammen und das Paul Gerhardt Stift ist damit Teil des Trauma-Netzwerkes Sachsen-Anhalt Ost, zu dem auch Kliniken in Halle oder Dessau gehören.

„Wir halten in einer 24-Stunden-Bereitschaft ein interdisziplinäres eingespieltes Team aus Fachärzten und Pflegekräften vor, das bei Eintreffen eines Schwerverletzten mit klar festgelegten Abläufen und Zuständigkeiten die bestmögliche Versorgung garantiert“, so Dr. David. Unfallchirurgen, Fachärzte der Anästhesie und Intensivmedizin, der Radiologie, der Chirurgie, aber entsprechend der Verletzungen des Patienten auch Kinderärzte, Urologen oder Gynäkologen sind im Traumazentrum eingebunden.

„Neben ärztlich und pflegerisch qualifizierten Fachkräften sind aber auch die räumliche und die medizintechnische Ausstattung von großer Bedeutung in einem Traumazentrum“, so Dr. David. So muss für die Versorgung von Schwerverletzten jederzeit ein Operationssaal und auch die Möglichkeit zur intensivmedizinischen Behandlung vorgehalten werden – an 7 Tagen jeweils 24 Stunden.

Was in Leitlinien und im „Weißbuch“ klar definiert ist, setzen die Ärzte und Pflegekräfte im Paul Gerhardt Stift in der Realität professionell um: „Wird uns über die Leitstelle des Landkreises ein schwerverletzter Patient angekündigt, geht alles ganz schnell: Mit einem automatisierten Rundruf über das ´Trauma-Telefon´ werden sofort alle erforderlichen Fachdisziplinen und Pflegekräfte alarmiert, so dass diese innerhalb weniger Minuten – noch bevor der Patient in der Klinik eintrifft - einsatzbereit im Schockraum sind und den Patienten so ohne Zeitverlust versorgen können.“

Dieser Ablauf der Versorgung eines Schwerverletzten wurde nun durch externe Auditoren intensiv überprüft und am Ende freuten sich alle über das Ergebnis: das Traumazentrum am Paul Gerhardt Stift leistet sehr gute Arbeit und wird deshalb erneut zertifiziert!

TraumaNetzwerk in Zahlen

An der Initiative TraumaNetzwerk DGU® beteiligten sich 677 Kliniken aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien und Luxemburg. Die Kliniken haben sich regional und grenzüberschreitend zu 53 zertifizierten Traumanetzwerken zusammengeschlossen.

Über das Evangelische Krankenhaus Paul Gerhardt Stift

Das Evangelische Krankenhaus Paul Gerhardt Stift in Lutherstadt Wittenberg ist eine Einrichtung der Paul Gerhardt Diakonie Krankenhaus und Pflege GmbH in Trägerschaft der Johannesstift Diakonie sowie der Paul-Gerhardt-Stiftung. Als Krankenhaus der Schwerpunktversorgung und Akademisches Lehrkrankenhaus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bieten wir neben einer hochwertigen Allgemein- und Notfallversorgung auch spezialisierte Fachbereiche und Zentren.

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Über die Johannesstift Diakonie gAG

Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. 8.850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten moderne Medizin und zugewandte Betreuung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:

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