04.02.2019

Raus aus dem Tabu: Blasenschwäche betrifft Frauen jeden Alters

Chefarzt zeigt im Paul-Gerhardt-Gesundheitsforum Vielzahl an Therapien auf

Das Thema Blasenschwäche darf kein Tabu bleiben – denn es betrifft zahlreiche Frauen unterschiedlichen Alters: „Während viele junge Frauen oft monatelang nach der Schwangerschaft unter Inkontinenz leiden, ist gut die Hälfte aller Frauen über 50 Jahre von Senkungs- oder Inkontinenzproblemen betroffen. Und in den Senioreneinrichtungen ist Urinverlust eines der größten Probleme“, sagt Dr. med. Dr. (UK) Martin A. Voss, seit fünf Jahren Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Paul Gerhardt Stift. Um noch mehr Frauen Mut zu machen, sich helfen zu lassen, spricht er im Paul-Gerhardt-Gesundheitsforum am Donnerstag, dem 14. Februar 2019 ab 18:00 Uhr über gute Lösungen bei Harninkontinenz und Senkungsproblemen der Frau.

„Die meisten der Beschwerden sind nicht lebensbedrohlich, aber sie können erheblich die Lebensqualität beeinträchtigen! Dennoch erzählen viele Frauen aus Scham nicht einmal ihrem Mann oder ihrer besten Freundin von ihren Sorgen. Umso wichtiger ist es, immer wieder Mut zu machen, denn es gibt viele Therapiemöglichkeiten“, so Dr. Dr. Voss.

Seit mehreren Jahren engagiert er sich, um das Tabu rund um Blasenschwäche aufzubrechen und klärt insbesondere die weibliche Bevölkerung im Landkreis auf – mit Erfolg: beim Gesundheitsforum im Oktober 2018 war die Kapelle im Paul Gerhardt Stift fast bis auf den letzten Stuhl besetzt. „Das Interesse war sehr groß und auch im Nachgang haben mich noch einige Frauen angesprochen und angerufen. Deshalb greifen wir das Thema in unserer Vortragsreihe noch einmal auf“, so der Chefarzt.

Bindegewebsschwäche, Geburten, Operationen, Alter und chronische Belastungen können bei Frauen zu Beschwerden und Schäden wie ungewollten Urinverlust, Blasenentleerungsproblemen, einer Schwächung des Halteapparates mit Senkung von Gebärmutter, Scheide, Blase oder Darm führen. „Das Fachgebiet der Urogynäkologie hat glücklicherweise in den letzten 10 Jahren einen großen Stellenwert bekommen und es wurden viele neue Konzepte entwickelt. Das Therapiespektrum ist groß und reicht je nach Beschwerdebild von einer vaginalen Östrogentherapie über das Einsetzen von sogenannten TVT-Kontinenzbändern bis hin zur medikamentösen Behandlung oder dem Einsetzen von Gewebenetzen“, erklärt der Chefarzt.

Wann welche Methode zum Einsatz kommt, welche Beschwerden wie gelindert werden können und wie sich die Lebensqualität verbessert, erklärt er im Paul-Gerhardt-Gesundheitsforum am Donnerstag, dem 14. Februar um 18:00 Uhr in der Kapelle im Paul Gerhardt Stift. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Selbstverständlich werden auch wieder die Fragen der Gäste beantwortet.

Über das Evangelische Krankenhaus Paul Gerhardt Stift

Das Evangelische Krankenhaus Paul Gerhardt Stift in Lutherstadt Wittenberg ist eine Einrichtung der Paul Gerhardt Diakonie Krankenhaus und Pflege GmbH in Trägerschaft der Johannesstift Diakonie sowie der Paul-Gerhardt-Stiftung. Als Krankenhaus der Schwerpunktversorgung und Akademisches Lehrkrankenhaus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bieten wir neben einer hochwertigen Allgemein- und Notfallversorgung auch spezialisierte Fachbereiche und Zentren.

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Über die Johannesstift Diakonie gAG

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