Patienteninformationen: Was geschieht im Schlaflabor?

Schlafmedizinische Sprechstunde

Die schlafmedizinische Untersuchung (für Diagnose und Therapie) wird in den meisten Fällen ambulant durchgeführt. Ihr Haus- oder Facharzt überweist Sie bei Verdacht auf schlafbezogene Atemstörungen in unsere Schlafmedizinische Sprechstunde. Nach einem ausführlichen Gespräch über Ihre Schlafstörungen erhalten Sie ein kleines Gerät (Polygrafie), das während Sie schlafen Ihre Atmung und die Sauerstoffsättigung Ihres Blutes misst. Mit Hilfe der Polygrafie stellen wir fest, ob eine weitergehende Untersuchung im Schlaflabor notwendig ist.

Aufnahme

Die Aufnahme erfolgt durch unser Team im Schlaflabor. Um 13:00 Uhr findet eine ärztliche Voruntersuchung im Schlaflabor statt. Dazu gehören unter anderem ein EKG, eine Blutentnahme und eine Überprüfung der Lungenfunktion. Anhand eines ausführlichen Fragebogens werden Ihre Schlafstörungen erfasst. Insgesamt dauert die Untersuchung circa zwei Stunden.

Ablauf im Schlaflabor

Gegen 20:00 Uhr beginnen die Vorbereitungen zur Nachtuntersuchung. Unsere Mitarbeiter bringen die zur Überwachung notwendigen Elektroden an Ihrem Kopf an. Ein Mikrofon zeichnet Ihre Schnarchgeräusche auf, während mit Hilfe einer Nasenbrille der Atemstrom gemessen wird. Ein Brust- und Bauchband erfasst Ihren Atemverlauf. Zudem werden Ihre Herzaktionen, die Sauerstoffsättigung und Puls gemessen.

Gegen 23:00 Uhr beginnt die Schlafenszeit, ab jetzt werden alle Ihre Werte gemessen. Ihr Schlafverhalten wird während der gesamten Nacht von einer Kamera aufgezeichnet. In einem separaten Raum zeigen Monitore, die von ausgebildetem Personal überwacht werden, alle Messergebnisse und Kamerabilder an. Am nächsten Morgen um 6:00 Uhr endet die Untersuchung.

Es ist ganz normal, wenn Sie aufgrund der Verkabelung nicht so ruhig schlafen wie zu Hause. Unser Fachpersonal ist in der Lage, behandlungsbedürftige Störungen auch in relativ kurzen Schlafphasen zu erkennen. Bei Bedarf kann die Untersuchung auch in der folgenden Nacht wiederholt werden.

Gemeinsame Auswertung der Ergebnisse und Therapieempfehlungen

Am nächsten Morgen gegen 10:00 Uhr besprechen wir mit Ihnen die Ergebnisse der nächtlichen Aufzeichnungen und legen gemeinsam die eventuell notwendige Therapie fest. Gegen 11:00 Uhr werden Sie nach Hause entlassen.

Welche Therapien sind möglich?

Handelt es sich um eine schlafbezogene Atemstörung, ist die Therapie der Wahl in den meisten Fällen die nächtliche Maskenbeatmung (die so genannte CPAP-Beatmung). Hierbei wird die Atmung mit Hilfe einer Nasenmaske (selten Mund-Nasen-Maske) durch einen kontinuierlichen Druck unterstützt. Dadurch werden die Atemwege offen gehalten und ein Atemstillstand vermieden.

Unsere Mitarbeiter erklären Ihnen die Handhabung der Geräte und trainieren mit Ihnen das Atmen mit der Atemmaske.

Ziel der Behandlung ist eine Besserung aller durch die Erkrankung verursachten Beschwerden und krankhaft veränderten Organfunktionen. Schlägt die Therapie an, verbessert sich Ihre Lebensqualität, Sie fühlen sich munter und fit, die Gefahr von Unfällen nimmt ab.