(v.l.n.r.) PD Dr. med. Anne Letsch, Staatssekretär Martin Matz, Andreas Mörsberger, Sprecher des Vorstandes, Geschäftsführer Bert Zeckser, Chefarzt prof. Dr. med. Christian Grohé

15.05.2019

Palliativstation der Evangelischen Lungenklinik Berlin feierlich eröffnet

Die Palliativmedizin unterstützt unheilbar erkrankte Menschen, selbstbestimmt und möglichst symptom- und schmerzarm zu leben.

In Anwesenheit des Staatssekretärs für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Martin Matz (SPD), wurde jetzt die aufwendig restaurierte und an die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten angepasste Palliativstation der Evangelischen Lungenklinik Berlin offiziell eröffnet.

Das Grußwort hielt PD Dr. med. Anne Letsch, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP).

Die Station 230 befindet sich in einer unter Denkmalschutz stehenden Villa auf dem Gelände, verfügt über 14 Betten in neun großzügigen, barrierefreien und hellen Ein- und Zweibettzimmern. Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit, notwendigen Änderungen der Grundriss-Strukturen, Einbau von Haustechnik, Fahrstuhl und Brandschutzvorrichtungen, entspricht die Villa jetzt allen modernen Krankenhausstandards. Besondere Herausforderungen für die Architekten waren die Sanierung von Fassade, Dach und Fenstern unter Berücksichtigung aller denkmalpflegerischen Vorgaben. Der Umbau wurde ausschließlich aus Eigenmitteln finanziert und kostete ca. 3,3 Millionen Euro. Die Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen waren anspruchsvoll, da das zweistöckige Gebäude, Baujahr 1903, beinahe 30 Jahre leer stand und dementsprechend baufällig war.

„Wir möchten, dass unsere Patientinnen und Patienten nicht nur medizinisch und pflegerisch bestens versorgt werden, sondern sich auch durch die großzügigen Zimmer, eine gemütlichen Wohnküche mit Balkonzugang und die besondere Nähe zur Natur wohl fühlen“, so Geschäftsführer Bert Zeckser. Den Patienten steht unter Leitung von Prof. Dr. med. Christian Grohé, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, ein multiprofessionelles Team aus Pflegenden, Ärzten, Physiotherapeuten, Psychoonkologen, Seelsorgern und Kunsttherapeuten zur Seite. Besonders beliebt ist der Einsatz von Therapiehund Fanny.

Prof. Dr. med. Christian Grohé: „Die Palliativmedizin unterstützt unheilbar erkrankte Menschen, selbstbestimmt und möglichst symptom- und schmerzarm zu leben. Dafür wird für jeden Patienten ein individuelles Behandlungs- und Versorgungskonzept erarbeitet und umgesetzt.“

Mit der Eröffnung der Palliativstation nimmt die Evangelische Lungenklinik als mehrfach zertifizierte Zentralklinik für Lungenerkrankungen weit über die Grenzen Berlins und Brandenburgs hinaus eine Ausnahmestellung ein. Andreas Mörsberger, Sprecher des Vorstandes der Paul Gerhardt Diakonie: „Mit diesem Haus schaffen wir eine völlig neue Voraussetzung für diese Patientengruppe. Auf der einen Seite gelingt es uns, die Anforderungen einer vollständig in den Krankenhausablauf integrierten Station zu erfüllen, um die fachärztliche und intensivmedizinische Betreuung jederzeit zu gewährleisten. Auf der anderen Seite wird durch die Gestaltung und das Ambiente der Station und der Verlagerung in den Garten der Klinikalltag von den Patienten ferngehalten.“

Für Staatsekretär Martin Matz war die Eröffnung ein Meilenstein: „Uns ist es wichtig, dass die so wichtige Palliativversorgung in Berlin weiter vorankommt. Deshalb freuen wir uns über die Eröffnung dieser schönen Station.“

Das Palliativ-Care Angebot steht übrigens nicht nur Tumorpatienten, sondern auch Patienten mit anderen chronischen Lungenerkrankungen offen.

Weitere Bilder:

Innenaufnahme - Palliativhaus Lungenklinik
Das gemütliche Wohnzimmer auf der Palliativstation mit Zugang zum barrierefreien Balkon bietet Platz für gemeinsame Aktivitäten, Essen, Besuche.
Sie entzückt alle: Therapiehund Fanny mit Therapeutin Peggy Nitzke, Staatssekretär Martin Matz, Sprecher des Vorstandes Andreas Mörsberger und Geschäftsführer Bert Zeckser

Über die Evangelische Lungenklinik

Die Evangelische Lungenklinik, ein Unternehmen der Johannesstift Diakonie, ist seit ihrer Gründung im Jahr 1952 eine weithin anerkannte Spezialklinik für akute und chronische Erkrankungen der Lunge sowie des Brustkorbs.

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Über die Johannesstift Diakonie gAG

Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. 8.850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten moderne Medizin und zugewandte Betreuung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:

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