Hilfe und Unterstützung für Patienten und Angehörige

Auch jenseits der medizinischen Versorgung sind die Patienten der Evangelischen Lungenklinik Berlin und ihre Angehörigen nicht auf sich gestellt: Sozialdienst, psychologische Beratung und Selbsthilfegruppen leisten Beistand. Auch auf dem Weg in ein rauchfreies Leben bieten wir Unterstützung.

Sozialdienst

Der Sozialdienst der Evangelischen Lungenklinik Berlin unterstützt bei der Koordinination von Hilfe und Inanspruchnahme von Sozialleistungen. Während des Krankenhausaufenthaltes können Sie sich in persönlichen, sozialen, finanziellen und beruflichen Angelegenheiten, die im Zusammenhang mit der Erkrankung auftreten, an unseren Sozialdienst wenden. Soweit notwendig stellen die Mitarbeiter des Sozialdienstes zudem den nahtlosen Übergang von der Krankenhausbehandlung zu Rehabilitation oder Anschlussversorgung sicher.

  • Beratung in Fragen der nachstationären Versorgung:
    Rehabilitationsmaßnahmen, Anschlussrehabilitationen, Häusliche Krankenpflege, Kurzzeitpflege, Heimunterbringung, Hospiz
  • Informationen zu Fragen von Gesundheit, Krankheit und Behinderung:
    Beratung in Schwerbehindertenangelegenheiten, Beratung zu Hilfsmitteln und ergänzenden Hilfen, Vermittlung in Selbsthilfegruppen bzw. zu speziellen Beratungseinrichtungen
  • Hilfe bei der Klärung sozialrechtlicher Fragestellungen:
    Beratung zu Leistungen und Inanspruchnahme von Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung, Sozialhilfe und angrenzende Gebiete

Sie erreichen den Sozialdienst telefonisch unter der Nummer 030 94802-220 oder -218 sowie über die Pflegekräfte auf Ihrer Station.

Sprechzeiten montags 9:00 bis 11:00 Uhr und mittwochs 14:00 bis 16:00 Uhr sowie nach vorheriger telefonischer Vereinbarung im Haus 205 / 2. Stock / Zimmer 202 und 203

Raucherentwöhnung

Mit dem Rauchen aufzuhören ist die wichtigste therapeutische Maßnahme bei Erkrankungen der Lunge. Doch oft ist das leichter gesagt als getan. Wir unterstützen Sie auf dem Weg in ein rauchfreies Leben.

Die Evangelische Lungenklinik Berlin berät zur Raucherentwöhnung und bietet ein professionell begleitetes Rauchfrei-Programm nach der Methodik des IFT Instituts für Therapieforschung und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Lungensport und Selbsthilfegruppen

In unseren Gruppenangeboten können sich Patienten und Angehörige austauschen und erhalten Hilfe zur Selbsthilfe.

Montags 10:00 bis 11:30 Uhr
Konferenzraum (Haus 207)

Informationen und Anmeldung: Abteilung Physiotherapie, Tel. 030 94802-296/-515

Ziel des Lungensports ist es, durch körperliches Training die persönliche Belastbarkeit zu erhöhen, um die Anforderungen des Alltags besser bewältigen und die Lebensqualität verbessern zu können. In der Lungensport-Gruppe trainieren Sie unter "Gleichen", das heißt:
Alle Teilnehmer haben Probleme mit der Atmung. Nicht jeder kann alles mitmachen und legt dann eine Pause ein. Der Schweregrad der Übungen richtet sich nach dem Gesundheitszustand der Gruppenmitglieder.

Gemeinsam lernen Sie:

  • Atem- und Entspannungstechniken anzuwenden,
  • Ausdauer zu trainieren,
  • gezielt den Muskelaufbau zu fördern,
  • Ihre Muskelkraft zu stärken,
  • die Koordination von Bewegungsabläufen zu verbessern,
  • die Dehnungsfähigkeit zu entwickeln.

Der Lungensport richtet sich an alle Patienten mit Atemwegserkrankungen, insbesondere

  • COPD
  • Asthma bronchiale
  • Lungenemphysem
  • Lungenfibrose (Sarkoidose)
  • Nach Lungenoperationen

Auch Patienten mit einer sehr eingeschränkten Belastbarkeit, beispielsweise bei Langzeit-Sauerstoff-Therapie, können teilnehmen.

Leitung: Barbara Baysal
Jeden dritten Montag im Monat 16:00 bis 18:00 Uhr
Haus 205, Aufenthaltsraum Station B (1. Stock)

Die Treffen sind für alle Lungenkrebspatienten und deren Angehörige offen, unabhängig von der behandelnden Klinik.

Bitte melden Sie sich vor Ihrer Teilnahme telefonisch bei Frau Baysal unter 030 66620069 an.

Erfahrungen aus der Therapie von Lungenkrebs zeigen: Je besser die Betroffenen über Lungenkrebs informiert sind, desto erfolgreicher kann die Therapie durchgeführt werden. Hier setzt die Selbsthilfegruppe Lungenkrebs an. Es werden Lösungsansätze für Probleme und Sorgen erarbeitet sowie Therapieansätze und Behandlungsmöglichkeiten besprochen. Gegenseitig geben sich die Betroffenen Unterstützung, Beistand, Kraft und Mut.

Ansprechpartner: Karl Heinz Peters und Petra Rauh
Jeden ersten Montag im Monat 12:00 Uhr

Konferenzraum (Haus 207)

Kontakt:
Herr Peters: 030 4255677 / kh.peters(at)lungenemphysem-copd.de
Frau Rauh: 030 88625280 / p.rauh(at)lungenemphysem-copd.de

Zum Austausch eingeladen sind Patienten mit chronisch obstruktiver Bronchitis (COPD), Lungenemphysem, Alpha-1-Antitrypsinmangel, Asthma oder ähnlichen Erkrankungen sowie deren Angehörige. Die Mitglieder der Selbsthilfegruppe tauschen sich u.a. darüber aus, wie sich mit diesen Erkrankungen leben lässt und wie die Lebensqualität verbessert werden kann.

Weiterführende Informationen

www.lungenemphysem-copd.com

Weiterführende Informationen zu Selbsthilfegruppen in Berlin

Das Internetportal der Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle SEKIS informiert umfangreich über Gruppen und Projekte zur Selbsthilfe in Berlin.

Psychologische Beratung

Krank zu sein kann bedeuten, sich mit Lebensanforderungen auseinandersetzen zu müssen, die Ihnen bislang wenig vertraut waren. Die psychologische Beratung in der Evangelischen Lungenklinik Berlin bietet Patienten und ihren Angehörigen eine lebenspraktisch orientierte Unterstützung an.
Diplom-Psychologe und Psychoonkologe Günter Tessmer überlegt gemeinsam mit den Betroffenen, wie seelische und körperliche Belastungen im Zusammenhang mit Krankheit und Behandlung möglichst gering gehalten werden können und wie dabei die Lebensqualität aller Beteiligten von Anfang an im Zentrum der Aufmerksamkeit bleiben kann.

Kontakt Psychologische Beratung

Günter Tessmer


Tel.: 030 94 802-951
Fax: 030 94 802-270