Das Team des Morbus Osler Zentrums

21.02.2019

Evangelische Elisabeth Klinik eröffnet Morbus Osler Zentrum Berlin

Ein interdisziplinäres Team aus den Bereichen HNO, Gastroenterologie, Pneumologie, Radiologie und Lasermedizin hilft ab sofort Patientinnen und Patienten in Diagnostik und Therapie der Morbus Osler Erkrankung.

Die Hereditäre Hämorrhagische Teleangiektasie (HHT), auch Morbus Osler genannt, ist eine seltene, aber komplexe, chronische und vererbbare Erkrankung, bei der es zu einer Veränderung des Bindegewebes der Blutgefäße kommt. Zu den Hauptsymptomen gehören spontanes und wiederkehrendes Nasenbluten und sichtbare Gefäßveränderungen an Haut und Schleimhäuten. Hier weiten sich kleinste Gefäße und sind anschließend als stecknadelkopf- bis reiskorngroße rote Flecken sichtbar, was für Betroffene oft mit einem hohem Leidensdruck verbunden ist. Auch innere Organe wie der Magen-Darm-Trakt, Lunge, Leber und Gehirn können betroffen sein. Die Anzahl der Erkrankten in Deutschland ist unklar, allerdings gilt die Dunkelziffer als hoch, da Morbus Osler oftmals nicht erkannt wird.

„Morbus Osler ist aktuell nicht heilbar, aber mit Hilfe unserer medizinischen Möglichkeiten sind wir in der Lage, zu helfen. So können wir mit der Laserbehandlung die Häufigkeit und die Menge des Blutverlustes bei Nasenbluten verringern und blutende oder entstellende Gefäßerweiterungen an der Haut entfernen“, sagt Dr. med. Carsten Philipp, Leiter des Zentrums Lasermedizin an der Evangelischen Elisabeth Klinik. Da Morbus Osler den gesamten Körper betreffen kann, wurde gemeinsam mit der Abteilung für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Gastroenterologie und Pneumologie und der Klinik für Radiologie des Vivantes Klinikum Am Urban ein Morbus Osler Zentrum gegründet, dass Betroffenen eine umfassende Betreuung aller Aspekte ihrer Erkrankung anbietet.

„Wir sind ein hoch spezialisiertes Team aus Ärztinnen und Ärzten der Bereiche HNO, Gastroenterologie, Pneumologie, Radiologie und Lasermedizin. Unser gemeinsames Ziel ist es, Patientinnen und Patienten in Diagnostik und Therapie der Morbus Osler Erkrankung zu helfen“, sagt Chefärztin Dr. med Angelika Behrens. Sie leitet gemeinsam mit ihrer Kollegin Dr. med Vera Stiehr die Abteilung für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Gastroenterologie und Pneumologie.

Da der Krankheitsverlauf und die Auswirklungen bei jedem Betroffenen anders und in unterschiedlichen Stärken auftreten, sind auch die Behandlungsansätze individuell. „In der Inneren Medizin sind wir spezialisiert auf die Diagnostik und Therapie von Gefäßveränderungen der Lunge, der Leber und im Magen-Darm-Trakt einschließlich Dünndarmdiagnostik“, so Dr. Vera Stiehr weiter. In Einzelfällen können Medikamente verordnet werden, die die Blutungsneigung senken können. Im Laserzentrum werden beispielsweise ambulant oder stationär Haut- und Schleimhautveränderungen behandelt. Mit Hilfe der Radiologie sind Therapien der Gefäßveränderungen vor allem an Lunge, Leber und Kopf über das Gefäßsystem möglich. So kann das Risiko von Schlaganfällen und Infektionen im Körper, wie Abzessherde, gesenkt werden.

Jeder Patient erhält einen eigenen Patientenpass. Hier werden die betroffenen Organe und eingeleiteten Therapien dokumentiert, einschließlich der notwendigen Einnahme von Antibiotika bei ärztlichen und zahnärztlichen Eingriffen. So sind alle behandelnden Ärzte über den aktuellen Stand informiert und bekommen ein umfassendes Bild über den Krankheits- und Behandlungsverlauf.

Dr. med. Carsten Philipp: „Unser Ansatz ist, die Morbus Osler-Erkrankung in ihrer gesamten Komplexität zu erfassen und unseren Patienten individuelle Therapien zu empfehlen.“

Patienten können auf Wunsch am Standort Kontakte zu Selbsthilfegruppen bekommen und so über den medizinischen Aspekt hinaus Hilfe und Unterstützung finden.

Weitere Informationen und Ansprechpartner finden Sie hier.
Mehr Informationen zu den Möglichkeiten der Lasermedizin finden Sie hier.

Über die Evangelische Elisabeth Klinik

Die Evangelische Elisabeth Klinik in Berlin-Mitte, ein Unternehmen der Paul Gerhardt Diakonie, ist ein Akut- und Unfallkrankenhaus sowie Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Jährlich werden hier circa 7.600 Patienten stationär und 19.700 Patienten ambulant behandelt.

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Über die Paul Gerhardt Diakonie gAG

Die Paul Gerhardt Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. Seit dem Zusammenschluss mit dem Evangelischen Johannesstift ist die Paul Gerhardt Diakonie in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in folgenden Sparten vertreten:

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Kontakt

Evangelische Elisabeth Klinik

Lützowstraße 26

10785 Berlin

Presseanfragen:
Lilian Rimkus

Tel.: 030 762891-30732

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