Informationen für Patienten

Hier informieren wir Sie über einige der in unserem Zentrum behandelten Krankheitsbilder:

Das Hämangiom ist ein gutartiger angeborener Gefäßtumor beim Säugling. Bei der Geburt sind die Befunde zumeist als kleine rote Flecken zu erkennen. Innerhalb der ersten Lebenswochen kommt es häufig zu einem rapiden Wachstum, das im weiteren Verlauf schubweise abläuft. Es ist bekannt, dass sich ein großer Teil der Hämangiome im Kleinkindesalter wieder zurückbildet, so dass eine Behandlung häufig nicht erforderlich wird. Stellen sich jedoch Komplikationen ein, wie z. B. eine Blutung oder eine Infektion mit Entzündung oder Schädigung von Nachbarorganen durch das Wachstum, muss unbedingt frühzeitig behandelt werden, da nicht abzusehen ist, wie sich das Hämangiom im Einzelfall verhalten wird. Bei Hämangiomen im Gesicht und in der After- oder Genitalregion sollte rechtzeitig mit einer Behandlung begonnen werden, da sich der Blutschwamm im ungünstigen Fall innerhalb weniger Wochen stark vergrößern und zu Komplikationen führen kann.

Der Naevus flammeus (Feuermal) gehört zu den angeborenen Gefäßfehlbildungen und kann gelegentlich auch mit den anderen Gefäßfehlbildungen kombiniert sein. Beim isolierten N. flammeus handelt es sich um eine Gefäßfehlbildung der kleinen Gefäße der Haut. Der N. flammeus erscheint bei der Geburt als helle oder auch dunkelrote flächige Färbung der Haut. Mit zunehmendem Alter vergrößert sich das Feuermal im Verhältnis zum Wachstum, nimmt dabei an Farbintensität zu. Im Bereich des Feuermals, besonders wenn die Lippenregion betroffen ist, kann sich die Haut im Verlauf verdicken (Weichteilhyperplasie). 

Die vaskulären Malformationen sind Gefäßfehlbildungen, die bei Geburt bereits angelegt sind, aber im Kindesalter nicht immer in voller Ausbildung erkennbar sind. Häufig werden sie erst später aufgrund zunehmender Gefäßerweiterungen deutlich. Je nachdem, welches Gefäßsystem betroffen ist, handelt es sich um venöse, arterielle, kapilläre oder lymphatische Malformationen, diese können auch gemischt auftreten. Im Verlauf kommt es eher zu einer Zunahme der Gefäßerweiterung. Die ist verbunden mit einer Schwellung, die hautfarben bis rötlich-bläulich sein kann und Schmerzen verursacht. Bei einer lymphatischen Beteiligung kann es auch zum Auftreten von Bläschen kommen, die sehr leicht einbluten und sich infizieren können. Eine spontane Rückbildung tritt nicht ein.

Beim M. Osler handelt es sich um eine autosomal dominant vererbte Krankheit, die in die Gruppe der angeborenen Gefäßfehlbildungen gehört. Er geht in typischer Weise mit erweiterten kleinen Blutgefäßen (Teleangiektasien) der Haut und Schleimhaut einher, kann jedoch auch an inneren Organen (Magen-Darm, Lunge, Leber, Gehirn) vorkommen. Aus den erweiterten Gefäßen kann es zu Blutungen kommen, ganz typisch ist wiederholtes Nasenbluten.

Feigwarzen oder Condylome sind eine häufige Viruserkrankung der Haut- und Schleimhäute. Man findet sie fast immer im Anogenitalbereich, intraanal und in der Harnröhre, seltener im Mundbereich. Das Virus wird meistens durch Geschlechtsverkehr übertragen. Ungefähr 80 Prozent der sexuell aktiven Bevölkerung hat irgendwann mal Kontakt mit dem Virus, aber nur 1 Prozent bekommt auch Feigwarzen. Faktoren wie Rauchen, hormonelle Umstellungen, wie z.B. in der Schwangerschaft, mangelhafte Hygiene, Störungen des Immunsystems und vor allen Dingen Genitalrasuren und Piercings begünstigen das Auftreten von Feigwarzen, da die Viren sich in kleinen Hautverletzungen festsetzen und dann Befunde ausbilden. In den Feigwarzen vermehren sich die Viren, so dass eine Infektion des Partners wahrscheinlicher wird. 

Neben Schadstoffen (z.B. Arsen) oder Viren (HPV) ist UV-Licht für die Entstehung Dysplasien verantwortlich. Die Haut reagiert individuell, je nach Ursache und Region mit verschiedenen Formen. Die aktinische Keratose ist die häufigste und mildeste Form. Sie ist auf die oberen Hautschichten begrenzt und ist eine Vorstufe des Plattenepithelkarzinoms (SCC). Weitere Vorstufen sind die anale intraepidermale Neoplasie (AIN) oder die vulväre intraepidermale Neoplasie (VIN). Ein noch in der Haut begrenzt wachsendes SCC wird auch als Morbus Bowen (MB) bezeichnet, dieses bildet keine Tochtergeschwülste. Unbehandelt kann es sich aber zu einem SCC entwickeln, das auch Metastasen in anderen Köperregionen bildet.  Das ebenfalls zur Gruppe des „weißen Hautkrebses“ gehörende Basalzellkarzinom ist keine Dysplasie, sondern bereits ein manifestes Karzinom, unterscheidet sich aber von anderen Krebsarten durch seine geringe Tendenz zur Bildung von Tochtergeschwülsten. Eine Laserbehandlung ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Auch das Basalzellkarzinom (Basaliom, BCC) ist zumeist durch UV-Licht verursacht.  Es werden drei grundsätzliche Formen unterschieden: Das Rumpfhautbasaliom (superfizielles BCC, sBCC) wächst flächig in der Oberhaut. Das noduläre Basaliom (nBCC) bildet eine rundliche Struktur, oft mit zentralem Schorf. Das sklerodermiforme Basaliom  (morpheiforme BCC, mBCC) bildet in und unter der Haut Ausläufer, die häufig symptomlos bleiben aber häufig zu Rezidiven führen. Die genaue Diagnose der unterschiedlichen Hauttumore erfordert ggf. die feingewebliche (histologische) Untersuchung einer Gewebeprobe.

Die Neurofibromatose 1 ist eine erblich bedingte oder durch eine Spontanmutation auftretende Erkrankung und tritt häufig im Jugendalter in Erscheinung. Es können sich gutartige Tumore an der gesamten Hautoberfläche ausbilden, aber auch Tumore in der Muskulatur, den Organen und im Schädel. Diese können unterschiedlich groß sein und in der Anzahl sehr variieren. Ebenso können flächige Gewebeveränderungen entstehen, die zu schnellem Wachstum neigen. Diese Neubildungen sind manchmal so groß oder sitzen an ungünstigen Stellen, dass es zu Funktionsbehinderungen kommen kann.

Dr. med. Carsten M. Philipp

Leiter
Dr. med. Carsten M. Philipp

Ute Müller

Leiterin
Ute Müller

Kontakt

Evangelische Elisabeth Klinik

Zentrum Lasermedizin

Lützowstraße 26

10785 Berlin

Sekretariat:
Carola Klefe
erreichbar werktags 8:00 bis 16:00 Uhr

Tel.: 030 2506-902

Fax: 030 2506-923

Terminvereinbarung über die Laserambulanz
Joanna Smaga, Anke Flood
erreichbar werktags 8:00 bis 15:00 Uhr
Tel.: 030 2506-900
Fax: 030 2506-308
laseranmeldung.elisabeth(at)pgdiakonie.de

Anfahrt