Patientinneninformation Brustverkleinerung/Bruststraffung

Von einer zu großen Brust (sog. Makromastie) spricht man im Allgemeinen ab einer BH-Körbchengröße von D. Jedoch gibt es auch immer wieder Frauen mit den BH-Größen E, F oder G. Diese extrem großen Brüste verursachen Schmerzen durch eine Fehlbelastung der Wirbelsäule oder einschneidende BH-Träger. Besteht dieser Zustand lange Zeit, können die Schäden an der Wirbelsäule irreversibel sein. Hinzu kommen Hautirritationen oder sogar Pilzinfektionen in den Hautfalten unter der Brust. Die betroffenen Frauen sind bei Sport und Bewegung deutlich eingeschränkt.

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Brustverkleinerung in der Regel dann, wenn mindestens 500 g Brustgewebe je Seite zu entfernen sind. Vor der Operation benötigen Sie eine Krankenhauseinweisung Ihres Hausarztes, Gynäkologen oder Orthopäden (für Privatpatienten nicht notwendig). Damit stellen Sie sich bitte in unserer Sprechstunde vor. Von uns erhalten Sie dann einen Befundbericht. Diesen Bericht und die Krankenhauseinweisung benötigen Sie, um bei Ihrer Krankenkasse die Kostenübernahme zu beantragen. Zudem fertigen wir eine Fotodokumentation an. Diese kann Ihnen oder, wenn Sie damit einverstanden sind, dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) zur Verfügung gestellt werden. Der MDK prüft als unabhängiger Gutachter im Auftrag der Gesetzlichen Krankenkassen Ihren Fall und spricht danach eine Empfehlung zur Kostenübernahme aus. Die letztendliche Entscheidung liegt jedoch bei der gesetzlichen Krankenkasse selbst. Für Privatpatienten ist der Prozess einfacher. Im Prinzip benötigen Sie hier keine Krankenhauseinweisung und keine Kostenzusage. Es empfiehlt sich jedoch, mit dem Befundbericht bei der Versicherung anzufragen, ob die Kosten getragen werden, um nicht im Nachhinein Probleme mit der Kostenerstattung zu haben. Brustverkleinerungen führen wir in inverser T-Technik oder in I-Technik durch.

Ist die Brust sehr groß oder besteht ein ausgeprägter Hautüberschuss, entsteht im Ergebnis der Operation ein Narbenverlauf, wie er in der Abbildung gezeigt ist. Bei jeder Brustverkleinerung oder -Straffung entsteht eine Narbe am Brustwarzenrand. Bei der sog. inversen T-Technik verläuft die Narbe unter der Brustwarze wie ein Buchstabe „T“ (Abb. links), der auf dem Kopf steht. Die senkrechte Narbe ist hierbei zwischen 4 und 6 cm lang. Die Länge der waagerechten Narbe entlang der Unterbrustfalte variiert je nach Größe der Brust bzw. Hautüberschuss, geht aber in der Regel nicht über die Unterbrustfalte hinaus. Dadurch wird die Narbe hier verdeckt. Viel wichtiger für ein schönes Langzeitergebnis ist jedoch die Neuformung der Brustdrüse unter der Haut. Gerne beraten wir Sie hierzu.

Diese Technik ist für Brüste mit geringerem Hautüber­schuss geeignet und kann auch als Kombination mit einer Brustvergrößerung angewandt werden. Hier entsteht neben der Narbe um die Brustwarze nur noch eine senkrechte Narbe unter der Brustwarze in Richtung Unterbrustfalte wie der Buchstabe „I“.