Patienteninformation Gynäkomastie (vergrößerte männliche Brust)

Die vergrößerte männliche Brust, die so genannte Gynäkomastie, kommt bei vielen Männern vor. Für Betroffene stellt sie eine starke psychische Belastung dar. Die Ursache ist meist eine genetisch oder hormonell bedingte Neigung zur vermehrten Fetteinlagerung in diesem Bereich. Es ist aber auch möglich, dass infolge hormoneller Störungen oder Medikamenteneinnahme (z.B. Anabolika) die Brustdrüse vergrößert ist.

Reine Fetteinlagerungen (sog. falsche Gynäkomastie) sind normalerweise durch Absaugung des überschüssigen Gewebes leicht zu korrigieren (Fettabsaugung). In diesen Fällen tragen die Krankenkassen die Kosten leider nicht. Wenn eine vergrößerte Brustdrüse (echte Gynäkomastie) besteht, haben auch Männer ein erhöhtes Brustkrebsrisiko. Das überschüssige Gewebe wird über einen halbkreisförmigen Schnitt am unteren Brustwarzenrand entfernt (Abb. 1). Muss bei einem Gewebsüberschuss Haut entfernt werden, entstehen Narben um die Brustwarze (Abb. 2) oder auch zusätzlich entlang der Unterbrustfalte (Abb. 3).