Operationsmethoden: minimalinvasive Chirurgie und Fast-Track-Chirurgie

Wann immer möglich, sinnvoll und machbar, operieren wir minimalinvasiv (Schlüssellochchirurgie). Hierbei wird mit möglichst kleinen Hautschnitten und Zugangswegen gearbeitet, um Weichteile und Muskeln zu schonen, damit Patienten nach der Operation möglichst schnell wieder fit werden und ihrem gewohnten Leben nachgehen können. Möglich ist die minimalinvasive Technik beispielsweise bei Operationen an der Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Nebenniere, Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse, Milz, Leistenbruch sowie am Magen, Darm und Blinddarm. Moderner Video- und Endoskopietechnik ermöglicht es uns, auch komplexe Eingriffe minimalinvasiv zu operieren.

Fast-Track-Chirurgie

Das international anerkannte Konzept hat zum Ziel, Patienten bei operativen Eingriffen so sanft wie möglich zu behandeln, Komplikationen zu verringern und somit schnellstmöglich die gewohnte Lebensqualität zurückzuerlangen. Ein wichtiger Aspekt der Fast-Track-Chirurgie ist die offene und ausführliche Kommunikation mit unseren Patienten. Wenn Sie wissen, was, wann, warum und wie stattfindet, haben Sie erfahrungsgemäß weniger Angst und erholen sich schneller von der Operation. 

Sanft und schonend

Die sanften und schonenden Methoden des Fast-Track-Konzeptes bedeuten also in erster Linie eine schnellere und schmerzärmere Behandlung, die die Belastungen für Körper, Geist und Seele deutlich minimiert. Von der deutlich sanfteren Operationsvorbereitungen über die Narkose und eine optimale Schmerzprävention bis zu raschen Mobilisation und dem zügigem Kostaufbau nach der Operation steht Fast-Track-Chirurgie für ein innovatives Konzept, dessen Ziel die schnellere Genesung ist. Da Angst und Stress eine Heilung verzögern können, legen wir größten Wert darauf, unseren Patienten in allen Phasen ihres Krankenhausaufenthaltes einfühlsam zur Seite zu stehen. Auch bei Eingriffen, die nicht minimalinvasiv stattfinden können, folgen wir den Erkenntnissen der Fast-Track-Chirurgie, beispielsweise bei der Schnittführung.

Narkose

Auch bei der Narkose werden im Fast-Track-Konzept die modernsten Verfahren angewendet, die den Organismus möglichst wenig belasten. Bei größeren Eingriffen erhält der Patient zudem eine begleitende Rückenmarksnarkose (Peridualanästhesie). Dadurch wird der Körper weniger durch starke Schmerzmittel belastet und Symptome wie Übel- und Müdigkeit nach der Operation verringern sich.

Schmerzen? Nein, danke!

Wir legen größten Wert darauf, dass unsere Patienten nach einer Operation so wenig Schmerzen wie möglich haben. Wichtige Stellschrauben unseres Schmerzmanagements sind neben den regulär verabreichten Schmerzmitteln zusätzliche Bedarfsmedikationen und regelmäßige Schmerzabfragen. Sollten Patienten noch Schmerzen verspüren, wird die Dosierung entsprechend angepasst. Zudem kann die Periduralanästhesie gegebenenfalls über zwei bis vier Tage nach der Operation fortgeführt werden.

Schnell wieder auf die Beine kommen

Ein weiterer Bestandteil des Fast-Track-Konzeptes ist die möglichst rasche Mobilisation: Noch am Tag der Operation kann der Patient unter professioneller Begleitung aufstehen, sofern er sich dazu in der Lage fühlt. Bereits vor dem Eingriff achten wir auf einen ausgewogenen Elektrolytehaushalt und verzichten daher auf die oftmals als unangenehm empfundene Darmspülung. Nach der Operation ist es wichtig, das Gleichgewicht des Organismus wiederherzustellen. Dazu gehört auch, dass der Patient nach den meisten Operationen möglichst schnell essen und trinken darf und soll. Denn ein leerer Darm trägt wenig zur Regenerierung und zur Wiederherstellung des Gleichgewichtes des Gesamtorganismus bei. Bis zwei Stunden vor dem Eingriff darf der Patient klare Flüssigkeiten zu sich nehmen und bereits vier Stunden nach den meisten Operationen werden ihm wieder Getränke und leichte Kost gereicht. Natürlich hängen Zeitpunkt und Schnelligkeit des Kostaufbaus auch von der Art der Operation ab und können individuell variieren. 

Das Zusammenspiel aller Maßnahmen der Fast-Track-Chirurgie trägt maßgeblich dazu bei, dass sich die meisten Patienten bereits wenige Tage nach der Operation wieder wohlfühlen und in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren können.

Prinzipiell erhalten Patienten immer eine auf ihr Krankheitsbild abgestimmte Behandlung, die im Vorfeld individuell besprochen wird.

PD Dr. med. Maik Kilian

Chefarzt
PD Dr. med. Maik Kilian

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