Spezialisierung Hernien (Eingeweidebrüche)

Als Hernie (Eingeweidebruch) wird der Austritt von Eingeweiden aus der Bauchhöhle durch eine Lücke in den tragenden Bauchwandschichten bezeichnet. Eine Hernie kann angeboren sein, entsteht aber oftmals auch erst im Laufe des Lebens. Die bekannteste Form ist der sogenannte Leistenbruch.

Im Hernienzentrum an der Evangelischen Elisabeth Klinik versorgt ein spezialisiertes Ärzteteam unter der Leitung von Oberarzt Dr. med. Jan Schulte-Mäter alle Formen von Bauchwandbrüchen. Die Behandlung erfolgt nach den aktuellen Standards und Empfehlungen der deutschen und europäischen Fachgesellschaften.

Unser Ziel ist es, dass jeder Patient mit einem Bauchwandbruch die für ihn bestmögliche Therapie erhält und so schnell wie möglich seine Lebensqualität wiedererlangt. Dafür stehen wir für eine schonende, schmerzarme Therapie in einer vertrauensvollen und zugewandten Umgebung.

Behandlungsspektrum

  • Nabel-, Leisten- und Schenkelbrüche 
  • Narbenbrüche nach vorausgegangenen Operationen
  • seltene Formen wie innere Bauchwandbrüche oder Brüche an künstlichen Darmausgängen
  • ausgedehnte Bauchwanddefekte nach Verletzungen, Unfällen oder komplizierten Voroperationen

Unsere Leistungen

  • Beratung und Aufklärung
  • Diagnostik: klinische Untersuchung, Ultraschalluntersuchung (Sonographie), bei Bedarf auch weitergehende Untersuchung wie Computertomografie, Kernspintomografie oder Endoskopie
  • modernste operative Behandlung: offene Verfahren mit und ohne Kunststoff-Netzimplantate, minimalinvasive Verfahren
  • strukturierte Nachsorge und Nachkontrolle in enger Zusammenarbeit mit den Hausärzten

Sanfte Chirurgie nach dem Fast-Track-Konzept

Von der Diagnose bis zur Nachsorge erfolgt die Behandlung in unserem Haus nach dem modernen und schonenden Konzept der Fast-Track-Chirurgie.

Das Hernienzentrum ist spezialisiert auf schonende Operationsverfahren und minimalinvasive Techniken bei Bruchoperationen. Das bedeutet: Wann immer möglich und sinnvoll, arbeiten wir mit möglichst kleinen Hautschnitten und Zugangswegen, um umliegende Weichteile und Muskeln zu schonen. Dadurch können Patienten nach der Operation besonders schnell gewohnte Bewegungen und Aktivitäten wieder ausführen. Der Einsatz von moderner Video- und Endoskopietechnik ermöglicht uns, auch komplexe Eingriffe minimalinvasiv zu operieren.

Methodenvielfalt und gebündelte Kompetenz unter einem Dach

Weitere Schwerpunkte des Hernienzentrums sind offene Verfahren der schichtgerechten Rekonstruktion der Bauchdecke sowie die konventionelle Reparation von Nabel-, Leisten- und Schenkelbrüchen. Die breit aufgestellte Expertise in den verschiedenen Behandlungsmethoden ermöglicht uns, jedem Patienten das Operationsverfahren zu bieten, welches für sein Krankheitsbild und seine Lebenssituation das optimale Ergebnis verspricht.

Dank der engen Zusammenarbeit mit der Abteilung für Plastische Chirurgie lässt sich für nahezu alle Patienten ein funktionell und kosmetisch ansprechendes Ergebnis erzielen – selbst im Falle einer aufwändigen Lappenplastik. Auch bei großen Bauchwanddefekten und gleichzeitig bestehenden künstlichen Darmausgängen bieten wir geeignete Lösungen. 

Kontakt

Die ambulante Vorstellung im Hernienzentrum ist werktäglich möglich. Bitte vereinbaren Sie einen telefonischen Termin 030 2506-260 oder schreiben Sie eine E-Mail an chirurgie.elisabeth(at)pgdiakonie.de

Bei akuten Beschwerden, beispielsweise einem eingeklemmten Leisten- oder Narbenbruch, versorgen wir Sie gern in unserer Rettungsstelle – dort sind wir rund um die Uhr für Sie da, 365 Tage im Jahr.