Elisabeth hilft

Hinter jedem Patienten steht ein Schicksal



Sturz mit bösen Folgen – Ärzte der Elisabeth Klinik konnten helfen!

Ein falscher Griff und schon passierte die Katastrophe: der Zirkusartist Alexander S. stürzte bei einem vierfach ungesicherten Salto und brach sich das Handgelenk. In der Evangelischen Elisabeth Klinik wurde er am nächsten Tag von Prof. Dr. med. Markus Küntscher, Chefarzt der Abteilung für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, operiert. Alexander S.:

„Ich beherrsche die Russische Schaukel eigentlich perfekt, war allerdings für eine Sekunde unaufmerksam. Da bin ich gestürzt.“ 

Der vierfache Salto ist eine riskante Nummer: Der Artist spring zwischen zwei gegenseitig schwingenden Trapezflächen hin und her. „Beim Absprung habe ich wahrscheinlich nicht richtig aufgepasst.“ Der Flugwinkel war falsch, der junge Artist stürzte sechs Meter tief und schlug mit voller Wucht auf die Manege und seinen rechten Arm. Eine Nacht hielt er noch durch, am nächsten Morgen allerdings suchte er Hilfe in der Rettungsstelle.

 „Es handelte sich um einen schweren, komplizierten Bruch des Handgelenks“, sagt Prof. Markus Küntscher (40) „Zwei Wurzelknochen waren geborsten, einer herausgesprungen, Bänder gerissen.“ Küntscher reparierte den Defekt in einer Zwei-Stunden-OP mit einer Schraube und zwei Drähten.

Gut zwei Monate muss der Artist Gips tragen und sich schonen.

„Aber die Chancen stehen gut, dass er seine Hand anschließend genauso gut bewegen kann wie vorher.“

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Darmkrebs - zufällig entdeckt!

Die 62-jährige Renate F. litt schon seit Monaten immer wieder unter ziehenden Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit und Schwierigkeiten mit dem Stuhlgang. Obwohl der Hausarzt ihr dringend riet, zu einer Vorsorgekoloskopie zu gehen, hatte sie Angst vor der Darmspiegelung. Als nun ihr Mann sie immer drängender darum bat, ließ sie sich glücklicherweise doch überzeugen! Der niedergelassene Hausarzt entdeckte während der Untersuchung in Vollnarkose tatsächlich einen Dickdarmkrebs und überwies die Patientin sofort an die Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie an der Evangelischen Elisabeth Klinik.

Priv.-Doz. Dr. Maik Kilian, Chefarzt der Abteilung: „Wir komplettierten ambulant die Diagnostik, besprachen den Fall in unserer Tumorkonferenz mit allen zuständigen Spezialisten und operierten sie etwa eine Woche nach der Diagnosestellung in minimal-invasiver Technik. Frau F. war vollkommen überrascht, dass sie bereits am Abend der Operation trinken und Joghurt essen durfte und dass sie sich – auch dank des rückenmarksnahen Schmerzkatheters – so schnell von der Operation erholte.“ Fünf Tage nach der lebensrettenden OP durfte sie schon wieder nach Hause gehen und kam wenige Tage später zur Abschlussbesprechung in die Sprechstunde. „Wir hatten das nunmehr vorliegende Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung des Operationspräparates inzwischen erneut in der Tumorkonferenz besprochen und konnten ihr daher die frohe Botschaft überbringen, dass sie keine Chemotherapie benötigt.“ Renate F. war natürlich überglücklich und bedankte sich von Herzen „Ich freue mich so, dass ich doch noch die Einschulung meines Enkels mitfeiern kann und möchte allen Menschen in ähnlichen Situationen nur raten: gehen Sie regelmäßig zur Vorsorge und zu Darmspiegelung! Das tut überhaupt nicht weh und rettet unter Umständen Ihr Leben.“

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Das Baby mit dem Feuermal

Als Jimmy Z. auf die Welt kam, hatte er ein deutlich sichtbares Feuermal (Naevus Flammeus) auf der rechten Wange, verursacht durch angeborene, erweiterte Blutgefäße. Feuermale sind in der Regel harmlos, verschwinden aber nicht von allein. Laserbehandlungen können helfen, die Male mit der Zeit verschwinden zu lassen. Im Alter von sechs Monaten begannen seine Behandlungen in der Abteilung für Lasermedizin an der Evangelischen Elisabeth Klinik. Der Patient erinnert sich: „Es folgten 15 intensive Laserbehandlungen über einen Zeitraum von 10 Jahren. Wenn andere Kinder in die Ferien fuhren, musste ich ins Krankenhaus. Ich fühlte mich in der Klinik schon fast wie zu Hause!“

Um Menschen mit Feuermalen nachhaltig zu helfen, kommen zwei Methoden zum Einsatz: Bei der selektiven Photothermolyse werden die erkrankten Kapillaren durch eine sehr kurze Erwärmung zum Platzen gebracht und damit das Gefäß zerstört. Bei der selektiven Photokoagulation werden die Kapillaren durch langsame Erwärmung erhitzt, schrumpfen und verkleben daraufhin. 

Dr. Carsten Phillip, Leiter der Lasermedizin: „Für die Verfahren werden verschiedenen Laser benutzt. Für die Photothermolyse nutzen wir gelbes Licht mit dem sogenannten gepulster Farbstofflaser, für die Photokoagulation werden meist infrarote, unsichtbare Wellenlängen genutzt. Zur Behandlung wird die Haut mit verschiedenen Verfahren, z. B. Eis, Spray oder Luft gekühlt.“

Der junge Mann ist nicht nur überglücklich, dass ihm geholfen werden konnte, er hat über die Jahre eine ganz besondere Beziehung aufgebaut zu den Ärzten und Pflegekräften der Evangelischen Elisabeth Klinik. „Ich bin von allen immer liebevoll und aufmerksam behandelt worden. Obwohl es für mich keine einfache Zeit war, habe ich mich trotzdem wohl gefühlt und war glücklich, dass mir hier geholfen wurde.“ Die gemachten Erfahrungen haben ihn für sein Leben geprägt. „Mit der Motivation, etwas bewegen zu können, entschied ich mich nach dem Abitur für das Studium der Humanmedizin an der Charité Berlin. Hierfür musste ich noch ein drei monatiges Pflegepraktikum in einer Klinik meiner Wahl ableisten." Er entschied sich für die Evangelische Elisabeth Klinik. Der ehemalige Patient kehrte als Mitarbeiter zurück!

„Das Studium ist wundervoll und die Arbeit mit Menschen ist unfassbar abwechslungsreich und bringt viel Freude. Einige meiner neuen Kollegen kennen mich noch als Baby und waren von Anfang an bei meiner Behandlung dabei. Und heute arbeite ich mit Ihnen zusammen, um den neuen Patienten die Zeit im Krankenhaus so angenehm wie möglich zu machen, so wie sie es damals bei mir und meiner Familie gemacht haben.“

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Kontakt

Evangelische Elisabeth Klinik

Lützowstraße 26

10785 Berlin

Tel.: 030 2506-1

Fax: 030 2506-333

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