#Klinikoffensive

23.10.2019 | Paul Gerhardt Diakonie

#Klinikoffensive: Unterfinanzierung bedroht Leistungsfähigkeit der Berliner Krankenhäuser

Unter dem Hashtag #Klinikoffensive rief am 23.10.2019 die Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) zur Demonstration vor dem Roten Rathaus auf, um Investitionen in Höhe von 3,5 Mrd. Euro für die Jahre 2020 bis 2030 für Berliner Kliniken zu fordern. Ziel der Demonstration ist es, die Folgen der langjährigen Unterfinanzierung zu beheben. Mehrere Hundert Krankenhausmitarbeiter folgten dem Aufruf. Die Johannesstift Diakonie war mit mehr als 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus ihren acht Berliner Krankenhäusern dabei und damit die größte Gruppe unter allen Teilnehmenden.

Wir unterstützen die Klinikoffensive der Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) für mehr Investitionen, bessere Ausstattung, Modernisierung und Digitalisierung. Allein in der Johannesstift Diakonie sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: Um moderne medizinische Versorgung und menschlich zugewandte Pflege garantieren zu können, hat das Unternehmen seit 2010 rund 200 Mio. Euro in verschiedenste Projekte investiert – davon ein Großteil aus Eigenmitteln. Refinanziert durch öffentliche Zuschüsse wurden rund 63,2 Mio. Euro, also weniger als ein Drittel der benötigten Summe.

Ein Kraftakt, der unter den zukünftigen finanziellen Rahmenbedingungen kaum zu leisten ist. Wir fordern: Für dringend notwendige Investitionen in den acht Berliner Krankenhäusern der Johannesstift Diakonie laufen zahlreiche Fördermittelanträge, die vom Senat freigegeben werden sollten. Zum Beispiel:

  • 5 Mio. Euro für die Modernisierung und Erweiterung der Intensivstation – Evangelische Elisabeth Klinik
  • 3,5 Mio. Euro für die Sanierung eines Bettenhauses – EGZB
  • 5 Mio. Euro für den Ausbau der Intensivmedizin – Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau
  • 12 Mio. Euro für die Refinanzierung des neuen Bettenhauses – Wichernkrankenhaus

Die Sachlage: Berlin muss in Krankenhausinfrastrukturen investieren. Dazu ist das Land gesetzlich verpflichtet. Dieser Verpflichtung ist Berlin viele Jahre lang nicht gerecht geworden. Es hat sich eine gigantische Investitionslücke aufgetan: das geht an die Substanz der Krankenhäuser. Dabei ist durch Bevölkerungszuzug in der wachsenden Stadt sowie durch eine alternde Bevölkerung mehr und bessere Substanz bei den Kliniken erforderlich. Nur mit einer ausreichenden und verlässlichen Investitionsfinanzierung können Krankenhäuser sich den gesamtgesellschaftlichen Aufgaben der Zukunft stellen, fit für den digitalen Wandel der Medizin werden, die Pflege verbessern, attraktive Arbeitsplätze bieten und mehr Fachkräfte ausbilden.

Mehr Informationen finden Sie unter www.bkgev.de

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Über die Johannesstift Diakonie gAG

Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. 8.850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten moderne Medizin und zugewandte Betreuung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:

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