02.10.2019

Doppelspende für das Hospiz

Einnahmen kommen Gästen sowie verwaisten Kindern zugute

Gleich zwei Spenden erhielt das Katharina von Bora Hospiz in der vergangenen Woche: 1.500 Euro vom Auto-Center Nußbaumweg, Inhaber Thomas Köppe und 650 Euro von Erika Miertsch und Gerd Norgel. Das Geld kommt sowohl den Gästen im Wittenberger Hospiz als auch Kindern, die ihre Eltern verloren haben, zugute.

„Wir haben in diesem Jahr unser 30-jähriges Firmenjubiläum gefeiert und wollten dies mit einem guten Zweck verbinden. Üblicherweise bekommt man zu einem solchen Anlass ja meist unzählige Blumen und Geschenke. Wir haben unsere Geschäftspartner und Kunden stattdessen gebeten, für das Hospiz zu spenden“, erzählt Thomas Köppe vom Auto-Center Nussbaumweg, wo seit 1989 in Wittenberg und an diesem Standort im Nußbaumweg seit 1994 Autos repariert werden. „Dieses Projekt hatte von Anfang an meinen größten Respekt, denn jeder von uns kann eines Tages hier Hilfe brauchen“, erklärt Herr Köppe, warum ausgerechnet das Hospiz unterstützt werden sollte.

Und das sahen auch die Gäste so, die sich bei bestem Wetter, die Ausstellung der Rallyeboliden und Oldtimer mit musikalischer Umrahmung von Denny Hertel und Mr. SMITH, gern am Kuchen- und Grillbuffet, sowie am Getränkestand, der ehrenamtlich von der Freiwilligen Feuerwehr Abtsdorf unterstützt wurde, großzügig zeigten. Und auch gern die Spendenbüchsen füllten. Der Erlös daraus ging zu 100 Prozent an das Hospiz. Am Ende rundete der Firmeninhaber auf und überreichte einen Scheck in Höhe von 1.500 Euro!

Vor allem für die Arbeit mit Kindern im Hospiz engagieren sich die Wörlitzer Erika Miertsch und Gerd Norgel. Frau Miertsch ist „Wiederholungstäterin“ und hat das Katharina von Bora Hospiz schon mehrfach mit Spenden unterstützt. „Auch ich habe dieses Projekt von Anfang an interessiert verfolgt und als ich gefragt wurde, ob ich eine Spendenbüchse in unserem Hotel aufstelle, habe ich natürlich zugestimmt“, erinnert sie sich. Schnell war für sie klar, dass sie die Arbeit mit schwerstkranken und sterbenden Menschen noch weiter unterstützen möchte und so spendete sie ihre Aufwandsentschädigung für die Arbeit im Ortschaftsrat. „Das Ganze haben wir dann noch aufgestockt: zunächst habe ich zusammen mit Herrn Norgel eine Aktion auf dem Adventsmarkt in Wörlitz organisiert. Als Nikolaus hat er im Bootshaus des Fürsten an der Gondelstation, das uns freundlicherweise vom Landhaus Wörlitzer Hof zur Verfügung gestellt wurde, Geschichten vorgelesen und Kinder wie auch Erwachsene konnten sich mit dem Nikolaus fotografieren lassen.“ Dazu kam auch in diesem Jahr wieder die Aufwandsentschädigung für die Tätigkeit als Ortschaftsrätin und so kamen insgesamt 650 Euro zusammen. Und die Aktion „Geschichten am Kamin mit dem Nikolaus“ soll auch auf dem diesjährigen 1. Adventsmarkt in Wörlitz fortgesetzt werden: am Samstag von 12:00 bis 18:00 Uhr sowie am Sonntag von 12:00 bis 16:00 Uhr.

Das von Frau Miertsch und Herrn Norgel überreichte Geld soll insbesondere für die Arbeit mit Kindern ausgegeben werden und Sindy Herrmann, Einrichtungsleiterin des Hospizes, unterstreicht, wie wichtig das ist: „Wenn Kinder ihren Vater oder ihre Mutter hier verloren haben, geht unsere Arbeit auch über den Tod hinaus. Wir betreuen und begleiten die Kinder weiter und helfen ihnen, ihre Trauer zu verarbeiten. Dabei setzen wir zum Beispiel therapeutische Spiele ein, mit deren Hilfe die Kinder spielerisch ihre Gefühle zeigen können. Oder aber wir machen Ausflüge und Unternehmungen. Auch hier ist die Hemmschwelle für Kinder geringer und sie trauen sich, ihren Gefühlen Raum zu geben.“

Sindy Herrmann ist immer wieder froh und dankbar, dass so viele Menschen in ganz unterschiedlichen Situationen und Anlässen an das Hospiz denken. „Zum einen freuen wir uns natürlich über jede Spende, zum anderen freut es uns, dass die Themen Trauer, Tod und Sterben zumindest im Landkreis Wittenberg kein Tabu-Thema mehr sind.“

Tag der offenen Tür

Wer sich das Hospiz selbst einmal anschauen möchte, hat dazu am Samstag, dem 12. Oktober 2019 Gelegenheit: Dann öffnet die Einrichtung auf dem Gelände des Evangelischen Krankenhauses Paul Gerhardt Stift ab 15:00 Uhr seine Pforten. Es finden Führungen durch das Haus statt, auf einem Herbstbasar gibt es eigens hergestellte Leckereien und Kreativarbeiten, außerdem warten ein Bücherverkauf und eine Bastelstraße für Kinder auf die großen und kleinen Gäste. Für das leibliche Wohl ist mit Kaffee, Kaltgetränken, Kuchen und Brotspezialitäten der Bäckerei Jäger sowie selbst gemachten Aufstrichen bestens gesorgt.

Über die Johannesstift Diakonie gAG

Die Johannesstift Diakonie gAG ist das größte konfessionelle Gesundheits- und Sozialunternehmen in der Region Berlin und Nordostdeutschland. 8.850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten moderne Medizin und zugewandte Betreuung im Einklang mit den christlich-diakonischen Werten des Unternehmens. Der Träger betreibt Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Niedersachsen mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen:

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