Pflegequalität: Qualifizierung für beste Pflege

Fort- und Weiterbildung in der Pflege

Heutzutage ist die Krankenpflege mit stetig wachsenden Ansprüchen verbunden – einerseits im Umgang mit dem Patienten, anderseits mit der Auseinandersetzung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Wir nehmen die Herausforderung an und legen großen Wert auf eine ständige Fort- und Weiterbildung unserer Pflegemitarbeiter. Neben dem Erhalt der vorhandenen Qualifikation dient unser Fortbildungsangebot vorrangig der Wissensaktualisierung und der Kompetenzerweiterung. Die Anpassung an Neuerungen wird somit möglich. Auch der regelmäßige, fachübergreifende Erfahrungsaustausch der Pflegemitarbeiter spielt für uns eine wichtige Rolle.

Themen unseres internen Fortbildungsprogramms sind:

  • Lebensrettende Sofortmaßnahmen
  • Chronische Wunden
  • Dekubitusprophylaxe
  • Moderne Schmerztherapie von akuten und chronischen Schmerzen
  • Gesundheitsförderung: Kinaesthetics in der Pflege
  • Gesunde Ernährung
  • Aromapflege
  • Gesundheits- und Infektionsschutz
  • Risikomanagement

Außerdem bieten wir unseren Mitarbeitern im Rahmen der Qualitätssicherung und Personalentwicklung u. a. die folgenden Weiterbildungsmöglichkeiten an:

  • Pflegefachkraft in der Intensivmedizin und Anästhesie
  • Management/ Leitung einer Station oder Abteilung
  • Onkologiefachpflege
  • Chirurgieassistenz
  • Algesiologische Fachassistenz
  • Praxisanleitung von Krankenpflegeschülern
  • Palliative Care
  • Wundexperte ICW

Dekubitusprophylaxe bzw. Dekubitusbehandlung

Als Dekubitus wird ein Defekt der Haut bezeichnet, der durch lokale Druckeinwirkung entsteht. Insbesondere bettlägerige, bewegungsarme Patienten sind dekubitusgefährdet. 

Dekubitusprophylaxe ist ein zentrales Thema der Pflege im Martin-Luther-Krankenhaus. Alle Pflegemitarbeiter sind diesbezüglich geschult und arbeiten nach einem festgelegten Konzept, das sämtliche erforderlichen Maßnahmen zur Vermeidung eines Dekubitus impliziert. Die Umsetzung des Dekubitusmanagements wird fortlaufend überwacht und regelmäßig evaluiert. 

Bereits bei Aufnahme des Patienten wird anhand bestimmter Risikofaktoren die Gefahr einer Dekubitusentstehung eingeschätzt und bewertet. Bei vorliegendem Dekubitusrisiko werden umgehend prophylaktische Maßnahmen eingeleitet. Die Einschätzung des Dekubitusrisikos erfolgt einmal pro Woche und dies während des ganzen Aufenthalts.

Die Pflegemitarbeiter sind dazu angehalten, besonders bei immobilen, betagten Patienten die Eigenbewegungen ausreichend zu stärken und zu fördern. Bei verminderter oder sogar fehlender Körperbewegung des Patienten wird durch regelmäßige Lagerungswechsel und Mobilisation eine sichere Druckentlastung gewährleistet.

Erfahrene Ernährungsberaterinnen sorgen dafür, dass der Speiseplan dekubitusgefährdeter Patienten genügend Vitamine und Spurenelemente enthält. Die Pflegekräfte achten auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. 

Sollte es trotz prophylaktischer Maßnahmen während des Krankenhausaufenthaltes zu der Entstehung eines Dekubitus kommen, wird umgehend der Wundmanager hinzugezogen. In Absprache mit den Ärzten legt dieser ein Therapiekonzept fest, überwacht und dokumentiert das Konzept.

Stürze im Krankenhaus vermeiden

Der Aufenthalt im Krankenhaus ist mit einigen Veränderungen verbunden. Es gilt, sich auf eine neue Umgebung und ungewohnte Situationen einzustellen. Geräusche, Licht, viele Untersuchungen und anderes mehr beeinträchtigen zudem die Ruhe. Trotz aller Vorsorge und systematischer Identifizierung von Sturzrisikofaktoren können Stürze im Krankenhaus somit leider schneller als zu Hause vorkommen.

Unser Ziel ist es, Stürze im Krankenhaus zu vermeiden. Deshalb bieten wir allen sturzgefährdeten (und interessierten) Patienten und deren Angehörigen eine Beratung über Risikofaktoren und bewährte Maßnahmen zur Sturzvermeidung an. Gern informieren wir auch über einsetzbare Hilfsmittel wie Hüftschutz oder rutschfeste Strümpfe. 

Bereits an dieser Stelle einige Tipps (was Sie selbst unternehmen können), um einen Sturz im Krankenhaus zu verhindern:

  • Bewegen Sie so viel und so oft wie möglich Ihre Gelenke und Muskeln, auch wenn Sie im Bett liegen.
  • Gehen Sie im Haus immer möglichst nahe an der Wand und benutzen Sie den Handlauf als Stütze.
  • Benutzen Sie stets Ihre vorhandenen Hilfsmittel wie Gehwagen, Gehstock oder Rollstuhl.
  • Halten Sie sich im Bad und in der Dusche immer am Haltegriff fest.
  • Stehen Sie vom Bett oder Stuhl langsam auf, damit kein Schwindel auftritt. Wir helfen Ihnen gerne!
  • Tragen Sie rutschfestes Schuhwerk oder rutschfeste Strümpfe.
  • Tragen Sie bitte keine Pantoffeln.
  • Lassen Sie keine Kabel oder Schnüre auf dem Boden liegen.
  • Bitte sagen Sie uns, wenn Sie verschüttete Flüssigkeiten oder andere Gefahrenquellen erkennen.
  • Achten auch Sie selbst darauf, dass oft benötigte Gegenstände wie Klingel, Telefon, Brille, Taschentücher oder Getränke in Ihrer Reichweite sind.
  • Lassen Sie sich beim Gang zur Toilette und beim Aufstehen vom Pflegepersonal helfen.
  • Rufen Sie das Pflegepersonal immer, wenn Sie sich unsicher fühlen.

Wenn Sie doch einmal stürzen:

  • Versuchen Sie bitte unbedingt ruhig zu bleiben.
  • Bitte stehen Sie nicht schnell wieder alleine auf, denn vielleicht haben Sie sich verletzt.
  • Bleiben Sie liegen und warten Sie auf Hilfe.
  • Drücken Sie die Klingel oder rufen Sie laut um Hilfe.

Jeder Sturz eines Patienten wird im Martin-Luther-Krankenhaus systematisch erfasst, um Sturzhäufigkeit, Anzahl und Merkmale betroffener Patienten sowie die evtl. auftretenden sturzbedingten Verletzungsfolgen auszuwerten und um bestimmte Präventionsmaßnahmen zu planen und umzusetzen.

Kerstin Patt

Pflegedirektorin/ Prokuristin
Kerstin Patt

Kontakt

Martin-Luther-Krankenhaus

Pflegedienst

Caspar-Theyß-Straße 27-31

14193 Berlin

Sekretariat:
Pia Hase

Tel.: 030 8955-3810

Fax: 030 8955-3812

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