Das Adipositaszentrum stellt sich vor

Jeder dritte Deutsche ist inzwischen übergewichtig – und wir werden immer dicker. Viele Übergewichtige haben schon etliche Diäten hinter sich und kennen die Frustration, wenn der Jojo-Effekt die Bemühungen von Wochen und Monaten wieder zunichtemacht. Selbstzweifel, Scham und Verzweiflung kennen die meisten unserer Patienten als Teil  ihrer Erkrankung. Hier ist Hilfe von außen notwendig, denn allein ist es schwer, den Kreislauf zu durchbrechen.

Übergewicht kann zur Krankheit werden

Wenn das Normalgewicht um 60 Prozent und mehr überschritten ist, wird das Übergewicht zur Krankheit. Man spricht von Adipositas (BMI > 35). Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes sind eine große Belastung für die Gesundheit. Auch Schmerzen in den Gelenken schränken die Patienten häufig ein. Ist dieser Punkt erreicht, kommt man mit den üblichen Methoden zum Abnehmen wie Diät und Sport nicht mehr weiter.

Es gibt Hilfe

Einen Ausweg bietet die Adipositaschirurgie. Methoden wie das verstellbare Magenband (Gastric banding) helfen, die Menge der aufgenommenen Nahrung zu reduzieren und damit dauerhaft Übergewicht zu verlieren. Im Adipositaszentrum führen wir alle gängigen Operationen durch. Wo dies möglich ist, wenden wir schonende minimalinvasive Methoden (Schlüsselloch-Chirurgie) an.

In unserer Adipositassprechstunde beraten wir Sie interdisziplinär – zusammen mit den anderen Fachabteilungen unseres Hauses (Klinik für Innere Medizin, Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie) und in Kooperation mit unseren niedergelassenen Kollegen (Praxis Dr. med. Matthias Robert). Gemeinsam erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan.

Unser Leistungsspektrum

Ein weiches Kunststoffband wird knapp unterhalb der Speiseröhre um den Magen gelegt. Dadurch entsteht ein kleiner Vormagen, der sich schnell füllt und dem Körper ein Gefühl der Sättigung signalisiert. Das Band kann auch nach der Operation jederzeit individuell angepasst werden.

Im ersten Schritt wird bei einem Magenbypass der Magen verkleinert. Im zweiten Schritt legt der Chirurg eine Umleitung zu einem tiefer gelegenen Darmstück und schließt den verkleinerten Magen an. Dadurch wird der gesamte Magen-Darm-Trakt verkleinert und weniger Nahrung aufgenommen.

Der Magenballon wird ohne chirurgischen Eingriff durch den Mund in den Magen eingeführt und dann mit einer sterilen Kochsalzlösung aufgefüllt. Der Ballon füllt den Magen zu einem großen Teil, so dass bei den Patienten ein schnelleres Gefühl der Sättigung entsteht.

Bei der Bildung eines Schlauchmagens wird der größte Teil des Magens entfernt, übrig bleibt ein kleiner Schlauch. Im Gegensatz zum Magenbypass bleibt der Rest des Verdauungstraktes erhalten.

Wir möchten Sie dabei unterstützen, wieder ein normales und gesundes Leben zu führen. 

Auf Ihrem Weg begleiten wir Sie und helfen Ihnen bei der Umsetzung, z. B. beim Ausfüllen von Anträgen für die Krankenkasse. Sprechen Sie uns bei Fragen jederzeit an!