Die Physikalische Therapie und Ergotherapie stellt sich vor

Das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau verfügt über eines der größten und modernsten Therapiezentren in Berlin. Auf 2.000 Quadratmetern versorgen rund 35 Therapeuten die Patienten aller Stationen unseres Krankenhauses. Alle Behandlungen stimmen unsere Physiotherapeuten und Ergotherapeuten direkt mit den Fachärzten unserer Kliniken ab.

Die Arbeit unserer Therapeuten ist auf die Mobilisierung und Beweglichkeit für die Ausübung von Alltagshandlungen ausgerichtet. Geduldig und einfühlsam aber mit Nachdruck leiten wir Patienten mit den verschiedensten Krankheitsbildern zur Steigerung der Vitalität an. Eine optimale Früh-Rehabilitation beginnt bereits im Krankenhaus. Darum suchen wir unsere Patienten, ob nach einem Unfall oder in der Akut-Geriatrie bereits am Krankenbett auf und beginnen mit den ersten Bewegungsübungen.

Nach der Entlassung unserer Patienten aus dem stationären Bereich kann die therapeutische Behandlung nahtlos im ambulanten Sport- und Rehazentrum Berlin fortgesetzt werden. Unser verzahntes Behandlungskonzept ermöglicht die physiotherapeutische und ergotherapeutische Behandlung von Hand zu Hand. Auch wenn die Therapeuten wechseln – das individuelle Therapiekonzept mit seinen persönlichen Zielen ist allen Therapeuten bekannt.

Unsere Ergotherapeuten beraten die Patienten nach dem Klinikaufenthalt zur Nutzung von Hilfsmitteln. Für unsere Rheumapatienten sind beispielsweise Übungen mit dem Strumpfanzieher von großer Bedeutung für den Alltag zu Hause.

Termine

Alle Termine für die Physiotherapie und Ergotherapie werden direkt über die Stationen vereinbart. Zur optimalen Koordination steht uns eine EDV-gestützte Terminverwaltung im gesamten Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau zur Verfügung.

Qualität

Im Team der Physikalischen Therapie und Ergotherapie arbeiten ausschließlich Therapeuten mit ausgeprägten klinischen Erfahrungen. Sie sind ausgebildete Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sporttherapeuten, Masseur oder Bademeister oder Übungsleiter für Koronar- und Gefäßsport. Alle Mitarbeiter haben Zertifikatskurse belegt und besitzen eine hochqualifizierte Ausbildung für die spezifischen medizinischen Bereiche. 

Wir gewährleisten ein hohes Qualitätsniveau in unserer stationären und ambulanten Therapie. Unser Team wendet alle ganzheitlichen Therapieverfahren an, um die Mobilität und Belastbarkeit für den Alltag oder das Berufsleben unserer Patienten wieder herzustellen. Die Schmerzlinderung ist dabei ein wichtiger Aspekt. Unsere Therapeuten arbeiten nach dem Bobath-Konzept und sind in der Manualtherapie für Säuglinge ausgebildet.

Weitere Informationen zur Physiotherapie

Weitere Informationen zur Ergotherapie

Die Ziele der stationären Physikalischen Therapie und Ergotherapie

Ziel der Physiotherapie im stationären Bereich ist es, die vorhandenen Ressourcen des Patienten zu nutzen und auszubauen. Mit therapeutischen Übungen verbessern wir die Beweglichkeit, Ausdauer- und Kraftleistung, das Gleichgewicht und die Körperhaltung. Durch die Physiotherapie können Schmerzen reduziert, die Durchblutung gesteigert und die Muskulatur entspannt werden. Wir trainieren wichtige, komplexe Alltagsabläufe, wie selbstständiger Transfer (z. B. vom Rollstuhl auf eine Liege), das Gehen, Treppesteigen. 

Die Aufgabe unserer Ergotherapeuten ist es, Menschen ihre Handlungsfähigkeit im Alltag zurückzugeben, wenn diese nach Lähmungen, Operationen, Brüchen o. ä. nicht mehr gegeben ist. Sie behandeln Bewegungseinschränkungen und Störungen im Bewegungsablauf (Grob- und Feinmotorik) und trainieren Wahrnehmung und Sensibilität. Sie fördern und stabilisieren Hirnleistungen wie das Gedächtnis oder die Aufmerksamkeit. Ziel der Ergotherapie ist eine verbesserte Lebensqualität für unsere Patienten, besonders im fortgeschrittenen Alter.

Die Anpassung von Hilfsmitteln sowie die Gebrauchsschulung gehören zur physiotherapeutischen und ergotherapeutischen Arbeit in enger Kooperation mit unserem Sanitätshaus vor Ort.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, unseren Patienten die größtmögliche Selbständigkeit in ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen.“

Das Ziel der physiotherapeutischen Behandlung von Patienten in der Orthopädie und Unfallchirurgie ist es, die natürliche Beweglichkeit wieder herzustellen und eine Schmerzlinderung zu erreichen. Unser ganzheitlicher Behandlungsansatz ermöglicht die individuelle Behandlung jedes Patienten. In der stationären Physiotherapie mobilisieren wir Gelenke und alle damit verbundenen Strukturen und trainieren die Aktivitäten des täglichen Lebens. Wir leiten kleine Kraft- und Ausdauertrainings an und führen ein sensomotorisches Training durch.

Im Bereich der stationären Ergotherapie unterstützen und begleiten wir in erster Linie Patienten nach Gelenkersatz (Hüft- und Knie-TEP). In Gruppen- und Einzeltherapien vermitteln wir den Umgang mit dem neuen Gelenk im Alltag, auch unter dem Einsatz von Hilfsmitteln. Zusätzlich bieten wir die Vermittlung von Alltaghilfen bei Rückenverletzungen und Rückenbeschwerden an.

Im Bereich der Handchirurgie können Patienten mit Hilfe verschiedener Techniken und Medien ihre Bewegungs- oder Sensibilitätseinschränkungen verbessern.

Die physiotherapeutische Behandlung auf den Stationen der Gefäß- und Viszeralchirurgie kann prä- und postoperativ (vor und nach der Operation) sowie konservativ erfolgen.

Sie dienen der Pneumonie-, Thrombose-, Dekubitusprohylaxe sowie Kontraktur- und Ödemprophylaxe, sollen den Kreislauf anregen und stabilisieren sowie Schmerzen bzw. Phantomschmerzen lindern. Speziell für die Gefäßchirurgie bieten wir die Stumpfformung/ ein Stumpftraining an sowie ein Prothesen- und Hilfsmitteltraining.

Eine physiotherapeutische Frühmobilisierung unterstützt die schnelle Wiederherstellung der Selbständigkeit. Bei Bedarf sind unsere Physiotherapeuten Ansprechpartner für die Hilfsmittelversorgung und Hilfsmittelanpassung.

Die Physiotherapie bei Intensivpatienten hilft, Sekundärschäden zu vermeiden und das Rehabilitationspotenzial des Patienten zu erhalten, zu fördern sowie Liegezeiten zu verkürzen. Im Vordergrund stehen hier eine möglichst schnelle Wiederherstellung der Selbstbestimmung und Eigenaktivität des Patienten sowie die Vermeidung von Komplikationen wie Lungenentzündungen, Thrombose, Beweglichkeitsverlust oder Muskelabbau. Unsere Physiotherapeuten unterstützen ferner die Sekretmobilisation, die Verbesserung der Belüftung und Durchblutung der Lunge, die Schmerzlinderung und die Verbesserung der Beweglichkeit des Brustkorbes. Sie trainieren die körperliche Leistungsfähigkeit, lockern Muskelverspannungen und verbessern die Haltung, die Koordination und das Gleichgewicht. Intensivpatienten lernen schonende Inhalationstechniken, Atemtechniken und Hustentechniken.

Die Physiotherapie in der Gynäkologie umfasst das Geburtszentrum, das Gynäkologische Krebszentrum und das Brustzentrum. Ziel ist es, bei den Patientinnen möglichst schnell körperliches Unwohlsein oder Schmerzen zu lindern und so Lebensqualität zu steigern. Nach Operationen stehen Übungen, die den Herz-Kreislauf anregen, die Atmung verbessern und die Hilfe zur Selbsthilfe (Anleiten zum korrekten Aufstehen, Gangschulung) im Vordergrund. Damit können mögliche Komplikationen vermieden werden.

Bettlägerige oder Schmerzpatientinnen können sanft z. B. manualtherapeutisch behandelt werden, um Muskelverspannungen zu regulieren. Auch Wärmebehandlungen, Ausstreichungen, Massagen und verschiedene Entspannungstechniken bewirken eine zeitnahe Verbesserung des Allgemeinzustandes.

Ist das Lymphsystem bei Patientinnen geschädigt, wird die sogenannte Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) durchgeführt. Dazu gehört eine individuelle Kombination aus Manueller Lymphdrainage mit anschließender medizinischer Kompressionsbandagierung und entsprechenden Entstauungsübungen.

Während der Übungseinheiten beraten wir Patientinnen physiotherapeutisch und bereiten sie auf das häusliche Umfeld vor. Wir geben Hinweise für spezielle Narbenbehandlungen, zeigen krankengymnastische Übungen und praktikable Dehnungen zum Training einer korrekten Haltung, für eine entlastende Lagerung, die Lymphabflusssteigerung und die Stimulierung des Beckenbodens, die um eine Schulung zur Blasen- und Darmregulation ergänzt werden kann. Kräftigende Atemtechniken, Entspannungsübungen sollen Patientinnen für den Alltag sensibilisieren.

Neonatologie

Bei den kleinsten Patienten des Hauses legen unsere Physiotherapeuten besonderen Wert auf eine entwicklungsfördernde Behandlung, die Vermeidung von Asymmetrien und die Atemtherapie. Neben der Therapie steht die Elternarbeit im Vordergrund.

Pädiatrie

Die physiotherapeutische Behandlung von Kindern erfolgt je nach Diagnose individuell und behutsam. Nach orthopädischen oder chirurgischen Operationen ist die Wiederherstellung der Beweglichkeit und der Kraft besonders wichtig. Neurologisch erkrankte Kinder werden mit den Möglichkeiten der Frühförderung behandelt. Bei Atemwegserkrankungen wie Bronchitiden oder Pneumonien liegt der Behandlungsschwerpunkt auf der Atemtherapie. 

Die Therapie im Bewegungsbad gehört zu unserem Behandlungsspektrum, z. B. bei Erstmanifestation Diabetes Typ I.

Auf den Stationen der Inneren Medizin werden Patienten mit Atemwegserkrankungen, kardialen Dysfunktionen, Multimorbidität, onkologischen Erkrankungen, Thrombosen, Embolien, Schwindel etc. physiotherapeutisch betreut.

Zu den hier angewendeten Therapieangeboten unserer Physiotherapeuten zählen: Atemtherapie, Herz-Kreislauftraining, Ausdauertraining, Mobilisation, Gangschule, Hilfsmittelgebrauch, Treppentraining, Gerätetraining, Motomed, Wärme- und Kryotherapie, Entspannungstechniken, entstauende Maßnahmen, Schwindeltraining.

Patienten mit onkologischen Krankheitsbildern werden im Rahmen der palliativmedizinischen Komplexbehandlung täglich umfassend betreut. Zu den physiotherapeutischen Behandlungsschwerpunkten gehören: Schmerztherapie, Mobilisation, Muskelerhalt oder Muskelkräftigung, Gerätetraining, Motomed, ADL-Training (Aktivitäten des täglichen Lebens = ADL), Hilfsmitteltraining, Prophylaxen, insbesondere Atemtherapie bei erhöhter Pneumoniegefahr immungeschwächter Patienten, Wärme- und Kryotherapie, Lichttherapie, Aromatherapie, entstauende und entspannende Maßnahmen. Unser Ziel ist es, Schmerzen zu lindern und Bewegungsfähigkeit zu erhalten.

Die Physiotherapie nimmt einmal wöchentlich an der Palliativsitzung teil.

Wir sprechen Ihre Sprache

Alle Behandlungen und Untersuchungen können in englischer, polnischer, russischer und französischer Sprache durchgeführt werden. Für weitere Sprachen stehen unseren Patienten die Dolmetscher unseres Hauses gern zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie dafür über den behandelnden Fachbereich oder die Station einen Termin.

Frank Hardt

Leiter interdisziplinäre ambulante Zentren
Frank Hardt

Andrea Arndt

Assistenz
Andrea Arndt

Kontakt

Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau

Physikalische Therapie und Ergotherapie

Stadtrandstraße 555

13589 Berlin

Sekretariat:
Elke Syfuß

Tel.: 030 3702-1780

Fax: 030 3702-1767

Termine

Alle Termine zur Physiotherapie und Ergotherapie werden direkt über die Stationen vereinbart.

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