Der Pflegedienst stellt sich vor

Die Versorgung unserer Patienten ist geprägt durch eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Patienten, den Pflegefachkräften und weiteren an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen. Unseren Mitarbeitern ist bewusst, dass der Aufenthalt im Krankenhaus für Patienten eine schwierige und ungewohnte Situation darstellt. Die neue Umgebung und der zunächst unbekannte Tagesablauf können verunsichern und eine zusätzliche Belastung neben der eigentlichen Erkrankung darstellen. Darum ist es unseren Mitarbeitern besonders wichtig, eine gute und von Vertrauen geprägte Beziehung zu unseren Patienten und ihren Angehörigen aufzubauen. Da die Pflegemitarbeiter den zeitlich intensivsten Kontakt zu den Patienten haben, erhalten sie oftmals Einblicke in ganz persönliche Lebensumstände. Hierbei gehen sie empathisch auf die individuellen Bedürfnisse ein. Unsere Beziehung zu Patienten ist dabei stets von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung gekennzeichnet.

Wir begleiten unsere Patienten in allen Lebensphasen

Wir betreuen unsere Patienten verantwortungsvoll, unabhängig von ihrem Alter und ihrer Lebensphase. Die Versorgung beginnt bereits vorgeburtlich und erfolgt bedarfsgerecht im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter sowie selbstverständlich auch in der letzten Phase des Lebens. Dabei ist es uns wichtig, aktuelle pflegewissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen und unser Handeln regelmäßig zu reflektieren. Durch das hohe und spezialisierte Fachwissen unserer Pflegefachkräfte können wir eine optimale Versorgung in den hochtechnologischen Bereichen, wie z. B. auf der Intensivstation oder im OP, sicherstellen.

Die Schwerpunkte unserer Pflege

Im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau findet ein strukturiertes Entlassungsmanagement statt. Dadurch kann eine adäquate Weiterversorgung der Patienten nach ihrer Entlassung gewährleistet werden. Hierzu wird bereits während der stationären Aufnahme ein voraussichtlich bestehender nachstationärer Versorgungsbedarf ermittelt. Dies geschieht in gemeinsamen Gesprächen mit dem Patienten und den Angehörigen sowie mit weiteren an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen.

Wir sind behilflich bei der Organisation von geeigneten Hilfsmitteln, bei der Beantragung einer Pflegestufe, bei der Suche nach einer weiterversorgenden Einrichtung oder eines ambulanten Pflegedienstes. Die Mitarbeiter des hauseigenen Sozialdienstes sind hierbei für die verschiedenen stationären Nachsorgeformen zuständig. Die ambulante Weiterversorgung wird durch unsere im Hause tätigen Entlassungskoordinatoren organisiert.

Zukünftig möchten wir unsere Entlassungsplanung auch über den Krankenhausaufenthalt hinaus überprüfen. Hierzu möchten wir Patienten oder ihre Nachversorger telefonisch kontaktieren, um die von uns koordinierten Maßnahmen evaluieren zu können und sicherzugehen, dass sie auch nach ihrem Aufenthalt bei uns gut versorgt sind.

Unser Wundmanagement zeichnet sich durch eine professionelle und fachgerechte Behandlung von Wunden aus. Wir gewährleisten eine phasengerechte Wundversorgung mit modernen Wundmaterialien. Unser Wundgremium besteht aus Gesundheits- und Krankenpflegern und weitergebildeten Wundexperten, die von ärztlichen Kollegen aus den unterschiedlichen medizinischen Fachabteilungen unterstützt werden. Zu den Aufgaben des Wundgremiums gehört es, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen und die Wundversorgung am Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau stetig weiterzuentwickeln. Durch berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit kann eine individuell auf den Patienten ausgerichtete Therapie unter Berücksichtigung seiner Bedürfnisse entwickelt werden.

Die Anwendung der Aromapflege steigert das allgemeine Wohlbefinden und fördert die Beziehung zwischen Patienten und Pflegenden. Durch die ätherischen Öle werden Psyche und Physis gleichermaßen angeregt.

Seit 2009 wenden wir die Aromapflege an. Dafür haben wir etwa 60 Pflegemitarbeiter in der Aromapflege ausgebildet. Unsere Experten wenden die ganzheitliche Aromakunde im Pflegebereich an und treffen sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch und zur Supervision. Aromapflege ist eine komplementäre Pflegemethode, die mit dem Einsatz von ätherischen Ölen arbeitet. Sowohl Anwendung als auch Wirkung der 100 Prozent reinen ätherischen Öle erfolgen über die gesunde Haut. Auch der Geruchssinn spielt hier eine wichtige Rolle.

Taktile Berührungen und Reize durch Berührung begleiten uns in allen Lebensstufen – von der Geburt bis hin zum Tod. So wird die Entwicklung von Kindern entscheidend durch Berührungen beeinflusst. Sie ist wesentlich für eine gesunde Entwicklung. Im Erwachsenenleben finden wir unseren Partner und erleben Berührung in unserer Beziehung und Familie. Mit zunehmendem Alter oder im Zusammenhang mit Erkrankungen werden Berührungen und Kontakte in vielen Fällen seltener – Partner sterben, Kinder verlassen das Haus. Die Momente von Berührung, Nähe und Ansprache werden immer seltener. Situationen, in denen sie hilfreich und tröstlich wären, nehmen dagegen zu.

Mit der Einführung von respectare® in Kombination mit der Aromapflege soll den Pflegenden ein ergänzendes Konzept zum respektvollen Umgang mit dem Patienten an die Hand gegeben werden. Dieses Konzept soll die professionelle, medizinische und pflegerische Betreuung der Patienten ergänzen und abrunden. Respektvolles Berühren, kombiniert mit dem Einsatz von Aromapflege, soll die Ängste der Patienten mildern oder gar überwinden, Schmerzen reduzieren und den Heilungsprozess unterstützen oder die Begleitung in der letzten Lebensphase intensivieren.

Je mehr der Mensch auf die äußere Hilfe angewiesen ist, desto intensiver empfindet er die verschiedenen Wege der Ansprache und reagiert entsprechend. Begegnen wir einem Patienten einfühlsam und respektvoll, fühlt er sich sicherer und eher geborgen. Diese Begegnungen beinhalten die respektvolle Ansprache, das Gespräch und die Berührung.

Die Schmerzwahrnehmung ist ein individuelles Geschehen, welches wir sehr ernst nehmen. Unsere Pflegefachkräfte befragen Patienten regelmäßig zu ihren Schmerzen. Die Erfassung von Schmerzen dient dazu, eine adäquate Schmerztherapie einzuleiten. Neben der medikamentösen Therapie, welche nach ärztlicher Rücksprache erfolgt, versuchen wir auch mit Hilfe pflegerischer Maßnahmen Schmerzen zu lindern. Wir arbeiten aktiv in der Arbeitsgemeinschaft „akuter und chronischer Schmerz“ und nehmen regelmäßig an interdisziplinären Schmerzkonferenzen teil.

Das Ziel der sanften Pflege ist es, eine harmonische Verbindung zwischen dem Einsatz technischer Geräte und bedürfnisorientierter, entwicklungsfördernder Pflege von Frühgeborenen und kranken Reifgeborenen zu gewährleisten.

Mensch werden ist eine Kunst.
(Novalis 1772-1801)

Unter Entwicklungsförderung wird eine gezielte Unterstützung des Neugeborenen in Bezug auf seine motorischen, emotionalen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten verstanden.
Individualisierte, entwicklungsfördernde Pflege fördert durch gezielte Stimulation die Reifung des frühkindlichen Gehirns und die Ausbildung der Sinne. Neurologische Defizite und Verhaltensauffälligkeiten lassen sich durch besondere Pflege und Zuwendung im Vergleich zur herkömmlichen Betreuung verhindern.

Sanfte, entwicklungsfördernde Pflege bedeutet in den Bereichen des Kreislaufs, der Atmung, der Verdauung, der Verstoffwechselung und der Orientierung, ressourcenorientiert und unter Wahrung der Individualität und einem richtigen Maß an Stimulation zu unterstützen, zu fördern und zu optimieren.

Die Pflegeperson tritt dem Kind mit Respekt, Verantwortung und Wertschätzung gegenüber. Die Koordination der Pflegehandlungen soll für das Kind wahrnehmbar und nachvollziehbar sein. Durch spezielles Handling und Berührung wird Kommunikation mit dem Kind erst möglich. Grundvoraussetzungen dafür sind, die Fähigkeiten eines Frühgeborenen oder kranken Reifgeborenen zu kennen, zu erkennen und zu verstehen.

Die Pflegedirektion im Porträt

Wir sprechen Ihre Sprache

Für die pflegerische Betreuung in Fremdsprachen stehen unseren Patienten die Dolmetscher unseres Hauses zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie dafür über den behandelnden Fachbereich oder die Station einen Termin.

Andrea Lemke

Pflegedirektorin
Andrea Lemke

Kontakt

Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau

Pflegedienst

Stadtrandstraße 555

13589 Berlin

Sekretariat:
Kerstin Vogel

Tel.: 030 3702-2033

Fax: 030 3702-2037

Anfahrt

Weiterführende Informationen: