Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie stellt sich vor

Unsere Zertifizierungen

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie ist mit mehr als 140 Betten eine der größten in Berlin. Das vielseitig ausgebildete und erfahrene Spezialisten-Team bietet eines der umfassendsten Leistungsspektren der Stadt und ist in der „ganzen Welt der Orthopädie und Unfallchirurgie“ zu Hause.

Die Klinik ist auch als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZmax) zertifiziert. Mit rund 4.000 stationären Fällen und etwa 1.500 endoprothetischen Versorgungen an Hüfte, Knie und Schulter pro Jahr ist sie damit das größte zertifizierte Implantationszentrum Berlins. Mit der Zertifizierung entspricht die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie den höchsten Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC). Die Zertifizierung durch ClarCert bescheinigt, dass Operationen der großen Gelenke auf höchstem Sicherheitsniveau und nach neuesten medizinischen Standards durchgeführt werden.

Die Qualität der Arbeit der Klinik wird regelmäßig auch im Rahmen weiterer Untersuchungen bestätigt. So wurde sie im Bereich der Implantation künstlicher Knie- und Hüftgelenke in einer Befragung Berliner Ärzte am häufigsten empfohlen, die vom Tagesspiegel und dem Verein Gesundheitsstadt Berlin initiiert worden war. Die Hüft- und Kniechirurgen wurden von der FOCUS-Ärzteliste als „Top Mediziner“ ausgezeichnet. Und der Bereich Orthopädie gesamt wurde von der FOCUS-Klinikliste bereits zum 5. Mal als „Top Nationales Krankenhaus“ gekürt.

Die Schwerpunkte der Klinik

Heute können für nahezu alle Gelenke des menschlichen Körpers Endoprothesen (künstliche Gelenke) eingesetzt werden. Vor allem die stark beanspruchten Kniegelenke, Hüftgelenke, Schultergelenke und Sprunggelenke werden ausgetauscht. 

Unser Zentrum für Endoprothetik ist das größte Implantationszentrum Berlins und übernimmt die Maximalversorgung von Patienten. Jährlich werden rund 1.200 Patienten operativ behandelt, davon erhalten rund 650 ein neues Hüftgelenk und 450 ein künstliches Kniegelenk.

Je nach körperlicher Beanspruchung, der Knochenbeschaffenheit und den eingesetzten Materialien beträgt die Lebensdauer eines künstlichen Gelenkes etwa 20 bis 30 Jahre. Als Spezialisten für Wechseloperationen führen wir den Austausch sowie auch Revisionsendoprothetik von Hüft- und Kniegelenken, auch in schwerwiegenden Fällen, durch. 

Unsere Klinik ist an Studien zur primären Hüft- und Knie-Endoprothetik sowie zu Wechseloperationen beteiligt.

In der Hüftchirurgie des Evangelischen Waldkrankenhauses Spandau werden sämtliche Erkrankungen im Bereich des Beckens und der Hüftgelenke auf internationalem Niveau und wissenschaftlich fundiert therapiert. Dazu gehören angeborene und erworbene Deformitäten, degenerative Veränderungen sowie akute und chronische Folgen von Verletzungen. Ein sehr breites Kompetenzspektrum erlaubt eine optimale Auswahl des Verfahrens und des Implantates in Abstimmung auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten. In den meisten Fällen kommen minimalinvasive Verfahren zum Einsatz, die über eine Minimierung des Weichteilschadens eine zügige schmerzarme Mobilität ermöglichen.

In der Kniechirurgie werden degenerative Erkrankungen, chronische Überlastungsschäden sowie akute Verletzungen behandelt. Dazu gehören arthritische und rheumatische Erkrankungen sowie die Versorgung von Meniskusrissen oder Kreuzbandverletzungen.

Die Kniearthroskopie hat eine lange Tradition in unserem Hause. So werden Erkrankungen oder Verletzungen der Kreuzbänder, der Menisken, der Kniescheibe und des Knorpels meist über eine arthroskopisch operiert und ein Eröffnen des Gelenkes ist kaum noch notwendig.

Die Sportmedizin des Evangelischen Waldkrankenhauses Spandau kann auf jahrzehntelange Erfahrung im Breiten- und Leistungssport zurückblicken. Als Kooperationspartner des Olympiastützpunktes Berlin steht die Betreuung und Versorgung von deutschen Spitzenathleten im Vordergrund.

Die Mitarbeiter haben in den letzten Jahren als Mannschaftsärzte in der 1. Volleyball-Bundesliga, der 1. Frauenfußball-Bundesliga sowie der Hockey-Nationalmannschaft der Frauen ihre Expertise bei der Behandlung von Sportverletzungen und Sportschäden unter Beweis gestellt. Als medizinische Dozenten des Berliner Fußballverbandes sind sie regelmäßig um die Ausbildung der im Breitensport tätigen Trainer und Betreuer bemüht. Die operative, aber auch konservative Behandlung von sporttraumatologischen Verletzungen und Überlastungsschäden stehen im Mittelpunkt dieses Bereiches.

An den Extremitäten und der Wirbelsäule können sich Tumore bilden. Meist handelt es sich jedoch um eine Metastase (Absiedlung) eines anderen Tumors. Das Teilgebiet „Tumororthopädie“ umfasst die chirurgische Behandlung von Weichteiltumoren, Gelenktumoren und Knochentumoren. Wie in allen Feldern der Tumorchirurgie wird dabei zwischen gutartigen (benignen) und bösartigen (malignen) Tumoren unterschieden. 

Nach umfassender Diagnostik und in enger Zusammenarbeit mit dem Onkologischen Zentrum sowie mit einem pathologischen und zytologischen Labor wird ein individueller Behandlungsplan für den Patienten entwickelt und eine eventuelle Operation gemeinsam vorbereitet. Neben der Bestrahlung oder einer Chemotherapie kann der Tumor operativ entfernt werden. Gewebeuntersuchungen sind praktisch jederzeit vor und nach der Behandlung möglich. 

Für die Rekonstruktion von Knochendefekten steht eine eigene Knochenbank für Transplantationen zur Verfügung. Der Bereich „Tumororthopädie“ der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie behandelt im Jahr mehr als 100 Patienten mit Tumoren des Haltungs- und Bewegungsapparates.

Das Spektrum der Fußchirurgie umfasst sämtliche operative Behandlungsmöglichkeiten am oberen Sprunggelenk und am Fuß. Es werden angeborene und erworbene Deformitäten, degenerative Veränderungen sowie akute und chronische Folgen von Verletzungen behandelt.

Jährlich werden in unserem Krankenhaus ungefähr 500 Eingriffe an Füßen durchgeführt, 200 davon entfallen auf den unfallchirurgischen Bereich. Dabei kommen moderne Operationstechniken und individuell ausgewählte Implantate zum Einsatz, um den Weichteilschaden zu minimieren und die Mobilität der Patienten bei nachhaltiger Schmerzfreiheit schnell wieder herzustellen.

Für alle Unfälle und Sportverletzungen sind wir 24 Stunden am Tag im notfallmedizinischen Dienst für unsere Patienten da. Unsere Orthopäden und Unfallchirurgen versorgen Patienten mit einem Knochenbruch bis hin zu Schwerst- und Mehrfachverletzten, z. B. nach einem Verkehrsunfall. Die Art der Behandlung ist von der Verletzung abhängig und reicht vom Gipsverband bis zur Operation.

Durch rheumatische Erkrankungen können lokale Gewebe, z. B. an Gelenken und Sehnen, zerstört werden. Dies kann in der Folge zu Einschränkungen oder zum Verlust der Beweglichkeit führen. Ein operativer Eingriff kann die Gelenkfunktion wieder weitgehend herstellen.

Erkrankungen wie Osteoporose sind weit verbreitet und gewinnen in einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung an Bedeutung. Die Ursachen liegen im physiologischen Aufbau und der Vitalität des Skelettsystems, also der Knochenstruktur. Die Osteologie beschäftigt sich mit Erkrankungen des Skelettsystems. Wir arbeiten im klinischen Bereich mit aktuellen Therapieformen zur Behandlung von Osteoporose, Osteodystrofia deformans, Osteogenesis imperfecta oder Hypophosphatasie.

Die Behandlung und Operation von Kindern erfolgt gemeinsam mit dem Zentrum für Kinder- und Jugendorthopädie. Die enge Zusammenarbeit und Abstimmung ist besonders für die behutsame Behandlung kleiner und noch im Wachstum befindlicher Patienten bedeutend.

Unser Organismus besitzt Selbstheilungskräfte, die eine Regeneration und damit Gesundung nach einer Erkrankung ermöglichen. Bei größeren Verletzungen sowie bei komplexen oder degenerativen Erkrankungen reichen diese Selbstheilungskräfte jedoch nicht mehr aus. 

Die Regenerative Medizin basiert auf neuesten Erkenntnissen der Zell- und Molekularbiologie und nutzt natürliche biochemische und biophysikalische Prozesse gezielt für den therapeutischen Einsatz. So können bei Beschwerden an Hüftgelenk, Schulter oder Knie, z. B. durch eine Arthrose, zur Wiederherstellung einer schmerzfreien Beweglichkeit Knorpel aus körpereigenen Stammzellen gezüchtet und injiziert werden. Die Gelenke werden entlastet und körpereigene regenerative Prozesse angeregt und unterstützt. 

Die Stammzellentherapie ist eine individuelle Gesundheitsleistung oder Privatleistung.

Prof. Dr. med. Ulrich Nöth ist Gastwissenschaftler an der Charité im Bereich Regenerative Medizin/Tissue Engineering.

Patienten jedes Alters nach Unfällen, Sportverletzungen, mit chronischen Erkrankungen oder Degenerationserscheinungen werden in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie kompetent und mit hohem Qualitätsanspruch behandelt. Eine besonders enge Zusammenarbeit besteht mit dem Zentrum für Kinder- und Jugendorthopädie und der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie.

Zur Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie gehören vier Operationssäle, die mit moderner Röntgentechnik, einem Operationsmikroskop und einem Operationslaser ausgestattet sind. Unsere Operateure sind bestrebt, alle Eingriffe so klein wie möglich zu gestalten und setzen, wenn möglich, mikroinvasive Operationsverfahren ein.

Optimale Behandlungsergebnisse erzielen wir durch eine individuelle Betreuung der Patienten sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Fachbereichen unseres Hauses.

Diagnostik von Sonografie bis Magnetresonanztherapie

Eine genaue Diagnostik ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung. Daher arbeiten unsere Fachärzte eng mit der Klinik für bildgebende Diagnostik und Interventionsradiologie zusammen. Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie verfügt darüber hinaus über eine eigene spezifische Ausstattung für verschiedene Untersuchungen.

Für die präoperative Diagnostik und Nachuntersuchungen werden z. B. Sonografien, Säuglingssonografien, Dopplersonografien, Röntgenuntersuchungen, konventionelle Tomografien sowie die Skelett- und Weichteilszintigrafien vorgenommen. Ergänzend kommen die Computertomografie (CT), die Magnetresonanztomografie (MRT), die digitale Subtraktionsangiografie (Untersuchung von Blutgefäßen) sowie die Myelografie (Untersuchung von Bandscheibenvorfällen) zum Einsatz.

Physikalische Therapie und Ergotherapie

Zur orthopädischen Klinik gehört die Physikalische Therapie und Ergotherapie. Ein Team von mehr als 30 Therapeuten versorgt die Patienten auf allen Stationen unseres Hauses und mobilisiert auch unsere Patienten vor und nach Operationen. Das Therapiezentrum verfügt auf einer Fläche von 2.000 qm über diverse Therapiegeräte und ein Bewegungsbad.

Im Notfall: Rettungsstelle

Die Bereitschaftsdienste der orthopädischen und unfallchirurgischen Klinik sind rund um die Uhr an der Notfallversorgung der Patienten in der Rettungsstelle des Hauses beteiligt. Die Versorgung von Berufsunfällen ist durch die Zulassung zum D-Arzt-Verfahren gegeben.

Qualitätssicherung

Zur medizinischen Dokumentation und Qualitätssicherung steht ein vernetztes, digitales Informationssystem mit standardisierter Befunddokumentation und prä- und postoperativem Scoring zur Verfügung. Zur Qualitätssicherung sind EDV-gestützte Programme für die Komplikationsstatistik und die Erfassung der nosokomialen Infektionen (Krankenhausinfektionen) nach dem Krankenhaus-Infektions-Surveillance-Systems (KISS) implementiert.

Wir sind Vertragspartner der Krankenkassen zur Integrierten Versorgung für Hüftendoprothetik (Hüftgelenkersatz) und Knieendoprothetik (Kniegelenkersatz).

Wir sprechen Ihre Sprache

Alle Behandlungen und Untersuchungen können in englischer Sprache durchgeführt werden. Für weitere Sprachen stehen unseren Patienten die Dolmetscher unseres Hauses gern zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie dafür über den behandelnden Fachbereich oder die Station einen Termin.

Prof. Dr. med. habil. Ulrich Nöth, MHBA

Chefarzt
Prof. Dr. med. habil. Ulrich Nöth, MHBA

Kontakt

Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau

Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Stadtrandstraße 555

13589 Berlin

Sekretariat:
Doreen Schütte

Tel.: 030 3702-1002

Fax: 030 3702-2204

Orthopädische Ambulanz und Aufnahme:
Termine für die Sprechstunden können telefonisch unter 030 3702-1007 vereinbart werden.

Sprechstunde

Anmeldung für die Sprechstunden

Dienstag und Donnerstag
10:00 - 15:30 Uhr

Termine können telefonisch unter 030 3702-1007 vereinbart werden.

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