Netzwerk Prävention und Gesundheitsförderung in Spandau (KiJu Fit)

Seit über 10 Jahren arbeiten das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau und der Bezirk Spandau für ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in Spandau intensiv zusammen. Ursprung hierfür war die gemeinsame Initiative „Netzwerk Kindergesundheit“ der Spandauer Politiker Swen Schulz, Ursula Meys und Martin Matz sowie Dr. med. Frank Jochum, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Evangelischen Waldkrankenhauses Spandau.

Aufbau des Netzwerkes der Präventionsmedizin und Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter Aktionsraum plus

Ab 2011 wurde mit Unterstützung des Berliner Senates (Programm „Aktionsräume plus“) systematisch ein Netzwerk der Präventionsmedizin und Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter (KiJu Fit) aufgebaut, zunächst im Pilotprojektgebiet Falkenhagener Feld und dann im gesamten Aktionsraum plus Gebiet Spandau Mitte.

Nach Analyse der gesundheitlichen Probleme und Bedarfe ging es in den nächsten Jahren besonders darum, alle relevanten Akteure zu identifizieren und Kontakte herzustellen. Im nächsten Schritt wurden diese aufgrund der Ausgangsanalyse für wichtige Themen des gesunden Aufwachsens sensibilisiert. So wurde beispielsweise mit dem Kinder- und Jugendgesundheitsdienst die Fortbildung für Familienhelfer initiiert.

Gleichzeitig ergaben sich grundsätzliche Bedarfe der Gesundheitsförderung. So wurden zum Beispiel in enger Zusammenarbeit mit den Grundschulen das Programm Klasse2000 für Schüler der ersten bis vierten Klasse und ein speziell an die Spandauer Bedürfnisse angepasster Gesundheitsunterricht für die fünfte Grundschulklasse eingeführt. Durch Unterstützung der Erwin Fey Stiftung konnte der dazu entwickelte Leitfaden des Gesundheitsunterrichtes für alle Grundschulen in Spandau gedruckt werden.

Zur Förderung der Bewegung von Kindern in den Wintermonaten hat KiJuFit die bewegten Winterspielplätze an mehreren Standorten in Spandau etabliert. Durch eine Mischfinanzierung des Senats, des Bezirks und des Unternehmens „Deutsche Wohnen“ wird in den kommenden Jahren dieses Angebot ermöglicht. 

Eine bezirkliche Gesundheitskonferenz hatte besonders das Ziel, die Teilnehmer in den jeweiligen Altersbereichen (junge Familie, Kita, Grundschule, Oberschule) unter Berücksichtigung der gewonnenen Erkenntnisse zu vernetzen und gemeinsam zu überlegen, wie ein gesundes Aufwachsen in Spandau weiter unterstützt werden kann.

Aufbau der Präventionskette des gesunden Aufwachsens in Spandau/ Netzwerkfonds

Das seit 2011 entstandene Netzwerk der Prävention und Gesundheitsförderung (Abschlussbericht) in Spandau ist seit Anfang 2015 Basis zum Aufbau einer Präventionskette des gesunden Aufwachsens in Spandau. Dieser Aufbau wird von dem Bezirk mit besonderem Engagement des Stadtrates für Soziales und Gesundheit Frank Bewig und durch den Netzwerkfonds des Senates für Stadtentwicklung gefördert. In dem Netzwerk arbeiten das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau und die Planungs- und Koordinierungsstelle des Bezirkes Spandau eng strategisch zusammen und bilden den Rahmen für die Präventionskette.

In altersabhängigen Untergruppen der Präventionskette untersuchen die darin vertretenen Akteure des Netzwerkes welche Bedarfe und Angebote es für die Kinder und Eltern in den jeweiligen Altersgruppen gibt und wo ergänzt werden muss. Der Rahmen dient dann der altersübergreifenden Vernetzung. Aktiv sollen gesundheitsfördernde Programme, dort wo Bedarfe gesehen werden, identifiziert, ausgearbeitet und im Setting etabliert werden sowie den Institutionen Arbeits- und Informationsmaterialien zur Unterstützung zur Verfügung gestellt werden.

Beispielsweise wurde identifiziert, dass Kitas einen „Wegweiser Gesundheit“ benötigen, der Informationen und Anleitungen zur Kindergesundheit gibt. Dieser wurde unter Einbezug der Altersuntergruppe Kita des Netzwerkes zum Aufbau der Präventionskette entwickelt. Dank der Unterstützung der Werner Coenen Stiftung kann dieser nun für alle Kitas sowie Tagesmütter und -väter in Spandau vervielfältigt werden.

Gefördert durch:

Netzwerkfond des Senates für Stadtentwicklung
Erwin Fey Stiftung
Werner Coenen Stiftung
Unternehmen „Deutsche Wohnen“