Die Klinik für Bildgebende Diagnostik und Interventionsradiologie stellt sich vor

Die Klinik für Bildgebende Diagnostik und Interventionsradiologie ist für die Röntgendiagnostik des Hauses zuständig. Unter der Leitung von Dr. med. Christian Rosenberg werden von Röntgenassistenten und Radiologen jährlich u. a. mehr als 50.000 konventionelle Röntgenuntersuchungen, 4.500 Computertomografien (CT), 1.600 Säuglingshüftsonografien, 1.500 Kernspintomografien (MRT) sowie 1.500 Angiografien (Darstellung von Gefäßen) durchgeführt.

Unsere Klinik ist mit moderner Röntgentechnologie ausgestattet. Der Einsatz eines digitalen Kommunikationssystems (PACS) vereinfacht die enge und wichtige Vernetzung mit den anderen Kliniken als eine Grundvoraussetzung für eine differenzierte Diagnosestellung und die optimale Versorgung aller Patienten im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau. 

Für die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie fertigen wir Röntgenaufnahmen von Teilen des Skeletts oder sogar des gesamten Skeletts an, die auch das Erkennen von Skelettreifungsstörungen und tumorösen Nebenbildungen des Bewegungsapparates ermöglichen. Kontrastmitteluntersuchungen der Nieren, Gallenwege, Pankreas, Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarmdiagnostik werden auf Anforderung der Viszeralchirurgen und Gastroenterologen durchgeführt. Gemeinsam mit der Klinik für Kinder und Jugendmedizin übernehmen wir die Diagnostik der ableitenden Harnwege (Miktionscysturethrografie), insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern.

Gelassen ins MRT

Das Team der Klinik für Bildgebende Diagnostik und Interventionsradiologie kennt die verschiedenen Reaktionen von Patienten vor einer Untersuchung, beispielsweise der Magnetresonanztomografie (MRT). Unsere Mitarbeiter nehmen sich einfühlsam jedes Patienten an. Wir haben Erfahrungen und Verständnis für ängstliche oder klaustrophobische Patienten. Unser Ziel ist es, jeden Patienten gelassen bei der Untersuchung zu begleiten. Patienten mit unangenehmen Erfahrungen können uns dies gern vorher mitteilen.

Moderne Untersuchungstechnik

Seit Mai 2012 verfügt unsere Klinik über ein besonders komfortables MRT-Gerät: Das „Magnetom Aera“ besitzt eine 70 cm große Gantry-Öffnung (Durchmesser der Untersuchungszone/Röhre) mit einem sehr kurzen Magnetfeld (140 cm). Dies erlaubt bei den meisten Untersuchungen den Kopf außerhalb der Gantry zu lagern und gibt den Patienten ein deutlich freieres Gefühl. Beides ermöglicht die Untersuchung von Patienten mit einem Gewicht bis zu 230 kg bei ausgesprochen hoher Bildqualität für eine differenzierte muskuloskelettale Diagnostik, Frakturlokalisation, Erkrankungen von Bandscheiben, Sehnen und Gelenken. Auch Ganzkörper-MRT-Untersuchungen sind mit dem neuen Gerät möglich. Die genaueren MRT-Aufzeichnungen ermöglichen eine bessere Operationsplanung, zum Beispiel in der Wirbelsäulenchirurgie. Funktionsuntersuchungen der Wirbelsäule (Funktionsmyelografie) ist angesichts präziser MRT-Diagnostik nur noch speziellen Fragestellungen vorbehalten.

Mammografie und onkologische Diagnostik

In enger Kooperation mit dem Brustzentrum führen onkologisch und diagnostisch erfahrene Radiologen und Röntgenassistenten Mammografien, Mammasonografien und MRT der weiblichen Brust durch. Eine empathische Betreuung bei den Untersuchungen ist uns ebenso wichtig, wie eine möglichst geringe Strahlendosis bei allen Routineanwendungen. Ab sofort steht den Patientinnen in unserer Klinik ein neues, volldigitales Mammografiegerät für eine noch geringere Strahlenbelastung bei der Untersuchung zur Verfügung stehen. Mit dem neuen Gerät kann zugleich eine genau platzierte Vakuumbiopsie (Gewebeentnahme zur weiteren Untersuchung) vorgenommen werden.

Biopsie

Die Klinik für Bildgebende Diagnostik und Interventionsradiologie führt computertomografiegesteuerte Biopsien durch. Hier handelt es sich um gezielte Gewebeentnahmen, z. B. aus der Leber, Lymphknoten, Wirbelsäulentumoren, die im zytologischen Labor im Auftrag der Onkologischen Zentren durchgeführt werden. Mit dem neuen stereotaktischen Mammografiegerät werden Vakuumbiopsien der Brust noch schneller möglich. 

Qualität und Zusammenarbeit

Die Klinik für Bildgebende Diagnostik und Interventionsradiologie arbeitet sehr eng mit den anderen Fachdisziplinen zusammen. Gewünschte medizinische Bildaufnahmen werden abgestimmt und zusammen mit den Fachärzten ausgewertet.

Die Schwerpunkte der Klinik

Ein Schwerpunkt des konventionellen Röntgens liegt durch die enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie in der Skelettdiagnostik sowie in der Untersuchung aller degenerativen und rheumatischen Knochenleiden, Skelettreifungsstörungen und tumoröser Neubildungen am Bewegungsapparat.

Röntgenbilder werden für fast alle OP-Vorbereitungen benötigt und von unserem Team durchgeführt. Neben klassischen Gelenkaufnahmen erstellen wir Funktionsmyelografien der Wirbelsäule, fertigen lange Achs- und Messaufnahmen von Extremitäten an, übernehmen arthografische Untersuchungen von Gelenken mit Subtraktionstechnik bei Verdacht auf Prothesenlockerung sowie die Magen-Darm-Diagnostik einschließlich der Dünndarmdarstellung.

Die Sonografie wird bei Erkrankungen der Bauchorgane (Abdominalorgane), der Harnwege, des Rippenfelles, der Schilddrüse und der Weichteile sowie der weiblichen Brust eingesetzt. Unsere Klinik ist mit drei hochwertigen Sonografiegeräten ausgestattet. Zwei weitere Geräte erlauben uns die farbkodierte Duplexsonografie für die bestmögliche Thrombosediagnostik.

Mammakarzinome (Brustkrebs) werden vor einer anstehenden Operation (präoperativ) nicht nur unter Röntgenkontrolle, sondern wenn möglich sonografisch (mittels Ultraschall) beurteilt.

Die Nuklearmedizin ist mit zwei Gammakameras ausgestattet und liefert Szintigramme, aus denen wertvolle Informationen für die weitere Therapie abgeleitet werden können. Das Untersuchungsspektrum der Nuklearmedizin umfasst:

  • Lungenszintigramm
  • Skelettszintigramm
  • Schilddrüsenszintigramm
  • Untersuchung von Wächterlymphknoten (Sentinel)

In Zusammenarbeit mit dem Brustzentrum unseres Hauses führen wir bei der Vorbereitung einer Mammatumorchirurgie auch die Sentinel-Lymphnode-Biopsie (Wächterymphknotenbiopsie) durch.

Ein besonderer Schwerpunkt in unserer Klinik sind venöse und arterielle Gefäßleiden. Diese Gefäßerkrankungen an Venen und Arterien werden in enger Zusammenarbeit mit dem Gefäßzentrum Berlin-Brandenburg an einem digitalen Multifunktionsarbeitsplatz mit Subtraktionsangiografie (DSA) untersucht. Im venösen Bereich können sämtliche Körperregionen abgebildet werden, einschließlich der Varikografie, einer direkten Kontrastmittelinjektion in die Krampfader. 

Im arteriellen Stromgebiet (vom Herzen wegführend) werden außer den Herzkranzgefäßen alle übrigen Gefäßregionen, wie die Hauptschlagader, untersucht. Hierzu zählen auch selektive Gefäßdarstellungen, Provokationsaufnahmen bei Verdacht auf Gefäßverschlüssen (extraluminale Gefäßkompression), Gefäßverkrampfungen (Angiospasmen) sowie Kälteagglutinine, einer Gefäßkrankheit. Für Patienten, die kein Positiv-Kontrastmittel erhalten dürfen, (z. B. bei Niereninsuffizienz oder Dialyse-Patienten) kann mit dem Einbringen von CO2-Gas statt Kontrastmittel (CO2-Angiografie) eine Gefäß-Diagnose gestellt werden.

In Kooperation mit der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie führen wir Gefäßinterventionen bei Durchblutungsstörungen im Beckenbereich, an Beinen und Armen sowie der Bauchorgane durch. Unsere Expertise liegt hier in der Ballonangioplastie und der Stent-Implantation.

Unser Computertomograf (Spiral-CT, 64-Zeiler) kommt nicht nur für diagnostische Zwecke im gesamten Körper zum Einsatz. Neben reinen Untersuchungen werden auch therapeutische Eingriffe durchgeführt. Computertomografien (CT) geben wertvolle Informationen bei diagnostischen Knochenpunktionen (Biopsien), besonders bei unklaren Prozessen der Wirbelsäule und bei Tumorpunktionen. Unter CT können Körperflüssigkeiten, z. B. zu weiterführenden bakteriologischen Untersuchungen oder Bandscheibendarstellung, mit Kontrastmitteln dargestellt werden.

Mit therapeutischer Zielsetzung werden Abszessdrainagen unter bildgebender Diagnostik angelegt. Dies erspart Patienten oft einen weiteren chirurgischen Eingriff. Für die Verbesserung der Durchblutung in den Beinen oder den Armen werden unter CT-Kontrolle Symphatikolysen durchgeführt. Auch Schmerzmittel oder andere Medikamente können direkt und exakt an schmerzhaften und schwer zugänglichen Regionen platziert werden. Facettengelenke der Wirbelsäule, die Abnutzungserscheinungen aufweisen und Schmerzen verursachen, können unter einer Computertomografie behandelt werden, so dass ein nicht invasives Verfahren weitgehend die katheterunterstützte Angiografie in unserem Hause abgelöst hat. Ferner werden Infiltrationen der Nervenwurzeln bei bestimmten Bandscheibenvorfällen durchgeführt.

Ein bedeutender Diagnostikbereich ist die Kernspintomografie, auch Magnetresonanztomografie (MRT) genannt. Mit unserem neuen, komfortablen MRT-Gerät werden neben Untersuchungen an Wirbelsäule und Gelenken auch die großen Körpergefäße (MR-Angiografie) sowie die Bauchregion (Abdominalorgane) einschließlich der Gallenwege (MR-Cholangiografie) und Harnwege, der Blase und den weiblichen inneren Geschlechtsorganen in herausragender Bildgüte dargestellt. Aufgrund unserer hervorragenden Vernetzung haben wir den großen Vorteil der ständigen Qualitätskontrolle unserer Diagnostik.

Neben den stationären Patienten werden ambulant alle selbst zahlenden Patienten betreut. Eine Ermächtigung zur Versorgung der Kassenpatienten besteht für Angiografien (Untersuchung der Gefäße), Funktionsmyelografien (der Wirbelsäule), Arthrografien (Gelenkuntersuchungen) und Kontrastmitteluntersuchungen bei zu erwarteter allergischer Reaktion (allergischer Diathese).

Zur Unterstützung der ambulanten Versorgung der gesetzlich versicherten Patienten besteht eine Kooperationsvereinbarung mit der Praxis Dr. Hagemeier zur Durchführung des konventionellen Röntgens (Computertomografie/CT und Magnetresonanztomografie/MRT).

Wir sprechen Ihre Sprache

Alle Behandlungen und Untersuchungen können in englischer, russischer, und polnischer Sprache durchgeführt werden. Für weitere Sprachen stehen unseren Patienten die Dolmetscher unseres Hauses gern zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie dafür über den behandelnden Fachbereich oder die Station einen Termin.

Dr. med. Christian Rosenberg

Chefarzt
Dr. med. Christian Rosenberg

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Klinik für Bildgebende Diagnostik und Interventionsradiologie

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