Qualitätsindikatoren und Projekte des Qualitätsmanagements

Unsere Qualitätsindikatoren

Zur Überwachung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität verwenden wir in der Evangelischen Lungenklinik Berlin folgende Qualitätsindikatoren:

Initiative Qualitätsmedizin (IQM)

Die Paul Gerhardt Diakonie ist Mitglied der Initiative Qualitätsmedizin (IQM). IQM ist eine trägerübergreifende Initiative von Krankenhäusern. Ziel ist, die medizinische Behandlungsqualität im Krankenhaus für alle Patienten zu verbessern. Der gemeinsame Handlungskonsens der Mitglieder besteht aus folgenden Grundsätzen:

  • Qualitätsmessung auf Basis von Routinedaten
  • Transparenz der Ergebnisse durch deren Veröffentlichung
  • Qualitätsverbesserung durch Peer-Review-Verfahren

Damit geht die Paul Gerhardt Diakonie freiwillig weit über die bestehenden gesetzlichen Anforderungen zur Qualitätssicherung hinaus und setzt im Interesse bester Medizin und größtmöglicher Patientensicherheit Maßstäbe. Dies beinhaltet auch die regelmäßige Information der Öffentlichkeit über die medizinischen Qualitätsdaten. Diese konsequente Ergebnistransparenz ist für uns ein zusätzlicher Ansporn, um noch besser zu werden.

Weiterführende Informationen: unsere aktuellen IQM-Daten

Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS)

Die Klinik für Thoraxchirurgie beteiligt sich am externen Qualitätssicherungsprojekt KISS (Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System) des Robert Koch Instituts. In diesem Rahmen werden u.a. die postoperativen nosokomialen Wundinfektionen ("Krankenhausinfektionen") zu ausgewählten Operationen erfasst und gemeldet und anhand von Referenzdaten bewertet. Dies ist ein extern validiertes Verfahren, d.h. die Wahrhaftigkeit der Daten wird in Abständen überprüft und nur bei Erfüllung der Vorgaben wird die weitere Teilnahme zugelassen.

SQG (ehemals BQS)

Für die externe Kontrolle der Qualität unserer Leistungen in Medizin und Pflege nutzen wir kontinuierlich die vergleichende Qualitätsüberprüfung „Sektorenübergreifende Qualität im Gesundheitswesen“ (SQG).

G-IQI (German Inpatient Quality Indicators)

Die Qualitätsindikatoren G-IQI dienen der Ermittlung der Qualität der Versorgung stationärer Patienten. Die G-IQI wurden bewusst zur Messung mittels der sogenannten Routinedaten entwickelt. Dadurch stützt sich die Erhebung der Ergebnisse auf Daten, die kaum durch Art oder Umfang in ihrer Dokumentation beeinflusst werden und einer größtmöglichen Sorgfalt und Überprüfung unterliegen. Die G-IQI sind konzipiert, um Transparenz in beeinflussbaren Behandlungsergebnissen herzustellen und Verbesserungspotentiale in Behandlungsabläufen zu identifizieren.

Projekte des Qualitätsmanagements

Zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung unserer Qualität setzen wir uns jährlich Qualitätsziele, die wir in Form von Qualitätsprojekten bearbeiten. Nachfolgend finden Sie eine Auswahl der derzeit laufenden Projekte.

Durch die Einführung von Lean Management möchten wir die Entwicklung einer wertschöpfungsorientierten Haltung in allen Unternehmensebenen forcieren.
Beim Lean Management geht es darum, den Blickwinkel des Patienten einzunehmen und nachfolgend die Abläufe im Krankenhaus für Patienten und Mitarbeiter zu verbessern. Dies wird hauptsächlich durch das Aufspüren und gezielte Vermeiden von unnötigen Arbeitsschritten erreicht. Die Beseitigung der überflüssigen Tätigkeiten führt nicht zum Personalabbau, sondern dazu, dass für die eigentlichen Aufgaben mehr Zeit zur Verfügung steht.

Zur Sicherstellung einer modernen Wundversorgung arbeiten wir nach den Richtlinien eines interdisziplinären Wundmanagements. Dafür werden ärztliche und pflegerische Mitarbeiter zu Wundexperten ausgebildet und stehen zur Beratung unserer Patienten und der Versorgung problematischer Wunden zur Verfügung.
Ziel ist es, durch ein einheitliches, abgestimmtes Vorgehen bei Diagnostik, Therapie und Behandlung den Wundheilungsprozess zu fördern, Komplikationen zu vermeiden und die Lebensqualität des Patienten zu fördern.
Mittels regelmäßiger Fortbildungen und Audits werden die Mitarbeiter geschult und die Ergebnisse der Wundbehandlungen überprüft.

Zur Vermeidung von Eingriffsverwechslungen beteiligen wir uns am Internationalen WHO-Projekt „Action on Patient Safety: High 5's“. Ziel ist die Verhinderung von Eingriffsverwechslungen durch drei sich ergänzende Prozessschritte, die in einer OP-Checkliste dokumentiert werden:

  1. Präoperativer Verifikationsprozess (relevante Dokumente und Untersuchungsergebnisse liegen vor und wurden auf Patientenidentität, Eingriff, Eingriffsort und ggf. benötigte Implantate überprüft)
  2. Markierung des Eingriffsortes (zweifelsfreie Identifizierung des vorgesehenen Eingriffsortes)
  3. Team-Time-Out (abschließende Überprüfung unmittelbar vor Beginn des Eingriffs durch das gesamte OP-Team)

Das Verfahren ist in der Evangelischen Lungenklinik Berlin eingeführt und wird bei allen zu operierenden Patienten angewendet.

Zur Steigerung der Patientensicherheit wurden in der Evangelischen Lungenklinik Berlin 2012 Patientenidentifikationsarmbänder eingeführt. Jeder Patient erhält ein Armband mit seinen Daten, um zu jedem Zeitpunkt der medizinischen und pflegerischen Behandlung eindeutig identifizierbar zu sein.

Kontakt

Evangelische Lungenklinik Berlin

Lindenberger Weg 27

13125 Berlin

Tel.: 030 94802-0

Fax: 030 94802-270

Terminvergabe für stationäre Aufnahmen
Tel.: 030 94802-260

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