Die Klinik für Pneumologie stellt sich vor

Die Klinik für Pneumologie unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Christian Grohé bietet ein umfassendes Spektrum der Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Erkrankungen der Atmungsorgane. Fachärzte, speziell ausgebildete Pflegekräfte und Physiotherapeuten, Psychoonkologen und Sozialdienst arbeiten dabei eng zusammen. Hauptarbeitsgebiete der Klinik sind akute und chronische Lungen- und Bronchuserkrankungen wie Asthma bronchiale, Bronchitis, Emphysem, Lungenfibrose sowie Tumorerkrankungen und schlafbezogene Atemstörungen.

Die hohe medizinische Qualität auf dem Gebiet der Tumorerkrankungen der Lunge bestätigt die Deutsche Krebsgesellschaft seit 2009 mit der Anerkennung als zertifiziertes Lungenkrebszentrum. Die Klinik verfügt zudem über ein akkreditiertes Schlaflabor und ist von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin als Weaning-Zentrum für die Entwöhnung von Beatmungshilfen akkreditiert.

Traditionell deckt die Klinik für Pneumologie die Versorgung eines großen Teils von Tuberkulose-Neuerkrankungen in Berlin ab und ist in dieser Hinsicht in einem weiten Umfeld konsiliarisch tätig. Die Spezialisten der Klinik für Pneumologie erforschen und behandeln ebenso seltenere Erkrankungen wie Alpha-1-Mangel und pulmonal arterielle Hypertonie (PAH).

Stationäre Untersuchungen und Therapien werden durch ambulante Angebote ergänzt. Das Ambulanzzentrum der Klinik für Pneumologie koordiniert die ambulante Versorgung und ermöglicht Patienten mit Lungenerkrankungen eine optimale Nachsorge.

Die Schwerpunkte der Klinik für Pneumologie

Zehn bis 15 Prozent aller Deutschen leiden unter COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Darunter versteht man eine chronische Entzündungsreaktion in den Bronchien. Anders als bei der Bronchitis zeigen sich bei der COPD Funktionsveränderungen der Lunge und die Verengung der Atemwege kann durch die Therapie nicht vollständig behoben werden.

Wir bieten alle konservativen und operativen Behandlungsformen der COPD an. Die Behandlung kann auch ambulant in unseren Medizinischen Versorgungszentren in Berlin-Kreuzberg und Oranienburg fortgeführt werden, wo unter anderem Patientenschulungen zum Umgang mit der Krankheit durchgeführt werden.

Lungengerüsterkrankungen (interstitielle Lungenerkrankungen) bezeichnen eine Gruppe von Erkrankungen, bei denen in erster Linie das Zwischengewebe der Lunge und die Lungenbläschen betroffen sind.

Dazu gehören die idiopathische Lungenfibrose, rheumatische Lungenerkrankungen (wie zum Beispiel die nichtspezifische interstitielle Pneumopathie, NSIP) sowie alle weiteren Formen von Kollagenosen (Erkrankungen des Bindegewebes). Folge dieser Erkrankungen ist meist eine Vernarbung der Lunge, die mit Kurzatmigkeit, Reizhusten und allgemeiner Leistungsschwäche einhergeht. Wir behandeln alle Formen von Lungengerüsterkrankungen nach modernsten Standards.

Infektiöse Erkrankungen der Lunge (Lungenentzündung), der Atemwege oder des Rippenfells werden durch Bakterien, Viren oder Pilze verursacht. Auch wenn die meisten Lungenentzündungen in einigen Wochen ausheilen, muss jeder vierte Betroffene stationär im Krankenhaus behandelt werden. Patienten mit besonders schweren Krankheitsverläufen behandeln wir auf unserer Intensivstation. Falls notwendig können wir den Patienten auch vorübergehend künstlich beatmen.

Wesentlich seltener tritt die Tuberkulose auf. Sie kann grundsätzlich jedes Organ befallen, meist ist jedoch die Lunge oder das Rippenfell betroffen. Wenn es sich um eine sogenannte "offene Tuberkulose" handelt, müssen erkrankte Patienten eine Zeit lang isoliert liegen, da eine hohe Ansteckungsgefahr besteht. Durch unsere medikamentöse Therapie nach modernsten Standards sind alle Formen der Tuberkulose heute gut behandelbar. Traditionell deckt die Klinik für Pneumologie die Versorgung eines großen Teils von Tuberkulose-Neuerkrankungen in Berlin ab und ist in dieser Hinsicht in einem weiten Umfeld konsiliarisch tätig.

Unsere Tuberkulose-Ambulanz begleitet Tuberkulosepatienten durch den gesamten Heilungsprozess. Darüber hinaus bieten wir auch Menschen Rat und Diagnostik an, die Kontakt zu Tuberkulosekranken hatten und unsicher sind, ob sie selbst erkrankt sind, oder Menschen, bei denen ein Tuberkulosekontakt vermutet wird und denen zur weiteren Klärung geraten wird.

Asthma bronchiale gehört ebenfalls zu den chronisch entzündlichen Erkrankungen, die vorwiegend durch Allergene ausgelöst werden. Die Behandlung erfolgt in erster Linie durch zwei Gruppen von Medikamenten – zur Erweiterung der Bronchien und zur Entzündungshemmung.

Die Behandlung von Asthma erfolgt ambulant in unseren Medizinischen Versorgungszentren in Berlin-Kreuzberg und Oranienburg, wo unter anderem Patientenschulungen zum Umgang mit der Krankheit durchgeführt werden.

Die Klinik für Pneumologie bietet eine spezielle Ambulanz zur Diagnostik und Therapie von pulmonal arterieller Hypertonie (Lungenhochdruck). Dabei stehen invasive Funktionsdiagnostik wie Rechtsherzkatheter, kardio-respiratorische Funktionsdiagnostik wie Spiroergometrie sowie ambulantes Monitoring zur Verfügung.

Lungenhochdruck kann eine Folge von Bluthochdruck und anderer Herzkrankheiten sein. Auch Lungenembolie, chronische Bronchitis oder Lungenfibrose können dazu führen. Das gemeinsame Symptom all dieser Krankheiten ist Luftnot, die sich zuerst bei körperlichen Belastungen zeigt.

Um eine optimale Diagnostik und Behandlung des Lungenhochdrucks zu ermöglichen, kooperieren die Pneumologen der Evangelischen Lungenklinik Berlin eng mit externen Spezialisten weiterer Fachdisziplinen der Inneren Medizin. Im "Netzwerk pulmonal arterielle Hypertonie Berlin (Buch)", das u.a. von der Klinik für Pneumologie initiiert wurde, arbeiten Pneumologen, Kardiologen und Rheumatologen interdisziplinär zusammen, um das gemeinsame Ziel einer verbesserten Überlebensrate, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der Patienten zu erreichen.

Für die PAH-Ambulanz wird ein Überweisungsschein benötigt. Termine können telefonisch unter 030 94802-112 vereinbart werden.

Die Evangelische Lungenklinik Berlin verfügt über zwanzig Jahre Erfahrung in der Betreuung von Patienten mit einem Alpha-1-Antitrypsin-Mangel - eine angeborene Erkrankung, bei der ein in der Leber gebildetes Enzym (Schutzenzym) dem Organismus nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung steht.

Seit 2003 besteht in der Klinik für Pneumologie ein Alpha-1-Center, das sich durch Experten mit besonderer Kompetenz für dieses Krankheitsbild auszeichnet.

Insektenstiche verlaufen mit einer geröteten Schwellung und Juckreiz an der Einstichstelle für die allermeisten Menschen glimpflich. Doch ungefähr jeder Zwanzigste reagiert allergisch auf Stiche von Wespen oder Bienen.

Die Evangelische Lungenklinik Berlin bietet eine spezielle ambulante Sprechstunde für Patienten mit Insektengiftallergie sowie ambulante und stationäre Hyposensibilisierung an.

Die lange wissenschaftliche Tradition der Evangelischen Lungenklinik Berlin und die hohen Fallzahlen bei der Behandlung von Lungenkrebs stellen sicher, dass Lungenkrebspatienten eine optimale, den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen folgende Behandlung erhalten. Dies bestätigt die Deutsche Krebsgesellschaft seit 2009 mit der Anerkennung als zertifiziertes Lungenkrebszentrum.

Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von Fachärzten, onkologisch ausgebildeten Pflegekräften, Psychoonkologen und spezialisierten Physiotherapeuten ermöglicht neben einer sicheren Diagnose und optimalen Therapie auch eine umfassende Nachsorge. Die onkologische Fachambulanz bietet die Möglichkeit der ambulanten Diagnostik, Therapie und Nachsorge bei pulmonalen Tumorerkrankungen.

Bei schweren Erkrankungen der Lunge ist häufig eine künstliche Beatmung auf der Intensivstation notwendig. Insbesondere wenn die Beatmung über einen längeren Zeitraum erfolgte, stellt die Entwöhnung vom Beatmungsgerät eine große Herausforderung dar, da die Muskeln, die uns das Atmen ermöglichen, sich in der Zwischenzeit zurückgebildet haben.

In unserem zertifizierten Weaning-Zentrum begleiten wir beatmete Patienten durch den gesamten Behandlungsprozess: Von der Akutbehandlung auf der Intensivstation über die professionelle Entwöhnung im Weaning-Zentrum bis hin zur außerklinischen Beatmung und der ambulanten Betreuung im Anschluss an den stationären Klinikaufenthalt.

Ziel des Weaning-Prozesses ist es, die Atemmuskulatur wieder aufzutrainieren und dem Patienten ein möglichst eigenständiges Atmen zu ermöglichen. Ist eine vollständige Entwöhnung aufgrund der schwere der Erkrankung nicht möglich, leiten wir über zu einer invasiven oder nicht-invasiven außerklinischen Heimbeatmung.

Nach dem stationären Aufenthalt bieten wir eine ambulante Weiterbetreuung durch unsere Kollegen in unserem Medizinischen Versorgungszentrum in Oranienburg an. Durch die enge Zusammenarbeit des medizinischen Personals ist eine optimale Weiterführung der Therapie gewährleistet.

Etwa zehn Prozent der Bevölkerung leiden unter einer schlafbezogenen Atemstörung (SBAS): Das sind kurze Atemstillstände, die während des Schlafs regelmäßig auftreten und länger als zehn Sekunden dauern. Im Zentrum für Schlafmedizin in der Evangelischen Lungenklinik Berlin behandeln wir alle Formen von Schlafstörungen und ihren Folgeerkrankungen. Besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt dabei auf den sogenannten schlafbezogenen Atemstörungen (SBAS), auch Schlafanpnoesyndrom (SAS) genannt.

Prof. Dr. med. Christian Grohé

Chefarzt
Prof. Dr. med. Christian Grohé

Kontakt

Evangelische Lungenklinik Berlin

Klinik für Pneumologie

Lindenberger Weg 27

13125 Berlin

Sekretariat:
Elfi Taube
Melanie Neitzel

Tel.: 030 94802-112

Fax: 030 94802-290

telefonisch erreichbar
wochentags 8:00 bis 15:00 Uhr

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