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Informationen zu Impfungen

Empfehlungen für Ihren Impfschutz

Grippe-Schutz

Eine Impfung ist der sicherste Schutz vor Grippe. Der beste Zeitpunkt dafür sind die Monate September, Oktober, November, bei einer drohenden Grippewelle auch noch die Folgemonate. Vor allem Menschen deren körpereigenes Abwehrsystem geschwächt ist, können sehr schwer an Grippe erkranken. Der richtige Schutz tritt erst zwei Wochen nach der Impfung ein. Diese Zeit braucht der Körper, um den Schutz vollständig aufzubauen. Er hält dann etwa ein halbes Jahr an.

Eine Grippewelle beginnt meist Anfang des neuen Jahres. Ein Expertengremium am Robert Koch-Institut, die Ständige Impfkommission (Stiko), empfiehlt jährlich, wer sich gegen Grippe impfen lassen sollte. Erfolgreich ist eine Impfung nur, wenn sich der Wirkstoff gegen die aktuell aktiven Virusstämme richtet. Experten im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beobachten weltweit die Lage und geben Herstellern Empfehlungen für die Impfstoff-Zusammenstellung und -Produktion.

Die Injektion bewahrt bis zu 90 Prozent der Geimpften vor einer Ansteckung. Einen geringeren Impfschutz können Menschen haben, die unter chronischen Krankheiten leiden oder älter als 65 Jahre sind. Deren Immunsystem reagiert weniger stark auf das Serum. Aber auch sie schützt die Impfung und führt bei einer Erkrankung zu milderen Symptomen. Da Menschen älter als 65 Jahre durch schwere und gar tödliche Komplikationen besonders gefährdet sind, wird gerade ihnen die Impfung empfohlen.

Schutzimpfung vor Lungenentzündung

In Deutschland ist nur jeder fünfte älter als 60 Jahre oder chronisch Kranke gegen Pneumokokken geimpft. Dabei wird die Pneumokokken-Impfung allen Menschen über 60 Jahre und allen chronisch Kranken unabhängig vom Alter von der ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfohlen.

Einzig eine Impfung schützt gefährdete Menschen mit geschwächtem Immunsystem effektiv. Einer Lungenentzündung kann vorgebeugt werden. Die Pneumokokken-Impfung und die Grippeimpfung schützen. Zwar wird nicht in jedem Fall der Ausbruch einer Pneumonie (Lungenentzündung) verhindert, doch der Verlauf der Erkrankung oft erheblich gemildert. Beide Impfungen sind Einmal-Impfungen. Die eine ersetzt aber nicht die andere. Für einen dauerhaften Schutz sollte die Grippeimpfung jährlich im Herbst, die Pneumokokken-Impfung alle vier bis sechs Jahre wiederholt werden.

Jeder Zweite trägt Pneumokokken-Bakterien im Nasen-Rachen-Raum, auch gesunde Menschen. Die Erreger verbreiten sich über die Luft und können die Entzündung des Lungengewebes verursachen. In Westeuropa ist die Pneumonie die häufigste zum Tode führende Infektionskrankheit.

Oft kündigen keine typischen Krankheitszeichen die Infektion an. Die Erkrankung kann äußerst schnell verlaufen, so dass keine Behandlung selbst mit Antibiotika-Therapie wirkt. Das kann zu schwerwiegenden Problemen führen. Beispielsweise nehmen Betroffene bei einer respiratorischen Insuffizienz über das erkrankte Lungengewebe nicht mehr ausreichend Sauerstoff auf. Ein schwerer Sauerstoffmangel ist die Folge und die Behandlung muss im Beatmungszentrum oder auf der Intensivstation fortgesetzt werden.

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