Hygienemanagement in der Evangelischen Elisabeth Klinik

Auch wenn es seltsam erscheint – die allerwichtigste Anforderung an ein Krankenhaus ist, dass es den Kranken nicht schadet. (Florence Nightingale, 1820-1901)

Die englische Krankenschwester Florence Nightingale hat einen der wichtigsten Grundsätze in der Medizin formuliert und unterstreicht damit den Stellenwert der Hygiene in Krankenhäusern. Auch wenn heute viele Anforderungen zu Standards geworden sind, nehmen die Herausforderungen, Infektionen im Krankenhaus vorzubeugen, zu.

Insbesondere betrifft dies die Ausbreitung antibiotikaresistenter Erreger wie dem MRSA-Bakterium. In der Evangelischen Elisabeth Klinik wurde deshalb ein Hygienemanagement etabliert, das das Risiko einer sogenannten nosokomialen Infektion weitgehend minimiert – und das lange, bevor eine speziell dafür qualifizierte Hygienefachkraft 2012 durch die Berliner Hygieneverordnung für alle Krankenhäuser gesetzlich vorgeschrieben wurde.

Unsere Hygienfachkraft Hans Holzmann nimmt regelmäßig an den Sitzungen der Arbeitsgemeinschaft Krankenhaushygiene der Senatsverwaltung teil, um im Austausch mit Vertretern des öffentlichen Gesundheitsdienstes Strukturen und Anforderungen der Infektionsprävention in den Kliniken zu definieren und Umsetzungsstrategien zu entwickeln. Für die Sicherheit unserer Patienten sorgen darüber hinaus hygienebeauftragte Ärzte mit Zusatzqualifikation in den Kliniken für Chirurgie, Innere Medizin, Lasermedizin und Plastische Chirurgie sowie hygienebeauftragte Pflegekräfte mit Zusatzqualifikation in allen Kliniken und Stationen.

Projekte unseres Hygienemanagements

Als Vorreiter für Krankenhaushygiene wurde der Evangelischen Elisabeth Klinik im April 2013 als erstem Krankenhaus vom Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin das Siegel zur Qualitätssicherung in der Krankenhaushygiene verliehen. Es basiert auf den Kriterien des MRSA-Netzwerkes Berlin.

Die Evangelische Elisabeth Klinik nimmt an dem deutschlandweit etablierten Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System KISS teil. Damit werden systematisch auftretende Infektionen erfasst, die mit Referenzdaten aus der Datensammlung aller teilnehmenden Krankenhäuser verglichen werden. Diese werden in den viermal jährlich stattfindenden Hygienekommissionssitzungen bewertet und, falls notwendig, werden entsprechende Maßnahmen definiert und umgesetzt. Der Erfolg dieser Veränderungen wird ebenfalls beobachtet und ausgewertet.

Für alle Bereiche unseres Krankenhauses liegen Verfahrensanweisungen vor, die dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechen. Diese werden in regelmäßig stattfindenden Sitzungen auf Basis der Richtlinien des Robert-Koch-Instituts entwickelt und aktualisiert. Die Einhaltung der Verfahrensanweisungen wird fortlaufend in Begehungen durch die Hygienefachkraft kontrolliert und unser Personal wird regelmäßig zu korrekten hygienischen Arbeitsweisen geschult.
Bei Aufnahme in unsere Klinik wird von allen Patienten, die einen Risikofaktor für eine Besiedelung mit MRSA mitbringen, ein Abstrich abgenommen. Mit MRSA besiedelte Patienten werden nach Möglichkeit in ein Einzelzimmer verlegt und in jedem Fall mit erweiterten hygienischen Maßnahmen versorgt. Soweit möglich, werden diese Patienten durch eine Dekolonisierungsbehandlung von MRSA befreit.
Durch regelmäßige Beprobung auf Mikroorganismen wird die Qualität des Trinkwassers, der Raumluft in OP-Sälen und der in der Aufbereitung anspruchsvollen Endoskope sichergestellt. Darüber hinaus wird bei jährlichen Begehungen des zuständigen Gesundheitsamtes  die korrekte Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen überprüft.

Wir nehmen seit deren Start im Jahr 2008 an der „Aktion Saubere Hände“  der Weltgesundheitsorganisation WHO teil. Dazu gehören Schulungen, Aktionstage, E-learning-Tools und die Ausstattung mit Händedesinfektionsspendern in allen Patientenzimmern und sämtlichen Bereichen, in denen hygienische Händedesinfektionen vorgeschrieben sind. Erreicht wurde dadurch ein nachweislich hohes Qualitätsniveau bei der für die Infektionsprävention elementaren Händedesinfektion des Klinikpersonals.

Hans Holzmann

Hygienebeauftragter
Hans Holzmann

Kontakt

Evangelische Elisabeth Klinik

Hygienemanagement

Lützowstraße 26

10785 Berlin

Hygienefachkraft:
Hans Holzmann
Fachdozent in Fort- und Weiterbildungsstätten für Pflegeberufe
Berater für medizinische und pflegerische Einrichtungen

Tel.: 030 2506-132

Fax: 030 2506-333

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