Die Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie stellt sich vor

Ob Unfall oder geplanter Eingriff: In die Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie kommen Patienten, wenn ihr Bewegungsapparat geschädigt ist oder sie Verletzungen erlitten haben. Unser kompetentes Team unter der Leitung von Chefarzt Friedrich Jahn versorgt Unfallverletzte schnell und adäquat und behandelt alle Erkrankungen im orthopädischen Fachbereich. Dazu zählen insbesondere die Kniegelenkschirurgie, die Fußchirurgie, und die Wirbelsäulenchirurgie sowie die Implantation von künstlichen Gelenken am Hüft- und Kniegelenk.

Unser Fachärzteteam der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie qualifiziert sich kontinuierlich weiter, damit bei allen operativen und nicht operativen Methoden nach neuestem Forschungsstand und entsprechend aktueller Erkenntnisse der modernen Medizin behandelt werden kann.

Es kommen ausschließlich neueste Implantate und Materialien, beispielsweise Titan, zum Einsatz; operative Eingriffe werden soweit möglich minimalinvasiv, also über kleine Schnitte und Zugangswege, durchgeführt. Mit dem bevorzugten Einsatz dieser sanften Operationstechnik gehört die Evangelische Elisabeth Klinik Berlin zu den führenden Einrichtungen der Stadt.

Erstversorgung in unserer Rettungsstelle

In unserer modernen Rettungsstelle werden Verletzungen und Erkrankungen schnell, engagiert und auf höchstem medizinischem Niveau versorgt.

Als Behandlungszentrum der Berufsgenossenschaften (BG) ist Abteilung für die ambulante Behandlung von Verletzungen bei Arbeits-, Wege- und Schulunfällen zuständig.
Sie hat eine Durchgangsarzt-Zulassung im Rahmen des berufsgenossenschaftlichen Heilverfahrens, so dass die ambulante und auch stationäre Behandlung von Arbeitsunfällen im Auftrag der Berufsgenossenschaften (BG) gesichert ist.

Schwerpunkte der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie

Ein wichtiger Schwerpunkt der Abteilung ist die Behandlung von unfallchirurgischen Frakturen und Weichteilschäden. Spezialisten für Unfallchirurgie mit langjähriger Praxis in der Versorgung Unfallverletzter behandeln in unserer Abteilung mit den modernsten operativen Techniken.
Darüber hinaus kümmern wir uns um die Folgeschäden von Unfällen und nehmen Korrektureingriffe nach Verletzungen vor,  z.B. mit Endoprothesen und Korrekturosteotomien (Knochenumstellungen).

Zu unserem Behandlungsspektrum der Unfallchirurgie zählen

  • Knochenbrüche aller Art, wie Bruch der Speiche (Radius), des hüftnahen Oberschenkelhalsknochens, des Sprunggelenks, des Ellenbogens und des Schienbeinkopfs
  • offene und geschlossene Repositionen von Frakturen
  • Stabilisierung des Knochens mit Osteosynthesematerial (z.B. Titan)
  • Sehnenabrisse (z.B. Achillessehnenriss)
  • multiple Verletzungen von Unfallopfern

Die Behandlung von Schulterleiden wie Schmerzen oder Instabilitäten zählt zu den wichtigsten Schwerpunkten unserer Abteilung. Chefarzt Friedrich Jahn hat sich auf die Behandlung von  Erkrankungen und Verletzungen der Schulter spezialisiert. Unsere Patienten profitieren von der hohen fachlichen Qualifikation unserer erfahrenen Chirurgen, einer modernen Ausstattung und sorgfältigen Diagnostik. Dabei werden stets zunächst alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft, bevor moderne operative Verfahren zur Anwendung kommen.

Zu unserem Behandlungsspektrum der Schulterchirurgie zählen

  • Schulter-Luxationen und Schulterinstabilität
  • Impingement-Syndrom der Schulter
  • Erkrankungen und Verletzungen der langen Bizepssehne
  • Schleimbeutelentzündung der Schulter
  • Schultereckgelenksarthrose
  • Erkrankung und Verletzung der Rotatorenmanschette
  • Kalkschulter (Tendinosis Calcarea) — Diagnose und Behandlung

Im Zentrum steht bei der Fußchirurgie die operative Behandlung erworbener Deformitäten und degenerativer Erkrankungen und Verletzungen des Fußes und des Sprunggelenkes. Im Bereich der Fußchirurgie führen wir gelenkerhaltende Korrekturoperationen durch, z.B. beim Hallux valgus. Der Vorteil  der bei uns angewandten  Methoden ist der Erhalt der Bewegungsfähigkeit durch die Wiederherstellung der Fußstatik. Aber auch komplizierte Fehlstellungen des gesamten Fußes werden regelmäßig behandelt.

Zu unserem Behandlungsspektrum der Fußchirurgie zählen

  • Fersensporn
  • Hallux rigidus (steifgewordenes Großzehengrundgelenk)
  • Hallux valgus
  • Fehlstellung der großen Zehe
  • Hammerzehe/Krallenzehe
  • Osteochondrosis dissecans des Talus (Sprungbeins)
  • Durchblutungsstörungen des Knochenknorpels mit unterschiedlichsten Ursachen
  • Tarsaltunnelsyndrom
  • Marsch- oder Stressfrakturen
  • Bänderlockerungen und Risse des Sprunggelenkes

Zum Behandlungsspektrum der Wirbelsäulenchirurgie zählen

  • Bandscheibensyndrom/ Bandscheibenvorfall
  • Wirbelkörperbrüche
  • Spinalkanalstenose (Verengung des Spinalkanal, in dem das empfindliche Rückenmark verläuft)
  • Spondylolisthesis (Wirbelkörpergleiten)

Die chirurgische Behandlung des Bandscheibenvorfalles erfolgt in unserer Abteilung unter Kontrolle eines der modernsten Operationsmikroskope der Stadt. Darüber hinaus werden bei medizinischer Notwendigkeit künstliche Bandscheiben implantiert.

Das Kniegelenk ist das größte und verletzungsanfälligste Gelenk des Körpers, dessen Belastbarkeit und Beweglichkeit von dem komplexen Bewegungsablauf des Roll-Gleitgelenkes abhängig sind. Das komplizierte Zusammenspiel aus Knorpel, Bändern und Knochen macht es ausgesprochen empfindlich, so dass 40 Prozent aller Sportverletzungen das Kniegelenk betreffen.

Zu unserem Behandlungsspektrum der Kniegelenkschirurgie zählen

  • Meniskusverletzungen und  -erkrankungen
  • Knorpelschäden
  • vordere Kreuzbandverletzungen
  • Kniegelenksarthrose oder Gonarthrose (vorzeitiger Verschleiß der knorpeligen Gelenkflächen des Kniegelenkes)
  • Instabilität der Kniescheibe
  • Wechseloperationen bei gelockerten Knieprothesen
  • Chondropathia patellae (Knorpelerkrankung der Kniescheibe)
  • Patellaspitzen-Syndrom (Überlastungserkrankung im Bereich des Knochen-Sehnenübergangs der Kniescheibe)
  • Bakerzyste (Schwellung in der Kniekehle, Ausstülpung der hinteren Gelenkkapsel)

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Abteilung liegt in der Rekonstruktion verletzter Kniebänder durch körpereigene Sehnen (sog. Kreuzbandplastik). Hier wird unter Kontrolle der Operation mittels Gelenkspiegelung eine körpereigene Sehne als Ersatz oder Verstärkung in das verletzte Kniegelenk transplantiert.

Viele Eingriffe können ambulant bzw. kurzstationär und unter Anwendung  der arthroskopischen Technik und modernster Operationsverfahren durchgeführt werden. Die Arthroskopie oder Gelenkspiegelung ist eine sowohl diagnostische als auch therapeutische Methode, bei der der Innenraum des Gelenks mit einer kleinen Kamera beurteilt werden kann, ohne, dass das Gelenk durch große Schnitte geöffnet werden muss (Schlüssellochchirurgie). Der entsprechende Befund kann während der Operation durch weitere kleine Zugänge behandelt werden. Auf diese Weise lassen sich große Narben vermeiden, Schwellungen werden reduziert und in Kombination mit einer begleitenden Schmerztherapie kann der Patient schnell wieder arbeiten und Sport treiben.

Weitere Informationen zur Endoprothetik

Von einer Coxarthrose (dt. Hüftgelenksarthrose) spricht man bei einer degenerativen Erkrankung des Hüftgelenkes, der Knorpeloberfläche der Gelenkpfanne und des Gelenkkopfes. Durch den Verschleiß reibt der Knochen schmerzhaft aufeinander, so dass die Implantation von modernen zementfreien und zementierten Hüftendoprothesen unter Einsatz  moderner Verfahren der Gelenkersatz-Operation indiziert ist. Des Weiteren führen wir in unserer Abteilung Prothesenlockerungen, Luxationen und Prothesenaustauschoperationen durch.

Bei der Hüftkopfnekrose handelt es sich um eine Erkrankung, die das Absterben des Knochens bewirkt. Bei dieser Diagnose führen wir Entlastungsoperationen durch.

Weitere Informationen zur Endoprothetik