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Risikomanagement

Mehr Patientensicherheit: Fehler vermeiden und Risiken minimieren

Risikomanagement für mehr Patientensicherheit

Im Sinne einer qualitätsorientierten Gesundheitsversorgung steht die Sicherheit des Patienten im Zentrum unseres Handelns. Zur medizinischen Versorgungswirklichkeit gehören heutzutage jedoch auch ungewollte Behandlungsergebnisse. Deren systematische Analyse wird zu einem wichtigen Instrument, die Patientensicherheit nachhaltig zu verbessern. Voraussetzung dafür ist, fehlerhaftes Handeln nicht als individuelles Versagen, sondern als Systemproblem zu verstehen und daraus Strategien zur Risikoanalyse und -vermeidung abzuleiten. Diesen Herausforderungen stellen sich die Einrichtungen der Paul Gerhardt Diakonie mit einer Reihe von Maßnahmen und Strukturen, die in den Kliniken fest etabliert sind.

Dazu gehören:

  • interdisziplinäre Fallkonferenzen der Fachdisziplinen (z. B. Tumorkonferenz)
  • Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen
  • Arzneimittel-Kommission
  • Hygiene-Kommission
  • Infektionskommission
  • Transfusions-Kommission
  • Arbeitssicherheits-Kommission
  • Ethik-Kommission
  • Qualitätskonferenzen
  • Leitlinien- und Behandlungspfad-Kolloquien

In den Einrichtungen der Paul Gerhardt Diakonie werden so genannte Beinahe-Fehler nach dem Vorbild des Schweizer Critical Incident Reporting System (CIRS) seit 2005 systematisch und EDV-gestützt erfasst. Ein weiteres Instrument ist der Risikokompass. Dies ist ein Checklisten gestütztes Verfahren zur Identifikation der maßgeblichen Risiken. Es schafft mehr Transparenz hinsichtlich der medizinischen und wirtschaftlichen Risikosituationen.