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Aufbau des Schultergelenks

Abbildung 1: Schematischer Aufbau des Schultergelenks

Abbildung 1: Schematischer Aufbau des Schultergelenks

Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Skeletts. Es stellt die Verbindung zwischen dem Arm und dem Rumpf dar.

Zu dem Gelenk gehört auf einer Seite das Schulterblatt (Scapula), dessen äußerer Winkel die Gelenkpfanne bildet, die durch eine so genannte Gelenklippe aus Knorpel vergrößert ist.
Ihr gegenüber liegt der halbkugelförmige Gelenkkopf des Oberarmknochens (Humerus), der in der Gelenkpfanne liegt (siehe Abbildung 1).

Das Schultergelenk ist ein typisches Kugelgelenk, das in drei Ebenen beweglich ist. Der Arm kann nach vorne und hinten bewegt, seitlich nach oben bewegt und außerdem gegen und mit dem Uhrzeigersinn rotiert werden. Diese Beweglichkeit wird vor allem durch die sehr flache Gelenkpfanne des Schulterblatts und die sehr weite und schlaffe Gelenkkapsel erreicht, die den Bewegungen keinen großen Widerstand entgegensetzt. Stabilisiert wird das Schultergelenk nur durch ein Band, wodurch die hohe Beweglichkeit erhalten bleibt, aber gleichzeitig auch eine gewisse Instabilität vorhanden ist. Diese führt dazu, dass der Oberarm relativ leicht aus dem Gelenk ausgekugelt werden kann. Medizinisch wird dieser Vorgang als Luxation bezeichnet. Die eigentliche Festigkeit des Gelenks wird daher zum größten Teil nur durch die umgebende Muskulatur erreicht.

Vor allem bei Bewegungsabläufen, bei denen eine Kraftübertragung vom Arm auf den Rumpf oder umgekehrt notwendig ist – beispielsweise beim Heben von Gegenständen, Rudern oder Schwimmen – spielt das Schultergelenk eine große Rolle.

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