UNSERE SCHWERPUNKTE

Wie ist das Kniegelenk aufgebaut?

Abbildung 1: Schematischer Aufbau des Kniegelenks
Abbildung 1: Schematischer Aufbau des Kniegelenks

Das Kniegelenk ist das größte und am komplexesten aufgebaute Gelenk des Menschen. Es stellt die Verbindung zwischen Oberschenkelknochen (Femur) und Schienbein (Tibia) dar (siehe Abbildung 1).

Als so genanntes Drehscharniergelenk erlaubt das Kniegelenk Bewegungen in zwei Richtungen. Das Knie kann gestreckt und gebeugt und der Unterschenkel, wenn das Bein gebeugt ist, in beide Richtungen gegen den Oberschenkel gedreht werden. Der zweite Knochen des Unterschenkels, das Wadenbein (Fibula) ist nicht direkt am Kniegelenk beteiligt, sondern nur seitlich am Schienbein durch ein „straffes Gelenk“ (Amphiarthrose) mit sehr eingeschränkter Beweglichkeit angelagert.

Sowohl Oberschenkelknochen als auch Schienbein besitzen an ihren aufeinandertreffenden Enden walzenförmige Gelenkkörper, die nicht ineinanderpassen. Um die Auflagefläche der Knochen zu vergrößern, besitzt das Kniegelenk zwei so genannte Menisken aus Knorpel, die sich der Bewegung des Knies anpassen können. Stabilisiert wird das Kniegelenk durch mehrere Bänder und die umgebende Beinmuskulatur. Außerdem gehört zum Kniegelenk auch noch die Kniescheibe (Patella), die in der Sehne des vorderen Oberschenkelmuskels (Quadrizeps) sitzt. Sie wirkt nicht auf die eigentliche Mechanik des Gelenks ein, kann bei Bewegungen aber mit enormen Kräften auf das Gelenk gedrückt werden.

Das Kniegelenk muss zwei Funktionen erfüllen: Es muss beim Stehen eine große Stabilität aufweisen und gleichzeitig beim Gehen, Laufen und Beugen eine große Beweglichkeit erlauben.

Weiterlesen: Alle Artikel zum Thema